Die deutsche Übersetzung der cacheCon Keynote (mehr Informationen)

(Tom Phillips)
Zum Anfang ein großes Dankeschön an euch alle, es ist schön nach Deutschland gekommen zu sein und zu wissen, dass das Spiel auch hier so wunderbar wächst. Ich denke, der Grund, weswegen Jeremy, Elias and Bryan Roth, die drei Gründer von Groundspeak, wollten, dass ich nach Deutschland komme, war nicht nur zu lernen wie Geocaching sich in Deutschland entwickelt und verändert, sondern auch um euch allen zu danken. Weil ihr es seid, die das Spiel ausmachen. Das Spiel dreht sich um diese Gemeinschaft. Und ich denke die wichtigste Sache sind die “Lackeys”. Ich weiß nicht, wie viele Leute das Wort mit Groundspeak in Verbindung bringen, aber viele Leute wissen, was es bedeutet.

(Publikum)
Wir haben in Deutschland fast dasselbe Wort. Wir wissen es ist ein “ergebener Diener”.

(Tom Phillips)
Ja, genau das meint es. Ich weiß nicht, wie viele Leute wissen, wie Groundspeak angefangen hat. Es ist in dieser Gruppe vermutlich recht bekannt. Das 10jährige Jubiläum, der 10. Geburtstag von Groundspeak erwartet uns am 2. Mai, nächstes Jahr, 2010. Es sind jetzt 10 Jahre. An diesem Tag versteckte Dave Ulmer den ersten Cache in Oregon, den ersten Stash als ein Experiment. Er wollte einfach sehen ob ihn jemand finden konnte, jetzt wo die GPS-Genauigkeit besser war. Und 3 Tage später hatten ihn 3 verschiedene Gruppen gefunden – und damit begann es. Über die nächsten paar Monate wurden 75 Caches versteckt, weil andere Leute die Idee aufgriffen und auch etwas verstecken wollten, anfänglich in den Vereinigten Staaten und dann auch in anderen Ländern. Aber sehr schnell realisierte man, dass es schwer war zu wissen, wer etwas versteckt hatte und wie man herausfindet, wo sich diese Caches befinden.

Mike Teague war der Nächste, der einstieg. Mike versuchte, alle Webseiten zu finden, die in dieser Zeit angelegt wurden, um Cacheverstecke bekanntzugeben und diese Informationen auf einer Webseite zusammenzutragen. Als er damit anfing waren es wie gesagt 75 Caches und es begann, eine große und harte Aufgabe zu werden. Und so kamen Jeremy und Elias auf ihn zu und boten an, in ihrer Freizeit eine Webseite zu erstellen, die es einfach machen würde herauszufinden, was versteckt wurde und selbst etwas zu verstecken und die Informationen darüber zu teilen. Also einfach gesagt Hilfsmittel bereitzustellen, die der Community ermöglichen kreativ zu sein und das Spiel weiterzuführen, wo auch immer es sich hinentwickelt. Und genau diese Idee, ein Diener, ein “Lackey” des Spiels zu sein ist das, worum es sich bei Groundspeak dreht. Wenn wir verstehen können, was ihr als Geocacher tut und welche Arten von Problemen ihr habt und welche Möglichkeiten ihr seht. Wir wollen das hören und wir wollen schauen, ob es etwas gibt das wir tun können, um euch Hilfsmittel zu geben, die es noch einfacher machen. Das ist ein großer Teil unserer Arbeit.

Groundspeak beschäftigt heute 35 Mitarbeiter, im Verlauf der letzten 10 Jahre ist die Firma also auf 35 Mitarbeiter angewachsen. Die drei Firmengründer sind immer noch dabei. Was für euch auch wichtig zu wissen ist: Groundspeak hat niemals Geld von irgendwelchen Firmen, Investoren oder Gesellschaften angenommen. Jeremy, Elias und Bryan begannen eines Tages mit dem Verkauf von T-Shirts. Sie bekamen 144 T-Shirts als Spende und begannen, diese an Geocacher zu verkaufen. Dadurch bekamen sie etwas Geld, mit dem sie ein wenig Web-Entwicklung betreiben konnten. Anfangs war das nur eine ganz kleine Sache, mit der Zeit begann es aber größer und größer zu werden und sie entschieden, dass sie damit Leute Vollzeit beschäftigen wollten. Die Firma hat aber niemals Geld von irgendwem anders angenommen. Sie finanziert sich durch den Verkauf von Problemlösungen. Die Webseite selbst erzeugt kein Geld, sondern nur der Verkauf von Tracking-Codes und Produkten/Dienstleistungen, die das Spiel unterstützen. Und dieses Geld fließt zurück mit dem Ziel, weitere Funktionen/Werkzeuge für die Community zu entwickeln. Die 35 Mitarbeiter von Groundspeak arbeiten also alle an unterschiedlichen Problemen, die von der Community an uns herangetragen wurden. Wir haben also ein Team, das ausschließlich an der Webseite arbeitet. Da geht es um all die Dinge, die die Webseite nützlicher für alle machen.

