Keine Angst, das Blog ist nicht tot. Es kommt nur gerade alles zusammen: Schreibfaulheit, Sommermüdigkeit und zu viele andere Dinge zu tun, die im Moment Vorrang haben. Aber versprochen: Die Reiseberichte werden noch bis zum Ende der Reise fortgesetzt. Schließlich ist das auch für mich mein persönliches Reisetagebuch. Und da dürfen Las Vegas, Death Valley oder der Besuch auf der USS Midway natürlich nicht fehlen. Also habt einfach noch etwas Geduld, spätestens wenn es wieder kühler wird und die Tage kürzer werden, komme ich sicher auch wieder zum schreiben.

Montag, 20. Mai 2013

Bryce Canyon National Park

Heute stand ein ganzer Tag im Bryce Canyon auf dem Programm. Da alle Aussichtspunkte vom Parkeingang aus gesehen links der Straße lagen, fuhren wir erst die komplette Bryce Canyon Park Road (Zeitraffer) bis zum letzten Aussichtspunkt. Von dort arbeiteten wir uns zurück und konnten so einfacher die Parkplätze anfahren, die sich nun alle rechts der Straße befanden.
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Sonntag, 19. Mai 2013

Kanab – Bryce Canyon City

Auch heute hatten wir wieder nur eine kurze Etappe vor uns. Die kürzeste Route zum Bryce Canyon hätte nur ungefähr 2 Stunden gedauert. Das ließ erneut genügend Freiraum, um unterwegs etwas vom Weg abzuweichen. So wollten wir uns den Color Pink Sand Dunes State Park und das Cedar Breaks National Monument auf über 3000 Meter Höhe anschauen. (mehr …)

Samstag, 18. Mai 2013

Page – Kanab

Kanab, unser Tagesziel, lag auf direktem Weg nur 120km entfernt. Da wir bis jetzt aber eigentlich nie den direkten Weg zu einem Ziel gewählt hatten, sollten wir auch heute nicht damit anfangen. Der ursprüngliche Plan, Page auf der US89 Richtung Süden zu verlassen und dann über die US89A Richtung Kanab zu fahren, hätte uns am Marble Canyon und mit einem weiteren “kleinen” Abstecher am Grand Canyon North Rim vorbeigeführt. Dieser Plan wurde aber schon vor Reiseantritt durch einen massiven Erdrutsch auf der US89 vereitelt. Die Beschädigungen an der Straße waren so umfangreich, dass die Straße selbst jetzt – ein Jahr später – immer noch gesperrt ist. Seit August 2013 gibt es immerhin eine Behelfsstraße, die einem zumindest den ganz großen Umweg erspart. Wir entschieden uns im Mai für die kürzere Alternativroute, auch wenn wir dafür den Marble Canyon streichen mussten. So fuhren wir also über Kanab zum Grand Canyon, um danach wieder zurück nach Kanab zu fahren. Bevor wir Page verließen, machten wir aber noch einen kurzen Abstecher zum Horseshoe Bend. (mehr …)

Freitag, 17. Mai 2013

Blanding – Page

Die heutige Etappe von Blanding nach Page war mit 400km nicht übermäßig lang. Durch einige geplante Ziele sollten wir aber deutlich länger als die reine Fahrtzeit von ungefähr fünfeinhalb Stunden dafür brauchen. Die geplante Route führte uns erst noch ein Stück auf der US191 Richtung Süden, bevor wir dann auf die US95 Richtung Westen abbogen. Bevor wir unser erstes Tagesziel, das Natural Bridges National Monument, erreichten, hielten wir kurz am Mule Canyon, welcher direkt an der Strecke lag. Hier gab es wieder ein klein wenig indianische Geschichte und einen Virtual Cache. Nachdem wir auch noch einen kurzen Blick in den Canyon geworfen hatten, ging es weiter.

