(B)rocken-Benefiz-Sternfahrt

Ich hatte dieses Event schon Anfang des Jahres in der Terminübersicht bei Helmut auf den Fahrradseiten gesehen. Aber 200km fahren und dann zum Ende hin auch noch nur noch bergauf? Ich war mir ja nicht mal sicher, ob ich als Flachlandtiroler so einen Berg wie den Brocken ohne einen Marathon vorweg schaffe. Schließlich ist das Scharnebecker Schiffshebewerk – mit satten 20 Metern Höhenunterschied eine der höchsten Erhebungen hier in der näheren Umgebung – nicht wirklich vergleichbar. Vor der Anmeldung wollte ich also auf jeden Fall einmal den Brocken ohne Anlauf ausprobieren. Nicht ganz 2 Wochen vor der Sternfahrt ergab sich dann endlich die Gelegenheit zum Probelauf. Und der lief gut genug, dass ich die Anmeldung wagte. Es war zwar anstrengend, aber doch irgendwie zu schaffen, auch wenn ich mir an der einen oder anderen Stelle noch eine kleinere Übersetzung als 39-28 gewünscht hätte. (B)rocken-Benefiz-Sternfahrt weiterlesen

Elbauen-Göhrde-Brevet

Im Fazit zum letzten Rennrad-Artikel war ich ja noch unschlüssig, aber eigentlich war damals schon klar, dass mein erstes Brevet nicht auch mein letztes bleiben würde. Die ursprünglich geplante Frühjahrsbegegnung Mitte März musste ich dann aber krankheitsbedingt ausfallen lassen, denn pünktlich zum Termin hatte mich eine schwere Erkältung außer Gefecht gesetzt und mein Hausarzt hatte mir ausdrücklich von einer Teilnahme abgeraten. Immerhin bin ich mittlerweile vernünftig genug, solchen Anweisungen folge zu leisten.

Zusätzlich hatte es das Frühjahr wettertechnisch ja nicht besonders gut mit uns Schönwetterfahrern gemeint – zu kalt, zu feucht, zu windig – aber vorgestern passte es dann endlich mal. Angekündigt waren angenehme 23°C bei leichter Bewölkung und Wind. Ganz ohne Haken geht es dieses Jahr offenbar nicht.

Samstag früh zeigte sich dann, dass die Vorhersage nicht gelogen hatte: Schon vor dem Start um 8 Uhr war das Thermometer bei knapp 20°C, so dass ich mich zum ersten Mal in diesem Jahr oben kurz und unten kurz auf die Strecke wagte. Bei Strava sieht man schön, wie die Teilnehmer nach und nach eintrudeln, sofern sie schon mit dem Rad anreisten. Das war mir von Lüneburg aus dann doch etwas weit, ich reiste wie meistens rechtzeitig mit dem Auto an. Die Anmeldung lief gewohnt schnell und routiniert ab und so hatte ich noch etwas Zeit, die noch müden Muskeln etwas zu dehnen (Foto BS).
Komplettes Album von BSEin Blick in die Runde ließ mich mich weder mir namentlich bekannte Gesichter noch weitere Teilnehmer in HFS-Trikots entdecken, so dass ich mich nach den Hinweisen der Veranstalter auf die Gefahrenstellen einfach mal bei den ersten Startern einreihte, die die Strecke unter die Räder nahmen.

