USA Roadtrip – Tag 18 – Death Valley

Donnerstag, 23. Mai 2013

Von Las Vegas nach Ridgecrest

Unsere Zeit in Las Vegas war vorbei und ich könnte nicht sagen, dass uns der Abschied besonders schwer fiel. Wie schon im letzten Artikel geschrieben sind wir beide keine Großstadtfreunde.
Unser heutiges Tagesziel war Ridgecrest. Da gibt es nichts besonderes zu sehen, aber es lag günstig an unserer geplanten Route nach Los Angeles, um dort noch mal eine Übernachtung einzulegen. Von Las Vegas nach Los Angeles hätte man ohne Umwege natürlich problemlos an einem Tag fahren können, aber wir wollten noch einen Abstecher ins Death Valley machen. Also ging es auf der Nevada State Route 160 erstmal Richtung Westen.

In Pahrump wurde noch einmal vollgetankt und dann bogen wir Richtung Shoshone ab, um von dort über die Jubilee Pass Road und später dann die Badwater Road von Süden in den Nationalpark zu fahren. Nicht weit hinter Pahrump war der Kamera dann mal wieder zu warm, so dass das oben eingebundene Video das einzige von der heutigen Etappe blieb. Kurz bevor wir mit Badwater Basin den tiefsten Punkt Nordamerikas erreichten, mussten wir noch einen unfreiwilligen Zwangsstop einlegen. Drei Kojoten trotteten in aller Seelenruhe über die Straße und ließen sich nicht von uns stören.
Badwater BasinWenig später waren wir dann aber 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel angekommen. Leider waren nicht nur wir hier, sondern auch Busladungen von Touristen, was uns nach dem obligatorischen Foto (oben) wiederum zu einer schnellen Weiterfahrt animierte. Der nächste Punkt an der Strecke war der Natural Bridge Canyon. Hier waren wir wieder herrlich allein, denn weder die Anfahrt zum Parkplatz auf einer extrem holprigen Straße noch die anschließende Wanderung vom Parkplatz zur Natural Bridge sind etwas für den durchschnittlichen Bustouristen. Erst als wir uns gerade wieder auf den Rückweg machten, kamen uns zwei andere Wanderer entgegen.
Natural Bridge CanyonAuf dem Weg Richtung Besucherzentrum machten wir noch einen kurzen weiteren Stopp am Devil’s Golfcourse. Hier kann man durch Wind und Wetter interessant geformte Salzformationen sehen.
Furnace Creek Visitor CenterIn Furnace Creek wartete dann eine willkommene Abkühlung auf uns. Draußen waren es ca. 35°C, drinnen im Besucherzentrum war es klimatisiert. Wir schauten uns also in Ruhe die dort ausgestellten Informationstafeln an, bevor wir unseren Weg fortsetzten.
BoraxUnser letzter Halt im Death Valley war am historischen Ort der Harmony Borax Works. Hier wurde Ende des 19. Jahrhunderts Borax – dem interessierten Leser besser bekannt als Dinatriumtetraborat-Decahydrat bekannt – abgebaut. Dieser Stoff wurde und wird in einer Vielzahl von Produkten, von Borsäure
über Seifen und Waschmitteln bis hin zum Lebensmittelzusatzstoff E285, verwendet. Schon auf dem kurzen Rundgang ließ einen die sengende Sonne wieder spüren, unter welch unwirtlichen Bedingungen hier damals gearbeitet wurde.
Death Valley NPFast schon traditionell fotografierten wir auf dem Weg aus dem Park heraus das Nationalpark-Schild. Bei der Einfahrt in den Park hatten wir es natürlich mal wieder vergessen. Nach weiteren 1,5 Stunden Fahrt durch die Wüste hatten wir dann unser Hotel erreicht. Das Hampton Inn & Suites in Ridgecrest war das letzte Hotel auf unserer Reise und hat sich definitiv einen Platz unter den Top 3 verdient. Das Zimmer war groß, hell und modern eingerichtet. Das Beste war aber das im Preis enthaltene, sehr reichhaltige Frühstücksbuffet am nächsten Morgen. So viel Auswahl hatten wir auf dieser Reise bisher nirgendwo vorgefunden und so schlemmten wir noch ausgiebig, bevor wir auscheckten und unsere letzte Etappe nach Los Angeles in Angriff nahmen.