National Bridges National Monument

Kachina BridgeAuch bei diesem National Monument fuhren wir wieder über die fast schon obligatorische Loop Road, welche an allen wichtigen Aussichtspunkten vorbeiführt. Am ersten der Aussichtspunkte konnten wir von oben einen kurzen Blick auf die Sipapu Bridge werfen. Der Kachina Bridge am nächsten Halt kamen wir etwas näher, da wir uns hier die Zeit nahmen, zumindest die Hälfte des Weges dorthin zu wandern. Als letztes hielten wir an der Owachomo Bridge, bei der wir uns auch wieder mit dem Blick von oben begnügten. Insgesamt war das National Monument zwar ganz nett, aber sicherlich kein Ersatz für den Arches National Park, der in unserem Zeitplan dieses Mal leider keinen Platz mehr gefunden hatte.

Moki Dugway und Goosenecks State Park

Von den Natural Bridges aus ging es jetzt auf dem “Trail of the Ancients” – auch bekannt als US261 – Richtung Süden. Nach ungefähr 60km passierten wir dieses nicht zu übersehende Warnschild und sahen uns einem beeindruckenden Ausblick gegenüber.
Moki Dugway Warnschild
An der fast senkrechten Abbruchkante der Cedar Mesa hat man hier von oben einen wunderbaren Blick auf die 330 Meter darunter liegende Ebene des Valley of the Gods. Für die nächsten 5 Kilometer hatte das Schild dann auch nicht zu viel versprochen: Es ging eine für amerikanische Verhältnisse enge, unbefestigte Straße entlang, die uns mit vielen Spitzkehren nach unten brachte. In den Spitzkehren bleibt aber meistens noch genug Platz, um zwischendurch einmal anzuhalten und ein paar Fotos zu machen – oder auch einen Geocache (GC10400) zu suchen.
Moki Dugway
Unten angekommen, bogen wir schon nach wenigen Kilometer wieder von der Hauptstraße ab und machten noch einen Abstecher zum Goosenecks State Park. Der Himmel war heute fast immer bedeckt und so blieben die beiden Schleifen des Colorado River ziemlich trüb. Gutes Fotowetter sieht leider anders aus. So blieb es dann auch bei einem kurzen Besuch, bevor wir unseren Weg zum wichtigsten Zwischenziel des Tages fortsetzten.
Goosenecks State Park

Monument Valley Navajo Tribal Park

Kurz nachdem wir wieder auf der US261 waren, war sie auch schon zu Ende und wir bogen jetzt nach Südwesten auf die US163 ab, auf der wir nach weiteren etwa 40 Kilometern den Abzweig zum Monument Valley erreichten. Am Eingang zum Park gab es dann tatsächlich den ersten kleinen Stau unserer Tour. An Besuchern mangelt es den Navajo hier definitiv nicht. Nachdem wir unsere 10 Dollar Eintritt gezahlt hatten – die Nationalpark-Jahreskarte gilt hier nicht – ließen wir den Parkplatz links liegen und begaben uns direkt auf den 27 Kilometern langen Scenic Drive. Schon am Kassenhäuschen hing ein Warnschild, dass man die Strecke auf eigene Gefahr fährt und sie für normale Limousinen nicht geeignet ist. Diese Warnung sollte man unbedingt ernst nehmen.
Monument Valley
Die wohl bekannteste Felsformation des Monument Valley war gleich am Anfang des Rundweges zu bewundern. Die Felstürme der West Mitten Butte, East Mitten Butte und Merrick Butte hat wahrscheinlich jeder schon mal in irgendeinem alten Western gesehen. Da der Weg meistens breit genug war, hielten wir kurz am Rand, um ein paar Fotos zu machen. Der Wind und mit ihm der in der Luft befindliche Sand trieben uns aber recht schnell wieder zurück ins Auto. Auch im weiteren Verlauf des Rundweges beschränkten wir uns meistens auf den Blick aus dem Fenster. Draußen war es einfach zu ungemütlich.

Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass wir ruhig noch etwas öfter hätten anhalten können. Als Fahrer bekommt man nämlich recht wenig von der Umgebung mit, da der schlechte Zustand der “Straße” fast immer die volle Aufmerksamkeit erfordert. Aber auch wenn unser SUV keinen Allradantrieb hatte, kamen wir gut wieder zurück zum Parkplatz des Besucherzentrums. Ab dort ging es wieder auf einer asphaltierten Straße weiter – eine Wohltat nach der Holperpiste.
Monument Valley (2)

Navajo National Monument

Wir folgten der US163 und US160 noch ca. 65km weiter Richtung Südwesten, bevor wir zum letzten Zwischenziel des Tages auf die Arizona State Route 564 abbogen. Wir hatten unsere Uhren bereits wieder auf Arizona-Zeit eingestellt, da wir ja Abends in Page, Arizona übernachten wollten. Als wir um 16 Uhr am Navajo National Monument ankamen dachten wir, wir hätten noch eine Stunde Zeit. Leider hatten wir dabei vergessen, dass man in Arizona keine Sommerzeit kennt, die Navajo aber sehr wohl. Das Navajo National Monument liegt – Achtung, Überraschung! – auf Navajo Stammesgebiet und so wurde pünktlich mit unserer Ankunft das Besucherzentrum abgeschlossen, da es genau 17 Uhr war.
Navajo National Monument
Wir wollten gerade wieder fahren, als uns eine Mitarbeiterin auf dem Weg zu ihrem Auto zurief, wir könnten einfach um das Besucherzentrum herumgehen, dort würde der Weg zum Aussichtspunkt beginnen. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und so konnten wir kurze Zeit später einen Blick auf die Betatakin Felsensiedlung werfen. In den Sommermonaten ist es auch möglich, eine rangergeführte Wanderung zu den 200 Meter tiefer gelegenen Ruinen zu machen. Da die Wanderung aber ungefähr 5 Stunden dauert, hätten wir dafür sowieso keine Zeit gehabt, weil es mittlerweile schon halb 6 war. Nach ein paar Minuten am Aussichtspunkt machten wir uns auf den Rückweg zum Auto. Die nächsten Kilometer auf der Straße sollten noch einmal spannend werden.

Anstatt den Weg, den wir gekommen waren, zurück zur US160 zu fahren, um von dort auf die US98 Richtung Page abzubiegen, hatten wir uns für den kürzesten Weg entschieden: Es ging auf der Indian Route 221 quer durch die Einöde. Ab und zu waren kurze Stücke der Straße tatsächlich asphaltiert, der größere Teil bestand aber einfach nur aus Sand. Spätestens hier hätte ich mir Allradantrieb gewünscht, denn besonders am Rand war der Sand schon grenzwertig tief. Nach 16 Kilometern war das schlimmste Stück dann geschafft und die nächste Indian Route war wieder durchgängig asphaltiert. Die letzten 95km auf der US98 spulten wir dann wieder entspannt ab.

Page, Arizona

Um zu unserem Hotel zu kommen, mussten wir einmal quer durch die Stadt. Das war recht praktisch, da wir uns so schon einmal grob orientieren konnten. Die Aufteilung war recht simpel: Kirche, Kirche, Kirche, Kirche, Motel, Motel, Motel, Motel, Fast Food, Fast Food, Fast Food, Fast Food. Verhungern sollten wir also schon mal nicht.
Marriott Courtyard Page
Dank des erneuten Zeitzonenwechsels kamen wir schon um kurz nach 19 Uhr am Hotel an. Unser Zimmer war geräumig und mit 2 Doppelbetten ausgestattet. Auch die restliche Zimmereinrichtung ließ keine Wünsche offen, alles war sauber und für unsere Ansprüche schon recht edel eingerichtet. Wir machten uns kurz frisch und fuhren dann direkt noch mal zurück in die Stadt. Zwischen den ganzen Kirchen, Motels und Fast Food Läden hatten wir nämlich auch wieder einen Safeway entdeckt. Dort füllten wir erneut unsere Vorräte auf und aßen anschließend noch einen Happen bei Subway. Auf dem Weg zurück wurde noch kurz der Tank aufgefüllt, bevor wir den Abend im Hotel ausklingen ließen.