Bis Lüneburg hatten sich dann schon Grüppchen ähnlicher Geschwindigkeit gebildet. Bei der dortigen Streckenteilung entschied sich der Großteil meiner Gruppe dann gegen die Mini-Variante und bog auf die 220km-Strecke ab. Gut für mich, denn ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt entschlossen, mit der Gruppe zu fahren, egal ob kurz oder wie angemeldet lang. Schnell war klar, dass wir das Brevet zusammen zu Ende fahren würden und so spulten wir nach einem kurzen Halt beim Bäcker in Oedeme Kilometer um Kilometer mit unserer bunt gemischten Gruppe ab. Ich sollte mir wirklich mal angewöhnen, meine Mitfahrer nach ihren Namen zu fragen, dann wüsste ich jetzt nicht nur, dass ich mit Sonja von der HRG und Kati vom FC St. Pauli gefahren bin (die beiden haben sich im Ziel noch vorgestellt), sondern auch, wer die beiden Herren in unserer Gruppe waren. Bis zur Fähre in Neu Darchau bei Kilometer 117 lief alles recht rund. Das Tempo stimmte und die Führungsarbeit wechselte regelmäßig, wenn auch ein sechster Fahrer schön gewesen wäre, da es sich mit einer geraden Anzahl gleichmäßiger wechseln lässt.

Auf der anderen Elbseite traf uns auf dem Deich dann die volle Wucht des Windes. Mit jedem Kilometer zog er uns mehr die Kraft aus den Muskeln und das gefahrene Tempo ging dementsprechend runter. Da half es auch nicht, dass unsere Zugmaschine von der RG Uni vorne alles gab, von hinten wurde immer häufiger „kürzer“ gerufen. In Boizenburg war dann erstmal eine längere Pause angesagt. Das Thermometer am Tacho zeigte 29°C in der Sonne und so holten wir uns im örtlichen Konsum nicht nur Getränke und etwas zu Essen, sondern gönnten uns auch ein kleines Eis zur Erfrischung. Die im Kampf gegen den Wind verbrannten Kalorien hätten aber wahrscheinlich auch schon bis hier eher für eine ganze Eisfabrik gereicht. Irgendwann war dann aber auch die schönste Pause vorbei und es ging weiter, denn noch lagen 75km vor uns und die hatten es wieder in sich. Der Wind von vorne war weiterhin unser konstanter Begleiter. Kurz vor Horst sammelten wir noch 2 weitere Fahrer ein (laut Strava müssten das Simon und Hannes gewesen sein), die erstmal freudig „hinten in den Bus“ einstiegen und dann mitrotierten. 20 Kilometer vor dem Ziel ereilte Sonja dann auch noch ein Plattfuss, der aber mit vereinten Kräften behoben werden konnte. Über die damit verbundene zusätzliche Pause war natürlich auch niemand böse. Die Kräfte ließen jetzt doch merklich nach und so war dann nur 10 Kilometer später noch mal eine kleine Motivationspause nötig. Die Gruppe fährt entweder gemeinsam ins Ziel oder gar nicht 😉 Kurze Zeit später war es dann fast geschafft und als wir das Ortsschild passierten, waren Sonja und ich uns einig: Noch nie waren wir so froh, Wilhelmsburg zu sehen. Im Ziel wartete das Empfangskomitee der Hamburger schon auf uns und wir wurden in der Starterliste als Finisher abgehakt. Da es mittlerweile schon etwas später als geplant war, ging es für mich nicht mehr ins Schweinske, sondern nach kurzer Verabschiedung direkt nach Hause.

Fazit: Ja, ich habe es wieder getan und es nicht bereut. Abgesehen vom Wind war es ein sehr schöner Tag auf dem Rad in einer netten und sehr gut harmonierenden Gruppe. Am Ende standen laut Fahrradcomputer (Strava ist mit den Pausenzeiten nicht so genau) 218km in 8 Stunden und 6 Minuten reiner Fahrzeit zu Buche.

