Wieviel Öffentlichkeit verträgt Geocaching?

Tagespresse, Wochenblätter, Rundfunksendungen, TV-Reportagen. Es vergeht fast kein Tag, an dem nicht mindestens in einem Medium über Geocaching berichtet wird. Dazu kommen dann noch die diversen Volkshochschulen und Event-Veranstalter, die auch nicht hinten an stehen wollen. Ich frage mich seit längerem, ob das ein Zustand ist, der sich positiv auf unser Hobby auswirkt.

Als ich 2005 mit Geocaching begonnen habe, war es ein Hobby, das sich in meiner Wahrnehmung fast ausschließlich durch Mundpropaganda verbreitet hat. Vereinzelte Berichterstattung gab es zwar hier und da mal, aber bei weitem nicht in dem heutigen Ausmaß. Zum Geocaching kam man häufig durch Mundpropaganda oder bereits vorhandene ähnliche Hobbies, wodurch es schon eine gewisse Filterung der „Interessenten“ gab.

Die verstärkte Berichterstattung, tatkräftig unterstützt durch die stetig steigende Verfügbarkeit von GPS-Empfängern (mittlerweile selbst in Mobiltelefonen), drückt seit einiger Zeit eine Masse an mehr oder weniger Interessierten in die Gruppe der Geocacher, die der Qualität und der Zukunft des Hobbies Geocaching meiner Ansicht nach nicht zuträglich ist. Dazu sorgen Medienpräsenz und unvernünftige Cacher auch dafür, dass andere Interessengruppen wie Jäger, Höhlenforscher oder Naturschützer vermehrt auf Geocaching aufmerksam werden, was nicht wirklich unser Ziel sein kann.

Geocaching lebt vom Verstecken. Nicht nur vom Verstecken von Dosen, sondern auch vom versteckten Agieren des Geocachers an sich. Die Heimlichkeit, das unauffällige Finden des Verstecks ist für mich immer ein essentieller Teil des Spiels gewesen (und sollte es auch weiterhin bleiben). Gerade unter den „unbedarften“ Neueinsteigern scheint sich das vielfach noch nicht so recht herumgesprochen zu haben. Zu deren Ehrenrettung muss aber auch gesagt werden: Mittlerweile ist „sich unauffällig verhalten“ manchmal gar nicht mehr so einfach, wenn man auf der Straße schon mit „Sie machen bestimmt auch dieses Geocaching, oder?“ angesprochen wird (was wohl auf die erhöhte Medienpräsenz zurückzuführen ist). Erschwerend hinzu kommt dann noch die Mode, Caches an möglichst vermuggelten Orten oder unter Missachtung von Gesetzen zu verstecken, aber das wäre schon wieder einen eigenen Beitrag wert. Solche Cacheverstecke rücken Geocaching häufig ins Rampenlicht – aber so gut wie nie im positiven Sinne.

Leider findet so ziemlich jeder „Journalist“ über kurz oder lang einen willigen, aber nur in seltenen Fällen kompetenten Interviewpartner. Gerne wird dieser auch über die Deutsche Wanderjugend, den Betreiber von Geocaching.de und Opencaching.de, vermittelt. Deren Engagement sehe ich mittlerweile allerdings eher negativ, da zwischen den Zielen der DWJ und dem, was dem Geocaching gut tut, ein klassischer Zielkonflikt besteht: Die DWJ möchte das Engagement nutzen, um den Bekanntheitsgrad zu steigern, Geocaching dagegen sollte möglichst ohne große Öffentlichkeit ablaufen. Außerdem werde ich den Eindruck nicht los, dass dieses Engagement der erste Schritt auf dem Weg zu einem Geocaching-Verein ist.

