Thor's Hammer

USA Roadtrip – Tag 15 – Bryce Canyon National Park

Montag, 20. Mai 2013

Bryce Canyon National Park

Heute stand ein ganzer Tag im Bryce Canyon auf dem Programm. Da alle Aussichtspunkte vom Parkeingang aus gesehen links der Straße lagen, fuhren wir erst die komplette Bryce Canyon Park Road (Zeitraffer) bis zum letzten Aussichtspunkt. Von dort arbeiteten wir uns zurück und konnten so einfacher die Parkplätze anfahren, die sich nun alle rechts der Straße befanden.
Bryce Canyon Park Entrance
Nacheinander genossen wir so den Ausblick an Rainbow Point, Natural Bridge, Farview Point, Inspiration Point und dem Bryce Point und ließen uns den recht frischen Wind um die Ohren wehen. Über den Ausblick an allen Aussichtspunkten kann ich auch hier nur wieder das schreiben, was ich schon im ersten Artikel über den Grand Canyon geschrieben habe: Die Farben und Formen lassen sich nur schwer in Worte fassen. An Inspiration Point und Bryce Point war es schon recht voll und so waren wir froh, am Sunset Point den Aussichtspunkt hinter uns zu lassen und in den Canyon zu wandern.
Thor's Hammer
Der angedachte Weg durch die Wall Street, einen engen Slot Canyon, war leider gesperrt, da er nach dem Winter noch nicht wieder besuchertauglich war. So wichen wir auf den Navajo Trail aus, der uns an Thor’s Hammer vorbei zum Boden des Canyons führte. Auch hier waren Parkangestellte noch dabei, Winterschäden auszubessern, aber immerhin war der Weg nicht komplett gesperrt. Schon nach wenigen hundert Metern wurde es deutlich leerer und als wir unten ankamen und den Verbindungsweg zur Peekaboo-Loop gingen, waren wir fast ganz allein.
Navajo TrailVerdrehter Baum
Auf dem 4,5 Kilometer langen Rundweg trafen wir nur eine Handvoll anderer Wanderer. Der Weg war abwechslungsreich und es ging selten geradeaus. So schlängelten wir uns in einem stetigen auf und ab durch die faszinierende Landschaft. Hinter jeder Wegbiegung erwartete uns wieder eine neue Facette des Canyons. Mehrfach sahen wir z.B. seltsam verdrehte Bäume in unterschiedlichen Stadien. Bis heute weiß man nicht sicher, wie dieses Phänomen zustande kommt. Die für mich plausibelste der Theorien ist, dass die Bäume durch Erosion immer wieder den Halt verlieren und dadurch ihre Position verändern, um sich anschließend wieder senkrecht auszurichten.
Bryce Canyon Wanderung 1
Hatten wir oben an den Aussichtspunkten noch unsere Windjacken gebraucht, wurde es uns weiter unten im Canyon schnell zu warm, da es hier größtenteils schön windstill war. Ich weiß nicht, wie es auf den anderen Wanderwegen aussieht, aber hier auf der Peekaboo-Loop kommt man den Hoodoos im wahrsten Sinne des Wortes zum Greifen Nahe. Gleichzeitig konnte man aber auch immer wieder den Blick in die Ferne schweifen lassen, auch wenn wir uns hier schon gut 200 Meter unterhalb der Aussichtspunkte des Canyonrands befanden. Das Bild unten zeigt die Wall of Windows, die man nur von der Peekaboo-Loop aus sehen kann. Im Laufe der Zeit werden auch diese Fenster in den Felsen zu einzeln stehenden Hoodoos erodiert sein. An anderen Stellen werden dafür neue Fenster entstehen, wo bis jetzt nur Auswaschungen, aber noch keine kompletten Durchbrüche zu sehen sind.
Bryce Canyon Wall of Windows
Wer mit Kindern unterwegs ist, kann übrigens entlang des Weges an verschiedenen Infotafeln Plaketten abpausen zum Beweis dafür, dass man tatsächlich dort war. Die Bilder können die Junior Ranger dann im Besucherzentrum gegen eine kleine Überraschung eintauschen. Da wir zu alt dafür waren, haben wir uns aufs abfotografieren beschränkt.
Plakette Navajo LoopPlakette Peekaboo LoopPlakette Wall of Windows
We hiked the Hoodoos!