USA Roadtrip – Tag 17 – Las Vegas und Hoover Damm

Mittwoch, 22. Mai 2013

Las Vegas & Hoover Damm

Ausschlafen. In letzter Zeit hatten wir das vernachlässigt, aber heute ließen wir es uns mal gutgehen – der Wecker blieb aus. Las Vegas am Tag hat nicht viel zu bieten. Es ist dann einfach eine heiße, nicht besonders hübsche Großstadt. Aus diesem Grund machten wir uns im Laufe des Vormittags auf den Weg, um etwas außerhalb der Stadt den Hoover Damm anzuschauen. Da wir gerade in der passenden Fahrtrichtung dran vorbeikamen, legten wir unterwegs noch einen kurzen Fotostopp am bekannten Las-Vegas-Schild ein.
Las Vegas Sign
Nach ungefähr einer Stunde Fahrt standen wir dann mit dem Auto in der Schlange für den Sicherheitscheck. Offenbar sahen wir aber unverdächtig genug aus, um einfach durch gewunken zu werden. Den ersten Eindruck vom Damm bekamen wir bereits auf dem Weg zum Parkplatz, denn die Straße dorthin führt direkt über die Staumauer. Die ersten kostenpflichtigen Parkplätze ließen wir links liegen, nur ein paar Meter weiter kann man nämlich auch kostenfrei parken. Die Besichtigung des Staudamms war dann eher unspektakulär. Der ganze Bau ist schon imposant. Wenn man mal einen Blick über die Brüstung wirft und sieht, wie weit die Staumauer nach unten reicht, werden einem die Dimensionen erst richtig bewusst. Viel zu sehen gibt es aber trotzdem nicht. Der Hoover Damm ist am Ende eben doch nur ein besonders großer Betonklotz, den man aber dennoch mal gesehen haben muss (wenn man schon in der Gegend ist).
Hoover Damm
Auf dem Rückweg zum Hotel machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Ethel M Schokoladenfabrik. Dort kann man auf einem zwar kostenlosen, aber auch sehr kurzen Rundgang einen Blick in die Schokoladenproduktion werfen. Leider hatten wir Pech und es wurde gerade nicht gearbeitet, als wir dort waren. Im angeschlossenen Shop kann man sich nach dem Rundgang mit allerlei süßen Leckereien eindecken. Allerdings sind die Preise trotz des Werksverkaufs gesalzen. Im Außenbereich der Schokoladenfabrik gab es abschließend noch einen kleinen Kaktusgarten zu besichtigen, der aber nach unserem Besuch im Desert Museum in Tucson nichts neues mehr für uns bereit hielt.
Zurück im Hotel beschlossen wir, den Nachmittag in unserer klimatisierten Suite zu verbringen und einfach mal die Beine hochzulegen. Draußen war es einfach zu warm. Bei 34°C fühlte sich der kräftige Wind zwischen den Hochhäusern wie ein Fön im Gesicht an.
Abends stand der für Las Vegas obligatorische Rundgang über den Las Vegas Strip an. Einen ersten Eindruck hatten wir ja bereits gestern Abend bei der Anreise bekommen, heute stürzten wir uns zu Fuß ins Getümmel.
Blaue Stunde am Bellagio
Trotzdem überwanden wir uns und begaben uns ins Lichtermeer, denn auch hier gilt: Muss man halt mal gesehen haben. Und ein paar Fotos von Las Vegas bei Nacht sollten natürlich auch gemacht werden. Die Wasserspiele am Bellagio liefen zur schönsten blauen Stunde leider nicht, weil es zu windig war. Später bekamen wir sie dann aber doch noch zu sehen.
Bellagio mit Wasserspiel
Aber so schön und bunt auch alles war, unser Fazit bleibt: Wir werden mit Großstädten und den damit verbundenen Menschenmassen nicht wirklich warm. Die Tage vorher einsam in der Wüste waren für uns schöner. Man merkt das vielleicht auch daran, dass ich hier nicht mehr so richtig weiß, was ich noch zu dem Tag in Las Vegas schreiben soll. Oder waren wir doch in Paris? :)
Eifelturm Las Vegas

USA Roadtrip – Tag 16 – Vom Bryce Canyon nach Las Vegas

Dienstag, 21. Mai 2013

Vom Bryce Canyon National Park nach Las Vegas

Die heutige Etappe sollte mit ungefähr 400km verhältnismäßig kurz ausfallen. Die geplante Route führte uns direkt durch den Zion National Park. Normalerweise würde man überlegen, den Park zu umfahren, um den Parkeintritt von 25 Dollar pro Fahrzeug zu sparen, der auch bei der Durchfahrt fällig wird. Dank unserer Nationalpark-Jahreskarte fiel uns die Entscheidung für den Weg durch den Park allerdings recht leicht. Und auch wenn der Besuch nur kurz war, haben wir ihn nicht bereut.