Vielleicht regt dieser Artikel ja den einen oder anderen an, sein Verhalten beim Geocaching mal auf die Außenwirkung hin zu betrachten. Bewege ich mich wirklich unauffällig? Sind meine Cacheverstecke so gewählt, dass sie auf legalem Wege zu erreichen sind und die suchenden Cacher möglichst nicht unnötig unter Beobachtung stehen? Braucht Geocaching wirklich noch einen weiteren Medienbericht oder wäre es vielleicht besser, den Journalisten unter Hinweis auf die unzählbaren bereits erschienenen Artikel/TV-Reportagen zu überzeugen, dass ein weiterer Bericht langweilig wäre ;)

29 Gedanken zu „Wieviel Öffentlichkeit verträgt Geocaching?“

  1. Nicht alle neuen Cacher sind doof und legen doofe Caches.

    Irgendwie stimmt’s aber schon. Ständig sieht man irgendwo, dass es einen neuen Bericht im Fernsehn, in der Zeitung oder sonstwo gibt. Zwar waren wir auch schon auf Promo-Tour, aber ob das sehr wirksam war? Einmal waren wir bei ner Ü60-Sendung (Fahr mal hin auf SWR) und einmal sind wir Mitläufer bei einem Zeitungstermin von Team panisa gewesen.

    Vielleicht ist es hier auch schon soweit, bis jetzt habe ich aber noch nicht gesehen, dass Tourismusagenturen mit Geocaching für ihre Region werben. Das gibt’s in den Staaten wohl öfter. Das finde ich schlimmer, denn die locken an Sehenswürdigkeiten, wo sicher viele Muggels rumgammeln.

    Wie auch immer. Solange die Auftraggeber für bereits durchgekaute Themen bezahlen, wird es wohl immer wieder Berichte über’s Geocaching geben…

  2. Ich bin erst seit 2007 Geocacher. Ich bin nur durch einen Bericht in einer Lokalzeitung auf das Geocaching aufmerksam geworden. Mitlerweile sehe ich das mit den Medien allerdings auch kritisch. Wenn Tageszeitungen sogar schon Caches verstecken um einen Bericht zu schreiben, ist das nicht mehr gut. Zumal die den dann nicht pflegen.
    Es wird irgendwann eine Zweiklassengesellschaft bei den Cachern geben. Die Sonntagscacher die viele einfache Founds wollen und halt die Cacher die auch mal 3-4 Stunden in einen Cache, bei höherem Terrain oder Difficult investieren. Und diese Caches sind nicht immer so zu verstecken das sie allen Kritikern gerecht werden.

  3. Hallo
    ich bin selbst seit Ende 2008 mit diesem neuen Hobby beschäftigt und ich bin nicht über die Medien darauf gestossen. Meine ersten 20 Caches habe ich fast ausschliesslich in der Stadt gemacht. Vielleicht war es gerade dieser Umstand, der auf mich den besonderen Reiz des Geocachens ausgemacht hat. Spätere ländliche Caches waren zwar durch ihr landschaftliches Erlebnis nicht weniger reizvoll, allerdings der Reiz des Hebens und Loggen des Caches war deutlich geringer als in der vermuggelten Innenstadt von Basel.

    Die erhöhte Medienpräsenz kann ich so nicht wirklich beobachten, hingegen erhöhte sich meine Wahrnehmung für das Thema, was zu einer subjektiv empfundenen Verstärkung führen kann.

    Gruss ch.radtke

  4. Als ich im Sommer 2007 mit dem Geocaching begonnen habe, war es für mich tatsächlich mit Abstand der größte Spaß zu wissen, dass das ganze heimlich passiert. Das machte die einfachen Tradi-Micros nämlich ziemlich aufregend und erinnerungswürdig.
    Mit der Zeit musste ich jedoch feststellen, dass Geocaching bekannter (geworden) ist, als ich dachte, und dadurch ist dieses Gefühl beim Geocaching leider in den Hintergrund getreten. Schade!

  5. In meiner kleinen Heimatstadt gab es gerade einen großen Bericht über Geocaching mit einigen Cachern.
    Meine Verärgerung darüber wurde mit etwas Erstaunen vernommen (!), von manchen auch einfach ignoriert.
    Daher bin ich froh, hier einen zu meiner Meinung passenden Artikel lesen zu können!