(Publikum)
Deutsche Übersetzung?

(Tom Phillips)
Was sehr wichtig ist. Unser erster Ansatz den wir versuchten, war Geocaching.de, die sagten, wir werden es übersetzen, wir stellen es gerne zur Verfügung, sofern ihr uns die Daten bereitstellen könnt. So erstellt Bryan Roth, einer unserer Firmengründer, zweimal wöchentlich die Daten für ganz Deutschland und schickt diese an Geocaching.de. Aber sehr schnell merkte man durch das Wachstum des Spiels und die Eigenarten, die es in einigen Gebieten entwickelt, wobei Deutschland ein großes Gebiet ist, dass wir eine bessere Lösung brauchen. Wir brauchten eine Webseite, die mehrsprachfähig ist. Das erste Mal, das Groundspeak so etwas herausbrachte – da GPS jetzt auch in vielen Telefonen verfügbar ist, gab es viele Nachfragen, ob man denn auch mit dem Telefon cachen könnte – war die iPhone-Anwendung, die in Deutsch, Englisch, Französisch und Holländisch verfügbar ist.

(Publikum)
Also auf dem Telefon gibt es das in verschiedenen Sprachen.

(Tom Phillips)
JA. Und das ist auch das Ziel. Es ist wichtig zu wissen, dass dies alle mit Dave Ulmer in Oregon seinen Anfang nahm. Jetzt haben wir 900, bis heute Morgen 903000 Caches in der ganzen Welt, in 223 Ländern und was aufregend ist, ist zu wissen, dass die Vereinigten Staaten eine Menge Caches haben. Nummer 2 in der Welt ist schon Deutschland. Deutschland hat über 100000 Caches. Und es ist eine tolle Sache zu sehen, dass die Geocacher in Deutschland es nicht nur teilen, sondern mit den bereitgestellten Funktionen das Spiel so weiter entwickeln, wie sie es sich vorstellen. Daher ist eines der wichtigen Dinge für mich immer, eine Chance zu bekommen euch zu treffen, eine Chance zum zuhören, welches die Themen sind, die ihr als Probleme seht, als Möglichkeiten, Dinge, an denen wir arbeiten sollten. Und unsere kleine Gruppe von 35 Mitarbeitern in Seattle versucht immer, einige von diesen Problemen zu lösen.

(Publikum)
Ich denke, es gibt wirklich eine Botschaft, die du mit zurück nach Seattle nehmen kannst. Wenn du auf unser heutiges Programm schaust, wirst du sehen, dass ein Schwerpunkt auf OpenStreetMap (OSM) liegt. Die Hälfte des Tages dreht sich um OSM und wenn du einen Blick auf die OSM Statistiken wirft, dann, ich nicht sicher, Deutschland, vielleicht könnte ihr mir helfen, ist Nummer 1 oder Nummer 2 bei der Mitarbeit an OSM. Ist es Nummer 1? Deutschland ist Nummer 1. Wenn wir aber auf Geocaching.com gehen, zeigt ihr uns GoogleMaps und Topo-Maps, aber keinen OSM-Link. Ich denke also, einer der nächsten Schritte sollte wirklich sein, über eine Integration von OSM nachzudenken, damit wir die Karten nutzen können. Und wenn die Jungs Hilfe dabei brauchen, hey, hast du hier im Raum zumindest die ersten Ansprechpartner, die ihr fragen könnt. Wie wir gerade gehört haben ist Deutschland sehr aktiv bei OSM und wenn du irgendwelche Fragen zu Schnittstellen usw. hast, gibt es eine Menge an Foren und so. Also das ist ganz bestimmt die Botschaft.

(Tom Phillips)
Absolut. Und ich denke eine Sache, die für diese Gruppe auch wichtig zu wissen ist, ist, das Deutschland einzigartig ist in der Geocaching-Gemeinschaft, da viele der Diskussionen in Foren außerhalb der Groundspeak-Foren stattfinden. Dadurch kommt es vor, das solche Botschaften uns nicht so schnell erreichen, wie das wünschenswert wäre. Deshalb, noch einmal, diese Beziehungen, Gespräche mit den Reviewern, Gespräche mit wem auch immer, helfen uns, solche Problem zu identifizieren.