Zion National Park

Zion - Shuttle RouteVom Bryce Canyon aus führte uns die Utah State Route 9 zum Osteingang des Parks. Kurz danach machten wir einen ersten Sightseeing-Halt an der Checkerboard Mesa. Wir hatten Glück und erwischten direkt einen freien Parkplatz. Zu unserem Pech ergoss sich allerdings genau in diesem Moment auch eine Busladung Chinesen an den Aussichtspunkt. Ich bin sogar der Meinung, es war dieselbe Busladung, die uns schon im Bryce Canyon erwischt hatte, nur dass wir heute auf keinen Wanderweg flüchten konnten. Darum beließen wir es bei ein paar Fotos und setzten unseren Weg schnell fort.
Die State Route 9, die von Ost nach West durch den Park führt, war so voll, dass teilweise sogar Stop-and-Go angesagt war. Bevor wir zum Besucherzentrum kamen, war eigentlich noch eine kurze Wanderung auf dem Canyon Overlook Path geplant. Die mussten wir aber leider ausfallen lassen, da es am Startpunkt keinen freien Parkplatz gab. Durch den starken Verkehr war es auch nicht möglich zu warten, bis jemand wegfährt, so dass wir direkt durch den Tunnel zum Besucherzentrum fuhren.

Dort ließen wir das Auto stehen und fuhren mit einem der parkeigenen Busse auf dem Zion Canyon Scenic Drive weiter. In der Hauptsaison ist der Weg in den Canyon für private Fahrzeuge gesperrt. Wir entschieden uns für einen kurzen Stopp am „Weeping Rock“, dem weinenden Fels, bevor wir mit dem Bus weiter bis zur Endstation am „Temple of Sinawava“ fuhren. Von dort wanderten wir den „Riverside Walk“ (ca 3,5km / 1,5 Stunden), der am Fluss entlang weiter in den Canyon führt. Und je weiter man in den Canyon hineingeht, desto enger wird er. Am Umkehrpunkt des Riverside Walks weiß man dann, wieso es ab hier „The Narrows“ heißt. Der asphaltierte Weg endet, denn hier ist im Canyon nur noch Platz für den Fluss. Das heißt aber nicht, dass die Wanderung hier zu Ende sein muss. Wenn man genügend Zeit und Ausdauer mitbringt, kann man im Flussbett noch weiter den Canyon hinaufwandern (15km / 8 Stunden).
Zion Narrows
Vielleicht also beim nächsten Mal, wenn Zion nicht nur ein Zwischenstopp auf der Durchreise ist. Mit dem Shuttle ging es nach der Wanderung zurück zum Besucherzentrum und von dort mit dem Auto weiter nach Springdale, direkt vor den Toren des Nationalparks. Dort folgten wir dem Restauranttipp von Foodfreak und machten Mittagspause im Flying Monkey. Und was soll ich sagen, Petra hatte nicht zu übertrieben. Die Pizza war äußerst lecker und so groß, dass wir uns die Reste einpacken ließen, um sie abends im Hotel zu essen.
Springdale - Flying Monkey

Bevor wir unseren Weg nach Las Vegas fortsetzten, machten wir noch einen letzten Abstecher auf das Kolob Plateau, welches zum Teil auch noch zum National Park gehört.