    Speziell bei Newbies sehe ich ein Problem:
    Wer gelangweilt in die Zeitung blickt und nach der eingabe einer URL direkt eine Karte mit den Schatzkisten sieht, geht völlig ahnungslos zum Groundzero und verbrennt möglicherweise das Versteck.

    Wer sich erst ergooglen muss was genau er mit „Geocaching“ mal irgendwo aufgeschnappt hat, der beschäftigt sich wahrscheinlich (zumindest kurz) z.B. mit dem Cachewiki oder anderen Beschreibungen des Hobbys.
    Und von Cachern angefixte Newbies werden in der Regel auch mit dem Basisweissen geimpft.

    Presse ist für Nachwuchs nicht nötig und schadet dem Hobby mehr als es nützt.

    Vielen Dank für diesen Artikel!

  6. Ich bin einer aus der kleinen Stadt der zumindest mit der Presse unterwegs war. Aber ich verstehe Xibalba01 sehr gut. Andererseits gebe ich zu bedenken das die Presse auch dann schreibt wenn sie keinen „kompetenten“ Cacher hat der sie mitnimmt, dann wird eben der nächstbeste genommen und dann kommt ein reißerischer Artikel bei raus der bestimmt mehr Spoiler enthält als man sich vorstellen kann. Daher lieber ein ordentlicher Artikel der entwas gesteuert wird als irgendwas richtig schädliches.

    Aber insgesamtz glaube ich auch das es eher negativ ist wenn so viel Berichtet wird. Wenn ich beobachte weas hioer bei uns gerade an Nachwuchs kommt, dann wird mir angst un bange. Zum Glück kann man viele durch aktives Mitnehmen und Aufklärung zu Cachern machen die wissen was sie tun. Lieber wäre es mir andersherum, Cacher machen selber auf Cachen aufmerksam und können direkt aufklären und helfen.Natürlich muss jeder seine Erfahrungen selber machen, aber Mentoren sind immer gut ;-)

    … und auch ich sage Danke für diesen schön geschriebenen Artikel

  7. Das Geocaching sich weiter ausbreitet, kann man nicht
    verhindern. Daher ist die Comunity gefragt, indem sie
    z.B. Newbies an die Hand nimmt und ihnen zeigt, was
    man alles beachten sollte. Passend dazu gibt es heute
    wieder einen „Newbie-Event“ (für Berlin)!
    Happy caching, Mic@

    PS.
    Da ich geo-Fernsehreportagen sammle, freue ich mich
    über jeden Hinweis :-)

  8. Das Thema „Berichterstattung über´s Cachen“ sehe ich prinzipiell kritisch. „Wirklich Interessierte“ werde auch ohne Berichte in den Massenmedien auf GC.COM finden oder zu GeoClub oder ähnlichen Seiten – so fing´s ja „damals“ auch bei mir an.

    Aber durch den breiten Zustrom an neuen Cachern erhöht sich meiner bescheidenen Meinung nach die Menge der „Deppen“, was zu vermehrt miesen Caches und idiotischen Threads in den Foren führt, zu fast unleserlichen Texten, TBs, die wahllos durch die Gegend geschleppt werden usw.

    Je größer eine Gruppe wird, desto eher paßt sie sich dem statistischen Schnitt durch die Bevölkerung an, was dazu führt, das eben auch die Menge der „bildungsfernen“ bzw. „beratungsresistenten“ Personen zunimmt.

    Just my € 0.02…

  9. Es ist ja bekanntlich alles erlaubt, was nicht verboten ist. Und das ist gut so. Man muß ja nicht alles mitmachen.
    Wer seine Caches nur einer bestimmten Elite zugänglich machen will, kann das ja tun, indem er Mysteries kreiert, die man nur mit ganz speziellem Fachwissen oder sagen wirs gleich: „Elite-Wissen“ findet (ich finde solche Caches zwar unfair gegenüber Anfängern, aber wie gesagt, es ist ja nicht verboten) Einige meiner Verstecke habe ich zu eher schwierigen Multis gemacht) mal liegen die Hürden im Rätsel, mal im sportlichen Bereich, weil die Locations aus Umweltschutzgründen nicht so überlaufen sein sollen oder einfach geheim bleiben müssen (da sie sonst der „deutschen Überall-Sicherheits-Neurose“ zum Opfer fallen könnten.
    Und ich muß sagen – es funktionier wunderbar :-)