Alle Zeitraffer-Videos des Tages

(17) Blanding – Mule Canyon
(18) Mule Canyon – National Bridges NM
(19) National Bridges NM (1)
(20) National Bridges NM (2)
(21) National Bridges NM – Goosenecks State Park
(22) Goosenecks State Park – Monument Valley
(23) Monument Valley Scenic Drive
(24) Monument Valley – Navajo National Monument
(25) Navajo National Monument – Page

Donnerstag, 16. Mai 2013

Mesa Verde National Park

Heute stand ein Besuch im Mesa Verde National Park auf dem Plan. Danach sollte es noch nach Blanding weitergehen, um am nächsten Tag schon ein paar Kilometer weniger zu fahren zu haben. Da das Besucherzentrum des Nationalparks bereits um 8 Uhr öffnet, starteten wir entsprechend früh am Motel. Vorher ließ ich mir aber die Gelegenheit nicht nehmen, auch den Bundesstaat Colorado in meiner Geocachingstatistik zu erfassen. 50m neben unserem Motelzimmer fand sich passenderweise ein einfacher Traditional Cache GC48CVN, der vor der Abfahrt noch schnell geloggt wurde.
Mesa Verde NP Visitor Center (mehr …)

Mittwoch, 15. Mai 2013

Grand Canyon nach Mancos

Nach der anstrengenden Wanderung von gestern stand heute hauptsächlich eine lange Autofahrt auf dem Plan. Unser nächstes Ziel war Mancos im äußersten südwestlichen Zipfel von Colorado. Mancos selbst bietet zwar nichts spektakuläres, eignet sich aufgrund seiner günstigen Lage zum Mesa Verde National Park aber sehr gut als Übernachtungsstation.
Da unser Hotel in Tusayan lag, ging es heute Morgen wieder am Südeingang in den Park, um ihn auf dem East Rim Drive noch einmal komplett bis zum östlichen Eingang zu durchfahren. Die Strecke kannten wir ja bereits von der Hinfahrt, so dass wir alle Aussichtspunkte links liegen ließen. Sicherlich wäre es morgens noch mal wieder ein ganz neues Farbenspiel gewesen, aber wir hatten knapp 700km Fahrt mit einem National Monument auf dem Weg vor uns, daher verzichteten wir darauf, um nicht erst mitten in der Nacht in Mancos anzukommen. An der Kreuzung von US64 und US89 tankten wir noch ein letztes Mal, bevor es in mehr oder weniger unbewohnte Gegenden ging.

Nach ein paar Kilometern auf der US89 und US160 ging es dann rechts ab auf die US264 ins Niemandsland. Die Autos, die uns auf den ersten 100km entgegen kamen, konnte man an einer Hand abzählen und auch in unserer Richtung war nichts los. Weder mussten wir überholen noch wurden wir überholt. Irgendwann war dann auch der Punkt erreicht, an dem die UKW-Sender aussetzten, weil wir außerhalb der Sendereichweite waren. Der einzige empfangbare Sender war ein Mittelwellensender, auf dem indianische Stammesgesänge liefen. Das war aber gar nicht so unpassend, immerhin fuhren wir gerade mitten durch Navajo-Land und es hätte mich nicht sehr gewundert, wenn plötzlich ein Indianer auf dem Pferd neben uns hergeritten wäre. Erst als wir nach knapp 200km Richtung Norden abbogen, gab es wieder nennenswert mehr Verkehr. Die US191, auf der wir jetzt die letzten 50km bis Chinle zurücklegten, ist eine der wenigen Verbindungsstraßen zwischen der I40 im Süden und der I70 im Norden.