Ab Minute 1:15 des Videos biegen wir auf die Kolob Terrace Road ab und folgen ihr 33 Kilometer bis zum Lava Point Overlook. Von dort hat man noch einmal einen Panoramablick über Zion. Und für die Geocacher gibt es einen Earthcache sowie einen Virtual :)
Mittlerweile war es später Nachmittag und es wurde Zeit, sich nun wirklich auf den weiteren Weg zum Tagesziel zu machen. Ungefähr 3,5 Stunden Fahrt lagen noch vor uns. Der größte Teil davon war entspanntes dahinrollen auf der Interstate 15 Richtung Süden. Erst als wir in die Außenbezirke von Las Vegas kamen, nahm der Verkehr etwas zu. Mittlerweile war die Sonne fast untergegangen und die Stadt empfing uns mit ihrem Lichtermeer. Als wir über den Strip zu unserem Hotel fuhren, war schon alles bunt erleuchtet.

Monte Carlo Hotel Resort

Das Hotel sollte eigentlich eins der besten der Reise sein. Leider gab es schon beim Check-In die erste Enttäuschung. Die gebuchte Spa-Suite mit Whirlpool am Fenster und Blick über den Strip war nicht verfügbar. Wie so etwas bei im Voraus bezahlten Buchungen passieren kann, wird mir weiterhin ein Rätsel bleiben. Stattdessen gab es ein Upgrade auf eine Diamond Suite. Größer und auch mit Whirlpool, allerdings nur im Badezimmer. Wäre es nur das gewesen, hätte man vermutlich damit leben können. Wenn man einem Gast schon ein Upgrade anbietet, sollte man auch sicherstellen, dass das neue Zimmer bzw. in diesem Fall die 80 Quadratmeter Suite mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Gäste-WC auch sauber ist. Als wir gegen halb 12 ins Bett wollten und die Tagesdecke vom Bett nahmen, sahen wir fleckige und löchrige Bettwäsche und Laken. Auch einige der Handtücher im Bad wiesen Löcher und undefinierbare Flecken auf, wie sich kurze Zeit später herausstellte. Der einzige Lichtblick an diesem Abend war der Zimmerservice, der wenige Minuten nach unserem Anruf kam und die Betten neu bezog. Trotzdem darf so etwas eigentlich gar nicht erst passieren und gerade bei den Suiten hätte ich auch in einem 3000-Betten-Hotel etwas mehr Sorgfalt erwartet. Aber anscheinend hatten wir heute ausnahmsweise mal die Niete gezogen.
Las Vegas - Monte Carlo

Nur ein Ping!

Keine Angst, das Blog ist nicht tot. Es kommt nur gerade alles zusammen: Schreibfaulheit, Sommermüdigkeit und zu viele andere Dinge zu tun, die im Moment Vorrang haben. Aber versprochen: Die Reiseberichte werden noch bis zum Ende der Reise fortgesetzt. Schließlich ist das auch für mich mein persönliches Reisetagebuch. Und da dürfen Las Vegas, Death Valley oder der Besuch auf der USS Midway natürlich nicht fehlen. Also habt einfach noch etwas Geduld, spätestens wenn es wieder kühler wird und die Tage kürzer werden, komme ich sicher auch wieder zum schreiben.

USA Roadtrip – Tag 15 – Bryce Canyon National Park

Montag, 20. Mai 2013

Bryce Canyon National Park

Heute stand ein ganzer Tag im Bryce Canyon auf dem Programm. Da alle Aussichtspunkte vom Parkeingang aus gesehen links der Straße lagen, fuhren wir erst die komplette Bryce Canyon Park Road (Zeitraffer) bis zum letzten Aussichtspunkt. Von dort arbeiteten wir uns zurück und konnten so einfacher die Parkplätze anfahren, die sich nun alle rechts der Straße befanden.
Bryce Canyon Park Entrance USA Roadtrip – Tag 15 – Bryce Canyon National Park weiterlesen