  10. Ui, da bin ich jetzt am ursprünglichen Thema „Presse“ bissel vorbeigeschrammt.
    Also wer sich in der Zeitung oder gar im TV als Owner outet – meinetwegen. Aber ich würde (wie fast alle!) meine bürgerliche Identität NIEMALS damit in Zusammenhang bringen.
    Ansonsten wollen Journalisten auch nur ihren gesellschaftlichen Informationsauftrag erfüllen (und davon leben). Was bis jetzt so veröffentlicht wurde, ging doch auch nie zu sehr ins GC-handwerkliche Detail.
    Dem freimaurerähnlich anmaßenden Gehabe mancher „Besser“-Cacher muß man aber eindeutig ne Abfuhr erteilen. GC is zum Glück für alle da, und das weltweit. Oder wollt ihr eine „Mitgliedschaft“ einführen, möglichst nur in direkter Erbfolge, mit Probezeit und Aussteuer…

  11. Die Statistik auf http://www.geocaching-berlin.de/cachestats.html hat mich auch etwas überrascht. Es ist ganz schön was los in Berlin/Brandenburg. Und tatsächlich sind auch einige Neulinge dabei.

    Allerdings denke ich, dass das Hobby doch so komplex ist, dass man spätestens nach einigen DNF’s anfängt sich in das Thema richtig einzulesen. Sonst hat man doch immer das Gefühl irgendwas Grundsätzliches nicht kapiert zu haben. Das Anfänger Fehler machen ist halt so und viele Anfänger bedeuten viele Fehler. Aber man kriegt den Dreh doch schnell raus.

    Ausserdem wird doch in allen Berichten auf die Wichtigkeit des Unauffälligseins hingewiesen. Wenn das hängenbleibt ist doch schon viel erreicht.

    Allerdings denke ich auch, dass es keinen großen Sinn macht, wenn Anfänger Caches verstecken. Die „Super Versteckideen“ relativieren sich doch mit jedem gesuchten gutem Cache.

  12. Hmm …. nur dass wir diese Diskussion auch bereits im Jahr 2005 leider führen mussten -> damals waren Forderungen nach „Führerschein“ und „keine Neulinge“ mehr da.
    Vielleicht sollten sich das mal all jene überlegen, die nach dieser Zeit kamen ….

    Auch mancher „Oldie“ legt einen schlechten Cache, noch mehr „Newbies“ aber bringen neue und frische Ideen mit ein.

    Und grundsätzlich sollten wir froh sein, dass cachen bekannt ist; vor allem dann wenn wir jemand „besonders unauffällig“ durch die Gegend schleicht.

    Und ansonsten wurde ich noch nie von Muggels mit „geocaching machen“ angesprochen – genausowenig beim Joggen oder Bergsteigen. Und wenn dann gibt es halt kurzen Smalltalk und Ende. Wo ist hier das Problem?
    Eher ein Problem ist es, wenn – wie in München mehrmals passiert – die Polizei gerufen wird und diese von diesem Hobby noch nichts gehört hat.

    Für mich ist diese Diskussion eine künstliche Angst – eventuell vor dem Verlust, eine „Elite“ zu sein?

  13. oh Mann, der „Elite-Kram“ ist so abgelutscht das ich immer wieder fasziniert bin das sich noch jemand findet der wieder damit anfängt. Indirekte Unterstellungen sind meist nicht wirklich diskussionsfördernd auch wenn sie unendlich wiederholt werden, Sorry.