Canyon de Chelly National Monument

Nach ungefähr 400km Fahrstrecke erreichten wir Chinle und damit auch das Canyon de Chelly National Monument. Nach der gestrigen Mammutwanderung ließen wir es heute ruhig angehen und fuhren nur die Aussichtspunkte ab. Wir starteten am Spider Rock Overlook, der am Ende des ungefähr 25km langen South Rim Drive (ja, der heißt hier genauso wie am Grand Canyon) liegt. Es bedurfte allerdings einigem guten Zureden, um Frau Kescherbande aus dem Auto auf den 150m langen Weg zum Aussichtspunkt zu bekommen, da sie von gestern noch ordentlich Muskelkater hatte. Bei mir hielten sich die Nachwirkungen zum Glück in Grenzen.
Canyon de Chelly - Spider Rock

Spider Rock – zwei etwa 240 Meter hohe Felsnadeln sind das Wahrzeichen des Canyon de Chelly. In der Mythologie der Navajo sind die Kuppen der Wohnort der Spinnenfrau (Spider Woman). Nach den Stammesmythen brachte sie den Menschen die Kunst des Webens bei und wird dafür noch heute verehrt, sie soll aber auch kleine ungehorsame Kinder verschlingen. (Die weißen Gipfel sind der Überlieferung nach die Gebeine der Kinder) Quelle: Wikipedia.

Uns hat der Spider Rock tatsächlich auch ein wenig an eine Spinne erinnert, denn er steht direkt an der Kreuzung mehrerer Canyons – wie die Spinne im Netz.
White House Ruins
Auf dem Rückweg vom Spider Rock hielten wir noch an einigen anderen Aussichtspunkten, unter anderem am White House Overlook. Wären wir nicht noch kaputt von gestern gewesen, hätte es hier die einzige Gelegenheit gegeben, das Innere des Canyon ohne einen Navajo-Führer zu erkunden. Der Weg zu den White House Ruins (Foto oben) und zurück ist ungefähr 5km lang und überwindet dabei ca. 180m Höhenunterschied zwischen Canyonrand und dem Canyonboden. Unten angekommen kann man die Ruinen dann noch etwas besser sehen, als es uns von oben möglich war. Im Gegensatz zum Wupatki National Monument, wo man teilweise durch die Überreste der Gebäude gehen durfte, ist hier das Betreten der Ruinen allerdings verboten. Als wir wieder zurück am Besucherzentrum waren, wechselten wir dort auf die State Route 64 Richtung Nordosten, die gleichzeitig der North Rim Drive des Canyons ist. Da es mittlerweile schon kurz vor 16 Uhr war und wir noch gut 250km zu fahren hatten, ließen wir dort aber alle Aussichtspunkte aus. Unsere Route weiter über die Indian Routes 12 und 13 war zwar die kürzeste, aber gleichzeitig nicht die schnellste Route. Sie hatte aber den für mich als Statistikcacher entscheidenden Vorteil, durch New Mexico und auch noch direkt an einem Earthcache vorbei zu führen. Am Abzweig auf die Indian Route 13 tankten wir erst noch einmal voll, bevor es weiter ins Niemandsland ging.

Die Indian Routes sind von der Klassifizierung am Ehesten mit unseren deutschen Kreisstraßen vergleichbar. Es ging in engen Serpentinen bergauf und bergab und die Strecke war insgesamt eine angenehme Abwechslung zu den sonst häufig schnurgeraden Bundesstraßen. Am Shiprock, dem Earthcache, beschränkte ich mich aufgrund des leichten Sandsturms, in dem wir uns seit der Staatsgrenze von New Mexico befanden, auf ein schnelles Beweisfoto. Es war mittlerweile kurz vor 18 Uhr, wir hatten noch ungefähr eine Stunde Fahrt vor uns und da Mancos in einer anderen Zeitzone liegt als unser Startort, wurde uns hier noch eine weitere Stunde “geklaut”, so dass wir am Ende gegen halb 9 im Motel in Mancos ankamen. Vorher hatten wir in Cortez noch einen kurzen Einkaufsstopp eingelegt, da wir dort gerade an einem Safeway vorbeigekommen waren. Die Kundenkarten zeigten Wirkung.
Nach den großen Kettenhotels der letzten Tage waren wir in Mancos zum ersten Mal in einem kleinen familiengeführten Motel. Und was soll ich sagen: Die Bewertungen bei Tripadvisor haben nicht zu viel versprochen. Das Zimmer war einfach aber praktisch eingerichtet und sehr sauber. So fielen wir dann kurze Zeit später erschöpft ins noch frisch nach Weichspüler riechende Bett.