USA Roadtrip – Tag 14 – Kanab – Bryce Canyon City

Sonntag, 19. Mai 2013

Kanab – Bryce Canyon City

Auch heute hatten wir wieder nur eine kurze Etappe vor uns. Die kürzeste Route zum Bryce Canyon hätte nur ungefähr 2 Stunden gedauert. Das ließ erneut genügend Freiraum, um unterwegs etwas vom Weg abzuweichen. So wollten wir uns den Color Pink Sand Dunes State Park und das Cedar Breaks National Monument auf über 3000 Meter Höhe anschauen. USA Roadtrip – Tag 14 – Kanab – Bryce Canyon City weiterlesen

USA Roadtrip – Tag 13 – Page – Grand Canyon North Rim – Kanab

Samstag, 18. Mai 2013

Page – Kanab

Kanab, unser Tagesziel, lag auf direktem Weg nur 120km entfernt. Da wir bis jetzt aber eigentlich nie den direkten Weg zu einem Ziel gewählt hatten, sollten wir auch heute nicht damit anfangen. Der ursprüngliche Plan, Page auf der US89 Richtung Süden zu verlassen und dann über die US89A Richtung Kanab zu fahren, hätte uns am Marble Canyon und mit einem weiteren „kleinen“ Abstecher am Grand Canyon North Rim vorbeigeführt. Dieser Plan wurde aber schon vor Reiseantritt durch einen massiven Erdrutsch auf der US89 vereitelt. Die Beschädigungen an der Straße waren so umfangreich, dass die Straße selbst jetzt – ein Jahr später – immer noch gesperrt ist. Seit August 2013 gibt es immerhin eine Behelfsstraße, die einem zumindest den ganz großen Umweg erspart. Wir entschieden uns im Mai für die kürzere Alternativroute, auch wenn wir dafür den Marble Canyon streichen mussten. So fuhren wir also über Kanab zum Grand Canyon, um danach wieder zurück nach Kanab zu fahren. Bevor wir Page verließen, machten wir aber noch einen kurzen Abstecher zum Horseshoe Bend. USA Roadtrip – Tag 13 – Page – Grand Canyon North Rim – Kanab weiterlesen

USA Roadtrip – Tag 12 – Von Blanding nach Page

Freitag, 17. Mai 2013

Blanding – Page

Die heutige Etappe von Blanding nach Page war mit 400km nicht übermäßig lang. Durch einige geplante Ziele sollten wir aber deutlich länger als die reine Fahrtzeit von ungefähr fünfeinhalb Stunden dafür brauchen. Die geplante Route führte uns erst noch ein Stück auf der US191 Richtung Süden, bevor wir dann auf die US95 Richtung Westen abbogen. Bevor wir unser erstes Tagesziel, das Natural Bridges National Monument, erreichten, hielten wir kurz am Mule Canyon, welcher direkt an der Strecke lag. Hier gab es wieder ein klein wenig indianische Geschichte und einen Virtual Cache. Nachdem wir auch noch einen kurzen Blick in den Canyon geworfen hatten, ging es weiter.

National Bridges National Monument

Kachina BridgeAuch bei diesem National Monument fuhren wir wieder über die fast schon obligatorische Loop Road, welche an allen wichtigen Aussichtspunkten vorbeiführt. Am ersten der Aussichtspunkte konnten wir von oben einen kurzen Blick auf die Sipapu Bridge werfen. Der Kachina Bridge am nächsten Halt kamen wir etwas näher, da wir uns hier die Zeit nahmen, zumindest die Hälfte des Weges dorthin zu wandern. Als letztes hielten wir an der Owachomo Bridge, bei der wir uns auch wieder mit dem Blick von oben begnügten. Insgesamt war das National Monument zwar ganz nett, aber sicherlich kein Ersatz für den Arches National Park, der in unserem Zeitplan dieses Mal leider keinen Platz mehr gefunden hatte.