    Die künstliche Angst wird z.B. dadurch untermauert das zur Zeit diverse LPCs dicht gemacht werden weil das Bundesamt für Liegenschaften mittlerweile auch mitbekommen hat wer sich da so alles auf ihrem Gelände rumtreibt und damit zu Geocaching.de gegangen ist und das weiter ging zu Geocaching.com. Gut, die Mikrodöschen im Hundehaufen betrifft das sicher nicht, aber um die LPCs find ich es schon schade…

  14. Bin gerade auf den Beitrag aufmerksam geworden und möchte meinen Senf dazu auch noch loswerden.
    Ich habe gerade eine Anfrage vom TV bekommen, ob ich für einen Beitrag zur Verfügung stehen würde. Prinzipiell bin ich auch gegen weitere Berichterstattung über GC. Ich habe eine ganze Weile mit mir gerungen, ob ich mitmache oder nicht.
    Letztlich ist es doch so: Wenn sich ein Journalist / eine Redaktion einen Beitrag in den Kopf gesetzt hat, dann ziehen die das auch durch. Wenn ich absage, wird der nächste gefragt. Irgendeiner findet sich immer. Und ob das dann gut für unser Hobby ist, kann man ja nie wissen.
    Seit ich vor einiger Zeit mal einen Beitrag in einer Zeitung lesen musste, wo es der Owner eines Nachtcaches lustig fand, die Suchenden am Finale mit Knallern zu erschrecken und somit der Eindruck entstand, dass das bei Cachern üblich ist, sage ich mir dann immer, dass es besser ist, wenn ich den Beitrag doch mache.
    Dann kann ich dazu beitragen, dass am Ende etwas vernünftiges rauskommt und unser Hobby halbwegs realistisch dargestellt wird und reißerische Beiträge im Stil von Indiana Jones zu vermeiden.

  15. @Kurt: Schau einfach ins grüne Forum das widerlegt dich sehr schnell… Dort werden Anfragen nach sowas mittlerweile mit Verweis auf GPSMission beantwortet, dahingehend das GPSMission VIEL Neuer wäre und siehe da, die Journalie springt drauf an. Die Begründung „lieber ich als irgendwer der dann Mist berichtet“ hört sich toll an, wirkt aber auf viele nicht wirklich glaubwürdig! Wenn man in die Medien möchte sollte man einfach dazu stehen… Auf die Art des Berichts wirst du eh so gut wie keine Einfluß haben, der Berichterstatter wird sich selber entscheiden wie er es rüberbringen will.

  16. Man darf aber auch nicht vergessen das sowas auch schnell wieder verpufft.

    Will meinen: Meine Schwester hat 10 Caches gemacht, fands auch ganz toll… dabei isses nun aber auch geblieben und ihr Counter steht seit einem Jahr fast still.

    Es schwemmen also in kurzer Zeit relativ viele Neuankömmlinge auf die Plattform, ich gehe aber davon aus das die wenigsten das ganze länger als ein paar Monate machen werden.

    So oder so sehe ich das mit der Presse aber auch etwas kritisch… das Hobby macht doch irgendwann nur noch halb soviel Spaß als würde es jeder kennen.

  17. @D-Buddi: Das man auf einen Bericht keinen Einfluß hat, unterschreibe ich so nicht. Ich habe vor einiger Zeit mal einen Beitrag mit dem hiesigen Lokalfernsehen gemacht. Die Macher des Beitrags hatten am Anfang ganz merkwürdige Vorstellungen vom Cachen und wollten für mich nicht akzeptable Einstellungen drehen. Ich habe denen dann vernünftig erklärt, warum ich dafür nicht zu haben bin. Und siehe da – am Schluß ist ein toller Film draus geworden, der hier in Cacherkreisen sehr gelobt wurde. Man darf nur nicht alles kritiklos mitmachen,dann hat man doch einen gewissen Einfluß auf das Ergebnis. Das ist der Punkt, auf den es ankommt.
    Und bevor ich dem Beitrag zugestimmt habe, habe ich mich mit der Autorin des Beitrags zu einem längeren Gespräch getroffen, den Spieß einfach mal umgedreht und sie gefragt, wie sie sich das Ganze vorstellt. Dann merkt man schnell, ob echtes Interesse dahinter steckt oder nur ein Husch-Husch-Beitrag über ein trendiges Hobby entstehen soll.