Immer noch Dienstag, 14. Mai 2013

Grand Canyon – Bright Angel Trail

12:45 Uhr – Aufstieg

Den letzten Blogbeitrag hatte ich mit der Pause in Indian Garden beendet. Aber irgendwann musste auch die schönste Pause zu Ende gehen. Die Mittagszeit ist definitiv nicht die beste Zeit, um den Rückweg zu starten, aber wir wollten trotz vorhandener Taschenlampe nicht das Risiko eingehen, nach Sonnenuntergang gegen 19:30 Uhr noch unterwegs zu sein. Die Informationstafeln am Wegesrand raten dazu, für den Aufstieg mindestens 2-3 mal so viel Zeit einzuplanen, wie für den Weg hinunter. 2 Stunden 15 Minuten hatten wir auf dem Hinweg ohne nennenswerte Pausen gebraucht, also gingen wir für den Weg zurück nach oben von ca. 5-7 Stunden aus, so dass wir es auch im schlechtesten Fall gerade noch bei Tageslicht schaffen sollten. (mehr …)

Dienstag, 14. Mai 2013

Grand Canyon – Bright Angel Trail

Bright Angel TrailheadHeute stand einer der Höhepunkte des Urlaubs auf dem Programm. Wir wollten uns früh um 6:30 Uhr auf den Weg in den Grand Canyon machen und 20km auf dem Bright Angel Trail bis zum Plateau Point und zurück wandern. Obwohl wir unser Gepäck (hauptsächlich Essen und Wasser, viel Wasser) schon am Abend vorher vorbereitet hatten, schafften wir es natürlich nicht, pünktlich zur selbst gesetzten Zeit am Startpunkt zu sein. Auf dem Weg zum Parkplatz hielten uns dann noch ein paar Wapitihirsche auf, die es anscheinend richtig toll fanden, halb auf der Straße herumzustehen. Da der normale Wanderparkplatz wegen Bauarbeiten gesperrt war, mussten wir auch noch etwas weiter entfernt parken und so starteten wir mit ungefähr 50 Minuten Verspätung in unser Tagesabenteuer.