Moki Dugway und Goosenecks State Park

Von den Natural Bridges aus ging es jetzt auf dem „Trail of the Ancients“ – auch bekannt als US261 – Richtung Süden. Nach ungefähr 60km passierten wir dieses nicht zu übersehende Warnschild und sahen uns einem beeindruckenden Ausblick gegenüber.
Moki Dugway Warnschild
An der fast senkrechten Abbruchkante der Cedar Mesa hat man hier von oben einen wunderbaren Blick auf die 330 Meter darunter liegende Ebene des Valley of the Gods. Für die nächsten 5 Kilometer hatte das Schild dann auch nicht zu viel versprochen: Es ging eine für amerikanische Verhältnisse enge, unbefestigte Straße entlang, die uns mit vielen Spitzkehren nach unten brachte. In den Spitzkehren bleibt aber meistens noch genug Platz, um zwischendurch einmal anzuhalten und ein paar Fotos zu machen – oder auch einen Geocache (GC10400) zu suchen.
Moki Dugway
Unten angekommen, bogen wir schon nach wenigen Kilometer wieder von der Hauptstraße ab und machten noch einen Abstecher zum Goosenecks State Park. Der Himmel war heute fast immer bedeckt und so blieben die beiden Schleifen des Colorado River ziemlich trüb. Gutes Fotowetter sieht leider anders aus. So blieb es dann auch bei einem kurzen Besuch, bevor wir unseren Weg zum wichtigsten Zwischenziel des Tages fortsetzten.
Goosenecks State Park

Monument Valley Navajo Tribal Park

Kurz nachdem wir wieder auf der US261 waren, war sie auch schon zu Ende und wir bogen jetzt nach Südwesten auf die US163 ab, auf der wir nach weiteren etwa 40 Kilometern den Abzweig zum Monument Valley erreichten. Am Eingang zum Park gab es dann tatsächlich den ersten kleinen Stau unserer Tour. An Besuchern mangelt es den Navajo hier definitiv nicht. Nachdem wir unsere 10 Dollar Eintritt gezahlt hatten – die Nationalpark-Jahreskarte gilt hier nicht – ließen wir den Parkplatz links liegen und begaben uns direkt auf den 27 Kilometern langen Scenic Drive. Schon am Kassenhäuschen hing ein Warnschild, dass man die Strecke auf eigene Gefahr fährt und sie für normale Limousinen nicht geeignet ist. Diese Warnung sollte man unbedingt ernst nehmen.
Monument Valley
Die wohl bekannteste Felsformation des Monument Valley war gleich am Anfang des Rundweges zu bewundern. Die Felstürme der West Mitten Butte, East Mitten Butte und Merrick Butte hat wahrscheinlich jeder schon mal in irgendeinem alten Western gesehen. Da der Weg meistens breit genug war, hielten wir kurz am Rand, um ein paar Fotos zu machen. Der Wind und mit ihm der in der Luft befindliche Sand trieben uns aber recht schnell wieder zurück ins Auto. Auch im weiteren Verlauf des Rundweges beschränkten wir uns meistens auf den Blick aus dem Fenster. Draußen war es einfach zu ungemütlich.

Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass wir ruhig noch etwas öfter hätten anhalten können. Als Fahrer bekommt man nämlich recht wenig von der Umgebung mit, da der schlechte Zustand der „Straße“ fast immer die volle Aufmerksamkeit erfordert. Aber auch wenn unser SUV keinen Allradantrieb hatte, kamen wir gut wieder zurück zum Parkplatz des Besucherzentrums. Ab dort ging es wieder auf einer asphaltierten Straße weiter – eine Wohltat nach der Holperpiste.
Monument Valley (2)