  18. Hm, schweres Thema.
    Ich bin ein wenig geteilter Meinung.
    Zum einen haben wir in unserer Ecke eine Menge Neulinge, die mich immer mal wieder in den Wahnsinn treibe, weil sie so auffällig suchen, dass die Polizei kommt oder die Caches weg sind.
    Oder den Weg nicht nehmen – sondern mal kurz quer über den Flugplatz laufen!!!!
    Einige haben grad found geloggt, ohne den Cache in der Hand zu halten – sie haben ihn gesehen, aber heben ist ihnen zu schwierig *grins* Was ich nicht erreiche, kann ich auhc nicht loggen!!!!!!
    Ein anderer Anfänger hat mittlerweile gelernt und legt mittlerweile gute Caches….

    Ich sehe die Handycacher eher als „Bedrohung“ – ich kenne einige, die dann denken, das ist mal eben so ne nette NAchmittagssache ohne Aufwand …

    Zu den Berichten: Es gibt solche und solche Journalisten. Das weiß aber jeder. ich selber habe einen Bericht für die Lokalpresse geschrieben, der auch gedruckt wurde.
    Gute Bericherstattung auch über Randhobbies sind gut.

    Das Hobby Geocaching geht dann vor die Hunde, wenn immer mehr Leute wahllos Dosen irgendwohin schmeißen, oder suchen oder denken, dass Cachen einfach nur hingehen und Dose holen ist.

    Um einen guten Cache zu legen, gehört aber einiges mehr dazu, als mit einem GPS etwas auszumessen und da ne Dose hinzuwerfen!
    Zumal viele denken, einmal messen langt :O)

    Egal – ich hoffe, wir werden nicht überschwemmt von Handy-Cachern, und anderen „Problemfällen“ :O), die dafür sorgen, dass Cachen den Cachern keinen Spaß mehr macht…

  19. Geocaching wird durch die Medien langsam aber sicher zum Massensport. Selbst solche Bücher wie vom Hoecker tragen noch immer dazu bei. Spricht der Autor doch selbst in seinem Buch davon, daß er fast zwanfhaft jedem Muggel bei jeder Gelegenheit von seinem neuen, tollen Hobby erzählen muss und andere gar missioniert.

    Und wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, geht uns das mehr oder weniger auch so. Wie oft liest man in den Logs von Gastachern. Ist ja auch normal, dass man spannende Erlebnisse mit anderen Menschen teilen will, oder sich damit gar profiliert ;-)

    Zurück zum Thema: Es ist was dran am obigen Bericht, keine Frage. Und die Lage beginnt ernst zu werden. Was können wir als Cacher tun, um unsere kostbare Freizeitbeschäftigung zu erhalten?

    Zunächst sollten wir uns an die eigene Nase fassen und beim Legen eines Caches 10mal überlegen ob es an der Stelle sinnvoll ist, und welches Licht das auf unser Hobby wirft. So manches Mal haben mir Reviewer oder die eigene, schmerzliche Erfahrung die Sinne dafür geschärft – und ich lerne noch immer dazu…
    Soviel zur Selbsteinsicht ;-)

    Ein ganz brisantes Thema sind auch für mich die Frischlinge. Wie tritt man denen gegenüber, ohne sich einerseits als Oberlehrer aufzuspielen und andererseits eine spannende Freizeitaktivität nicht gleich mit 1000 Regeln mies zu machen.

    Ich sehe die besten Chancen die Frischlinge auf den Geocaching Webseiten kompetent in die Materie einzuführen. Denn an diesen Webseiten kommen sie ja nicht vorbei. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass Seiten wie Geoaching.com alles easy und problemlos darstellen wollen. Es sollen ja möglichst viele zahlende Premiumuser hängen bleiben. Doch die Zeit ist reif zu erkennen, daß man ohne eine bessere aber nicht zwangsläufig komplizierte Einführung in das Thema Geocaching den Ast absägt auf dem man selbst sitzt. Das fängt z.B. bei Geocaching.com mit einer vernünftigen Übersetzung an. Es fällt auf, daß viele „Logbuch Voll“-Logs in der Foundnote untergebracht sind. Ein Teil ist sicher zu faul, der andere Teil weiss vermutlich mit dem Begriff „niids meintenanze“ nix anzufangen. Nur ein Beispiel von vielen.

