Was ist ein guter Cache?

Mit dem neu eingeführten Empfehlungssystem bei Geocaching.com begannen auch wieder die ewigen Diskussionen, was denn ein guter Cache sei. Naturgemäß gehen die Meinungen da sehr stark auseinander, weil die persönlichen Vorlieben doch sehr unterschiedlich sind. Lassen wir die subjektive Einschätzung mal außen vor, was macht dann einen guten Cache aus? Oder besser: Was sollte einen guten Cache unabhängig von persönlichen Vorlieben auszeichnen? Ich zähle einfach mal auf, was mir da so einfällt:

– Der Cache stört andere Naturnutzer nicht.
– Der Cache ist naturverträglich versteckt.
– Der Cache fordert nicht direkt oder indirekt dazu auf, rechtswidrige Handlungen zu begehen.

Hier ließe sich sicherlich noch fröhlich weitermachen, der geneigte Leser ist herzlich eingeladen, es in den Kommentaren auch zu tun, aber für den Anfang reicht das schon. Ich will die einzelnen Punkte auch gar nicht näher ausführen, das würde dann schon wieder zu sehr in eine Belehrung ausarten, was hier und jetzt aber gar nicht das Thema sein soll. Außerdem denke ich, dass jeder halbwegs aufgeklärte Geocacher weiß, worauf ich mit den einzelnen Punkten hinaus will.

Dieser Blogbeitrag soll einfach dazu anregen, einen Cache auch mal aus der Sicht eines Außenstehenden (Förster, Jäger, Naturschutzbeauftragter, Polizei etc.) zu beurteilen. Einige werden jetzt fragen: Wieso? Weil ich denke, das es unsere einzige Chance ist, Geocaching auf lange Sicht weiter ohne größere Beeinträchtigungen als Hobby zu praktizieren.

9 Gedanken zu „Was ist ein guter Cache?“

  1. Gute Frage,
    wie angesprochen kommt es auf die persönlichen Vorlieben an. Ich selber liebe es wenn ich einen liebevoll gebastelten Cache finde. Auch wenn es nur eine Filmdose ist kann es super sein wenn diese in einem super Wirt steckt.

  2. Jeder Jeck is anders und bei deinen Kriterien..:

    – Der Cache stört andere Naturnutzer nicht.
    – Der Cache ist naturverträglich versteckt.
    – Der Cache fordert nicht direkt oder indirekt dazu auf, rechtswidrige Handlungen zu begehen.

    …ist jeder Rastplatz Micro ein toller Cacher, weil er in den meisten Fällen alle 3 Eigenschaften hat.

    Ich finde das sind eher Verhaltensregeln die man beachten sollte und keine Kritierien für einen guten Cache.
    Ok, ein guter Cache sollte die 3 Eigenschaften haben, aber wenn es alles ist was er „bieten“ kann, ist das recht dürftig ;)

    Nun denn.
    Tschö.

  3. Reine Auslegungssache – auch die Definition „gut“. So lange er legal ist, darf die Dose dort liegen.

    Das macht ihn aber nicht zu einem guten Cache. Was andere gut finden, ist mir eventuell zu langweilig und umgekehrt.

  4. Ich stimme Dir zu, dass es wichtig und richtig ist, Cacheowner und -sucher zum Nachdenken anzuregen. Nur stellt sich mir hier schon seit langem die Frage, wie man denn diese nicht-organisierte Masse an Cachern und Ownern erreichen soll.
    Die virale Verbreitung der Botschaft (wie z.B. hier im Blog) erreicht nur den Teil der online-affinen Cacher, für die restlichen kann man nur durch strikte, zentral überwachte Regeln für Qualität sorgen. Wenn ich die aktuelle Entwicklung weiterdenke, könnte evtl. neben der Notwendigkeit der Listing-Reviews auch noch der Vor-Ort-Check hinzukommen…
    Mir gefällt das nur bedingt, da ich Gängelung nicht wirklich mag, aber ich befürchte, dass man nur so bei der Massenentwicklung die Qualität im Griff behalten kann…
    My 2 cent, bitte nicht steinigen ;-)

  5. Das wird jeder anders beantworten. Das siehst du schon bei GV. Was für den einen 4 oder höher ist, ist bei den anderen eine 2 oder noch niedriger. Ich war gestern bei einem total idyllischen Cache und habe ihn mit 3,5 bewertet – das war die höchste Bewertung, die meisten hatten 2 oder weniger gegeben.

    GLG
    Steph

  6. Ich denke die drei Punkte sind das Einstiegskriterium fuer einen Cache.
    Gut wird er erst durch das Erlebnis (Spot, Story, Aufgabe) was er vermittelt, zum Gesamterlebnis wird dann auch das richtige Team und die richtige Zeit mit beitragen.
    Die Sichtweise von aussen ist auch wichtig, nur darf man da nicht den Fehler machen das gleich an aussen abzugeben. Wer keine Position hat wird ueberrannt.
    Langfristig werden wir nicht umhin kommen fuer Struktur zu sorgen intern wie auch nach aussen.

  7. Die von Dir genannten Punkte würde ich als notwendige, aber nicht hinreichende Kriterien ansehen. Man könnte auch sagen, sie gehören zum Katalog der Minimalanforderungen, die JEDER Cache zu erfüllen hat, unabhängig von seinen sonstigen Eigenschaften. Ansonsten hab ich zumindest für mich die Feststellung gemacht, dass ein guter Cache derjenige ist, der bei GCVote eine entsprechend hohe Wertung bekommen hat (genügende Anzahl von Votes vorausgesetzt) und vom Typ her meine Vorlieben bedient. Also eine rein subjektive Angelegenheit.

    Viele Grüße
    Gerald

  8. Und genau das ist der Missstand: Wir sind uns hier (denke ich) einig, dass diese Punkte eigentlich für jeden Cache selbstverständlich sein sollten. Leider sind sie es in der Praxis häufig nicht. Da werden die Bewertungspunkte nämlich vor allem nach dem subjektiven eigenen Geschmack (gegen den ja auch gar nichts einzuwenden ist, wäre schlimm, wenn wir ihn nicht hätten) vergeben. Und das sorgt dann wiederum dafür, dass häufig die Caches viele Empfehlungen (bzw. bei GCVote hohe Bewertungen) erhalten, die den hier genannten Punkten nicht wirklich entsprechen (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel). Aber diese Minimalanforderungen vor die eigenen Vorlieben zu stellen ist halt offenbar uncool.

  9. Das ist so nicht richtig, denn ein Cache bekommt ja nur dann eine positive Bewertung, wenn er die Minimalanforderungen erfüllt. Die sind Grundvoraussetzung. Ein Cache, der diese nicht erfüllt, erhält zumindest von mir mit Sicherheit eine Wertung <3. Und genau da habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine niedrige Bewertung bei ausreichender Zahl an Votes ein ziemlich sicheres Zeichen dafür ist, dass der Cache bereits Mängel in diesen Minimalanforderungen hat.

    Viele Grüße
    Gerald

Kommentare sind geschlossen.