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Montag, 13. Mai 2013

Grand Canyon South Rim – East Rim Drive

Von Osten kommend hat man entlang des East Rim Drives eine Reihe von Aussichtspunkten zur Auswahl. Wir begannen gleich mit dem ersten und bogen wenige Meter nach der östlichen Eingangsstation direkt auf den großen Parkplatz des Desert View ab. Hier gibt es neben einem Souvenirshop auch einen Aussichtsturm, weshalb dieser Aussichtspunkt besonders beliebt ist. Wenige Meter Fußweg später hatten wir den Canyonrand erreicht und was wir sahen, lässt sich für mich schwer in Worte fassen. Der erste Blick in den Grand Canyon war einfach nur überwältigend. Die Weite, Tiefe und schiere Größe, die Farben, die Felsformationen. Auch ein Bild kann das alles nur begrenzt einfangen.
Grand Canyon Desert View
Nach diesem ersten Blick in den Canyon folgten wir weiter der Straße Richtung Westen. Navajo Point, den höchsten Aussichtspunkt am Südrand des Grand Canyon, Lipan Point und Moran Point ließen wir aus und hielten erst wieder am Grandview Point. Der Parkplatz hier war deutlich kleiner, aber wir hatten Glück und erwischten schon in der zweiten Umrundung eine freiwerdende Lücke. Die Fluktuation ist hier nicht so groß, da am Grandview Point auch der gleichnamige Wanderweg, der Grandview Trail, beginnt und somit viele der Autos zu Wanderern gehören, die hier für eine Tageswanderung parken. Ohne es richtig zu merken, hatten auch wir uns schon ein paar Meter auf den Weg ‘verirrt’, als wir versuchten, uns den Touristenmassen, die sich in unmittelbarer Nähe des Parkplatzes sammelten, zu entziehen. Wir hätten durchaus Lust gehabt, noch ein wenig weiter zu wandern, aber da uns am nächsten Tag der Bright Angel Trail mit knapp 2000 Höhenmeter erwartete, kehrten wir nach wenigen hundert Metern wieder um, um unsere Kräfte zu schonen.
Grand Canyon Desert View 2
Der nächste in den offiziellen Karten eingezeichnete Aussichtspunkt am East Rim Drive wäre jetzt Yaki Point gewesen. Wenn man Zeit und Lust hat etwas zu wandern und nicht gerade in der Hauptsaison unterwegs ist, kann man aber auch schon vorher noch einmal anhalten. Kurz hinter Kilometerstein (bzw. Meilenstein) 244 befindet sich rechts der Straße ein kleiner nicht asphaltierter und nicht ausgeschilderter Parkplatz versteckt im Wald. Von hier sind es noch ungefähr 1,5km ohne nennenswerte Höhenunterschiede zu Fuß durch den Wald bis zum Shoshone Point. In der Hauptsaison kann man die Örtlichkeit bei der Parkverwaltung für Hochzeiten und andere Feste mieten, wodurch der Zugang gar nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. In der Nebensaison ist hier aber normalerweise nichts los, so dass dies wohl einer der wenigen Orte am South Rim des Grand Canyon ist, an denen man den Touristenmassen mal entkommen kann. Wir trafen auf dem Weg und vorne am Aussichtspunkt ganze 3 andere Wanderer. Als wir wieder zurück am Auto waren, war es bereits kurz vor 17 Uhr und so fuhren wir erst mal ohne Stopps zum Hotel weiter, da wir heute Abend noch eine Verabredung hatten.
Unser Hotel war das Best Western Grand Canyon Squire Inn in Tusayan, nur wenige Kilometer außerhalb des Nationalparks. Hier bezogen wir unser gepflegtes Doppelzimmer für die nächsten zwei Nächte. Nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten, nahmen wir dank freiem Hotel-WLAN schnell Kontakt zu meiner Nichte und ihrem Freund auf, die auf ihrer eigenen USA-Tour zufällig auch gerade hier vorbei kamen. Da sie nur 2 Hotels weiter übernachteten, trafen wir uns kurzerhand auf dem Parkplatz und fuhren dann gemeinsam zurück in den Park, um den Sonnenuntergang am Mather Point zu sehen. Hier war es erwartungsgemäß wieder deutlich voller, da sich dieser Aussichtspunkt in unmittelbarer Nähe zum Hauptbesucherzentrum befindet.
Abendstimmung Mather Point
Der Versuch, später am Abend noch Nachtaufnahmen mit schönem Sternenhimmel zu machen, wurde leider durch hereinziehende Wolkenfelder vereitelt. Die einzigen Leuchtpunkte, die sich zeigen wollten, waren einige verwegene Wanderer, die mit Taschenlampen ihren Weg zur Phantom Ranch unten am Colorado River suchten. Anschließend ging es wieder zurück nach Tusayan, wo wir uns noch eine kleine Pizza zu Grand-Canyon-Preisen genehmigten, um uns für die am nächsten Morgen startende 20km-Wanderung zu stärken.

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