USA Roadtrip – Tag 16 – Vom Bryce Canyon nach Las Vegas

Dienstag, 21. Mai 2013

Vom Bryce Canyon National Park nach Las Vegas

Die heutige Etappe sollte mit ungefähr 400km verhältnismäßig kurz ausfallen. Die geplante Route führte uns direkt durch den Zion National Park. Normalerweise würde man überlegen, den Park zu umfahren, um den Parkeintritt von 25 Dollar pro Fahrzeug zu sparen, der auch bei der Durchfahrt fällig wird. Dank unserer Nationalpark-Jahreskarte fiel uns die Entscheidung für den Weg durch den Park allerdings recht leicht. Und auch wenn der Besuch nur kurz war, haben wir ihn nicht bereut.

Zion National Park

Zion - Shuttle RouteVom Bryce Canyon aus führte uns die Utah State Route 9 zum Osteingang des Parks. Kurz danach machten wir einen ersten Sightseeing-Halt an der Checkerboard Mesa. Wir hatten Glück und erwischten direkt einen freien Parkplatz. Zu unserem Pech ergoss sich allerdings genau in diesem Moment auch eine Busladung Chinesen an den Aussichtspunkt. Ich bin sogar der Meinung, es war dieselbe Busladung, die uns schon im Bryce Canyon erwischt hatte, nur dass wir heute auf keinen Wanderweg flüchten konnten. Darum beließen wir es bei ein paar Fotos und setzten unseren Weg schnell fort.
Die State Route 9, die von Ost nach West durch den Park führt, war so voll, dass teilweise sogar Stop-and-Go angesagt war. Bevor wir zum Besucherzentrum kamen, war eigentlich noch eine kurze Wanderung auf dem Canyon Overlook Path geplant. Die mussten wir aber leider ausfallen lassen, da es am Startpunkt keinen freien Parkplatz gab. Durch den starken Verkehr war es auch nicht möglich zu warten, bis jemand wegfährt, so dass wir direkt durch den Tunnel zum Besucherzentrum fuhren.

Dort ließen wir das Auto stehen und fuhren mit einem der parkeigenen Busse auf dem Zion Canyon Scenic Drive weiter. In der Hauptsaison ist der Weg in den Canyon für private Fahrzeuge gesperrt. Wir entschieden uns für einen kurzen Stopp am „Weeping Rock“, dem weinenden Fels, bevor wir mit dem Bus weiter bis zur Endstation am „Temple of Sinawava“ fuhren. Von dort wanderten wir den „Riverside Walk“ (ca 3,5km / 1,5 Stunden), der am Fluss entlang weiter in den Canyon führt. Und je weiter man in den Canyon hineingeht, desto enger wird er. Am Umkehrpunkt des Riverside Walks weiß man dann, wieso es ab hier „The Narrows“ heißt. Der asphaltierte Weg endet, denn hier ist im Canyon nur noch Platz für den Fluss. Das heißt aber nicht, dass die Wanderung hier zu Ende sein muss. Wenn man genügend Zeit und Ausdauer mitbringt, kann man im Flussbett noch weiter den Canyon hinaufwandern (15km / 8 Stunden).
Zion Narrows
Vielleicht also beim nächsten Mal, wenn Zion nicht nur ein Zwischenstopp auf der Durchreise ist. Mit dem Shuttle ging es nach der Wanderung zurück zum Besucherzentrum und von dort mit dem Auto weiter nach Springdale, direkt vor den Toren des Nationalparks. Dort folgten wir dem Restauranttipp von Foodfreak und machten Mittagspause im Flying Monkey. Und was soll ich sagen, Petra hatte nicht zu übertrieben. Die Pizza war äußerst lecker und so groß, dass wir uns die Reste einpacken ließen, um sie abends im Hotel zu essen.
Springdale - Flying Monkey

Bevor wir unseren Weg nach Las Vegas fortsetzten, machten wir noch einen letzten Abstecher auf das Kolob Plateau, welches zum Teil auch noch zum National Park gehört.

Ab Minute 1:15 des Videos biegen wir auf die Kolob Terrace Road ab und folgen ihr 33 Kilometer bis zum Lava Point Overlook. Von dort hat man noch einmal einen Panoramablick über Zion. Und für die Geocacher gibt es einen Earthcache sowie einen Virtual 🙂
Mittlerweile war es später Nachmittag und es wurde Zeit, sich nun wirklich auf den weiteren Weg zum Tagesziel zu machen. Ungefähr 3,5 Stunden Fahrt lagen noch vor uns. Der größte Teil davon war entspanntes dahinrollen auf der Interstate 15 Richtung Süden. Erst als wir in die Außenbezirke von Las Vegas kamen, nahm der Verkehr etwas zu. Mittlerweile war die Sonne fast untergegangen und die Stadt empfing uns mit ihrem Lichtermeer. Als wir über den Strip zu unserem Hotel fuhren, war schon alles bunt erleuchtet.

Monte Carlo Hotel Resort

Das Hotel sollte eigentlich eins der besten der Reise sein. Leider gab es schon beim Check-In die erste Enttäuschung. Die gebuchte Spa-Suite mit Whirlpool am Fenster und Blick über den Strip war nicht verfügbar. Wie so etwas bei im Voraus bezahlten Buchungen passieren kann, wird mir weiterhin ein Rätsel bleiben. Stattdessen gab es ein Upgrade auf eine Diamond Suite. Größer und auch mit Whirlpool, allerdings nur im Badezimmer. Wäre es nur das gewesen, hätte man vermutlich damit leben können. Wenn man einem Gast schon ein Upgrade anbietet, sollte man auch sicherstellen, dass das neue Zimmer bzw. in diesem Fall die 80 Quadratmeter Suite mit Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Gäste-WC auch sauber ist. Als wir gegen halb 12 ins Bett wollten und die Tagesdecke vom Bett nahmen, sahen wir fleckige und löchrige Bettwäsche und Laken. Auch einige der Handtücher im Bad wiesen Löcher und undefinierbare Flecken auf, wie sich kurze Zeit später herausstellte. Der einzige Lichtblick an diesem Abend war der Zimmerservice, der wenige Minuten nach unserem Anruf kam und die Betten neu bezog. Trotzdem darf so etwas eigentlich gar nicht erst passieren und gerade bei den Suiten hätte ich auch in einem 3000-Betten-Hotel etwas mehr Sorgfalt erwartet. Aber anscheinend hatten wir heute ausnahmsweise mal die Niete gezogen.
Las Vegas - Monte Carlo