    Fazit: Wie können wir Cacher erwirken, daß die Websites etwas tun? Im Softwarebereich ist es nichts ungewöhnliches, daß sich Anwender um die Übersetzung toller Programme kümmern. Wieso bietet man so etwas Groundspeak nicht mal an – mit Unterstützung der Reviewer. Warum werden die Infos von http://www.die-reviewer.info nicht in Groundspeak integriert? Wäre mal ein Anfang und würden das Leben eines Reviewer sicher einfacher machen.

    Fazit: Ohne fundierte Kenntnisse gibt es viel Spielraum für „shit happens“. Beim Fallschirmspringen lasse ich mich ja auch nicht ohne fundierte Ausbildung aus dem Flieger fallen ;-)

  20. ähm Du schreist danach das es zuviel Werbung und Beiträge gibt über Geocachen..
    Meckerst über andere die in den Medien sind oder danach fragen
    mal daran gedacht was Du hier machst?

    WERBUNG fürs Geocachen ;o)

    versteh einer manch Menschen*lach
    Heult nicht rum.. dieses Hobby darf jeder haben..
    Jeder darf ja auch Blogs schreiben die keinen intressieren ;o)

  21. Mit diesem Einwand hatte ich eigentlich schon viel früher gerechnet. Fernseh- und Zeitungsberichte sind aber schon eine andere Kategorie Berichterstattung, die man in Punkto Reichweite mit Blogs, die keinen interessieren, kaum vergleichen kann. Davon abgesehen werden Geocaching-Blogs meistens durch thematisch passende Suchanfragen gefunden. Die Leser haben also sowieso schon einen Bezug zum Geocaching, anders als z.B. bei Tageszeitungen. Da werden dann nämlich die Leute aufgescheucht, die vorher nichts von Geocaching wussten und die auch gar kein Interesse an unserem Hobby haben, weil sie sich dadurch gestört fühlen (das wussten sie bis zum Bericht nur noch nicht). Die negativen Folgen kann man dann regelmäßig (in letzter Zeit wieder gehäuft) in den einschlägigen Foren bewundern, wenn sich mal wieder Konflikte mit Jägern oder Naturschützern häufen.
    Aber das interessiert dich ja nicht, Geocaching ist ja nach eigener Aussage nicht dein Hobby. Scheint in der Familie zu liegen.

  22. Gute Aspekte und vernünftige Beiträge. Meine Erfahrung mit meinen Caches zeigt auch ganz eindeutig:
    Die Heimlichkeit und Exklusivität ist essentiell für das Niveau, die Motivation, und das Erlebniss. Wer’s bestreiten wollte, kann ja in der Fußgängerzone eine Tupperdose mit Müll und Buch aufhalten und zum Loggen anbieten…
    Das folgenreiche Problem für GC sind alle, die entweder das Niveau weiter senken, das fast nicht vorhandene Leistungsprinzip verraten oder die Öffentlichkeit ins Spiel ziehen.

  23. Ich sehe die Entwicklung auch sehr kritisch.
    Mittlerweile suche ich fast nur noch Multis, die eine etwas längere Strecke oder Zeitangabe haben. Ferner bevorzuge ich einsame Gegenden. Multis oder gar Tradis in einer Stadt würde ich nicht machen. So ist man etwas sicher vor den „ich mache heute mal eben 30 caches“ autofahrenden Leuten. Cacher würde ich die nicht nennen.
    Im Umkreis von 500 m um meine Wohnung gibt es 4 caches, die ich alle nicht besucht habe, weil sie an keinem besonderen Ort und an Stellen versteckt sind, wo man auf jeden Fall beim suchen beobachtet wird.