Navajo National Monument

Wir folgten der US163 und US160 noch ca. 65km weiter Richtung Südwesten, bevor wir zum letzten Zwischenziel des Tages auf die Arizona State Route 564 abbogen. Wir hatten unsere Uhren bereits wieder auf Arizona-Zeit eingestellt, da wir ja Abends in Page, Arizona übernachten wollten. Als wir um 16 Uhr am Navajo National Monument ankamen dachten wir, wir hätten noch eine Stunde Zeit. Leider hatten wir dabei vergessen, dass man in Arizona keine Sommerzeit kennt, die Navajo aber sehr wohl. Das Navajo National Monument liegt – Achtung, Überraschung! – auf Navajo Stammesgebiet und so wurde pünktlich mit unserer Ankunft das Besucherzentrum abgeschlossen, da es genau 17 Uhr war.
Navajo National Monument
Wir wollten gerade wieder fahren, als uns eine Mitarbeiterin auf dem Weg zu ihrem Auto zurief, wir könnten einfach um das Besucherzentrum herumgehen, dort würde der Weg zum Aussichtspunkt beginnen. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und so konnten wir kurze Zeit später einen Blick auf die Betatakin Felsensiedlung werfen. In den Sommermonaten ist es auch möglich, eine rangergeführte Wanderung zu den 200 Meter tiefer gelegenen Ruinen zu machen. Da die Wanderung aber ungefähr 5 Stunden dauert, hätten wir dafür sowieso keine Zeit gehabt, weil es mittlerweile schon halb 6 war. Nach ein paar Minuten am Aussichtspunkt machten wir uns auf den Rückweg zum Auto. Die nächsten Kilometer auf der Straße sollten noch einmal spannend werden.

Anstatt den Weg, den wir gekommen waren, zurück zur US160 zu fahren, um von dort auf die US98 Richtung Page abzubiegen, hatten wir uns für den kürzesten Weg entschieden: Es ging auf der Indian Route 221 quer durch die Einöde. Ab und zu waren kurze Stücke der Straße tatsächlich asphaltiert, der größere Teil bestand aber einfach nur aus Sand. Spätestens hier hätte ich mir Allradantrieb gewünscht, denn besonders am Rand war der Sand schon grenzwertig tief. Nach 16 Kilometern war das schlimmste Stück dann geschafft und die nächste Indian Route war wieder durchgängig asphaltiert. Die letzten 95km auf der US98 spulten wir dann wieder entspannt ab.

Page, Arizona

Um zu unserem Hotel zu kommen, mussten wir einmal quer durch die Stadt. Das war recht praktisch, da wir uns so schon einmal grob orientieren konnten. Die Aufteilung war recht simpel: Kirche, Kirche, Kirche, Kirche, Motel, Motel, Motel, Motel, Fast Food, Fast Food, Fast Food, Fast Food. Verhungern sollten wir also schon mal nicht.
Marriott Courtyard Page
Dank des erneuten Zeitzonenwechsels kamen wir schon um kurz nach 19 Uhr am Hotel an. Unser Zimmer war geräumig und mit 2 Doppelbetten ausgestattet. Auch die restliche Zimmereinrichtung ließ keine Wünsche offen, alles war sauber und für unsere Ansprüche schon recht edel eingerichtet. Wir machten uns kurz frisch und fuhren dann direkt noch mal zurück in die Stadt. Zwischen den ganzen Kirchen, Motels und Fast Food Läden hatten wir nämlich auch wieder einen Safeway entdeckt. Dort füllten wir erneut unsere Vorräte auf und aßen anschließend noch einen Happen bei Subway. Auf dem Weg zurück wurde noch kurz der Tank aufgefüllt, bevor wir den Abend im Hotel ausklingen ließen.

Alle Zeitraffer-Videos des Tages

(17) Blanding – Mule Canyon
(18) Mule Canyon – National Bridges NM
(19) National Bridges NM (1)
(20) National Bridges NM (2)
(21) National Bridges NM – Goosenecks State Park
(22) Goosenecks State Park – Monument Valley
(23) Monument Valley Scenic Drive
(24) Monument Valley – Navajo National Monument
(25) Navajo National Monument – Page