  24. Vor etwa 3-4 Wochen habe ich mit Geocachen bis auf weiteres aufgehört. Von einem „fast nicht vorhandenenen Leistungsprinzip“ kann hier keine Rede sein: Statistikjäger und Punktesüchtige sprechen für sich. Und es sind auch leider oft genug diese Statistikjäger und Cachesüchtigen die den Ruf des Spiels und die Caches gleich mit demontieren.

    Groundspeak sind sicher die letzten, die einer Berichterstattung negativ gegenüber stehen würden. Ich fand diese Geheimnistuerei um das Geocachen immer total albern. Warum soll ich einem Hobby nachgehen, bei dem ich mich outdoor verstecken soll und online im schlimmsten Fall und wie schon oft gesehen, geschützt durch Nicknames total entblössen kann/soll?

    Geocaching ist ein Hobby für Einzelgänger und Naturfreax. Die vielen Dreckscaches und der Statistik-Run machen das Geocachen made, sicher nicht die Neulinge, die noch ganz andere Sorgen haben.

    Man kann ein Spiel wie Geocachen nicht künstlich geheim halten. 1.) ist das unrealistisch und 2.) wären das nur Methoden, um das teilweise verbreitete Flair des „Besonderen“ der selbst ernannten „GC-Eliten“ aufrecht zu erhalten.

    Geocaching steckt in den Kinderschuhen. Man blickt auf vll 7 Jahre Geocaching unter Groundspeak in Deutschland zurück. Über so einen Blog wie diesen hier, werden die Leute in 10 oder 15 Jahren (oder schon viel eher) nur müde lächeln.

    Fazit: gute Bericherstattung…gerne und zu jederzeit, es liegt ja in der Verantwortung der Cacher selbst, wie weit man mit diesem Hobby gehen kann oder eben auch nicht.
    Wenn Du keine Berichterstattung willst oder nur eine zensierte, dann mach doch Deinen eigenen Verein auf.

  25. Ich möchte noch gerne anmerken, dass es mir leider während meiner aktiven Zeit als Geocacherin oft genug aufgefallen ist, dass es unter Geocachern kaum Zusammenhalt gibt.

    Bei diesem Hobby ist sich jeder selbst der nächste.
    Bei diesem Hobby ist sich jeder seiner eigenen Statistik am nächsten. Das fand ich immmer sehr abstossend.

    Das wäre innerhalb einer Vereinsstruktur sicher anders und besser. Ich habe mir oft vorgestellt, wenn Groundspeak eine deutsche Firmae wäre… oh je, oj je.

    Die einzige Möglichkeit aber die ich sehe, um eine konstruktive und angebrachte Berichterstattung zu ermöglichen, wäre tatsächlich die Einrichtung einer ernstgemeinten Presserates oder ähnliches. Dann hast Du in diesem Bereich keine Verwilderung mehr und man kann durch gezielte Pressearbeit die Berichterstattungen souverän steuern.

    Die Leute können mit geschenkter Freiheit eben kaum umgehen, sie haben es kaum gelernt. Dies wird sich aber mit ziemlicher Sicherheit in den nächsten Jahren und Jahrezehnten ändern. Gut so!

  26. Wir Cacher befinden uns eigentlich in einer absurden Situation:

    Einerseits könnten wir positive Publicity gebrauchen, um dem negativen Image (zerstörte Natur, respektloser Umgang mit fremdem Eigentum usw.) entgegenzuwirken. Andererseits müssen wir jegliche Publicity ablehnen, um nicht noch mehr Menschen auf unser Hobby aufmerksam zu machen.

  27. Ich habe erst vor kurzem mit dem Cachen begonnen und zufällig am gleichen Tag einen Bericht auf SAT1 gesehen. Mir hat der Bericht nicht gefallen, da die das Geocachen eher ins lächerliche gezogen haben. Zwei Cacher sind dabei mit Spaten bewaffnet losgezogen, in Gärten von Anreiner eingedrungen und haben behauptet es ist ein Schatz vergraben… :-(

    Totaler Schwachsinn

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