USA Roadtrip – Tag 25 – Disneyland

Donnerstag, 30. Mai 2013

Disneyland & California Adventure

An unserem letzten Tag in Los Angeles hatten wir noch mal viel vor. Ich hätte es nicht zwingend ein zweites Mal gebraucht, aber Frau Kescherbande war noch nicht in Disneyland und irgendwie muss man das schon mal gesehen haben. Das wir umsonst reinkonnten, machte uns die Entscheidung dann noch etwas einfacher. Bevor es in den Park ging, gaben wir aber erst mal unseren amerikanischen Mitsubishi bei der Autovermietung ab. Die hatten wir bei der Anmietung schon so gewählt, dass wir von dort nur ein paar Hundert Meter zu Fuß zum Disneyland Haupteingang zu gehen hatten. Das wir zu Fuß gehen wollten, konnte dort aber wohl niemand nachvollziehen, da man uns mehrfach ungläubig anbot, uns doch besser schnell hinzufahren. Wir blieben aber standhaft und lehnten dankend ab.
Disneyland - EingangsschildKurz nach 10 Uhr waren wir dann im Park und begaben uns im Uhrzeigersinn auf die Runde durch den ersten Parkteil: Disneyland. Es war einiges los und so schlenderten wir hauptsächlich durch die Gegend, weil wir keine Lust auf die langen Schlangen hatten. Einzige Ausnahme: Das Jungle Boat Adventure, eine Attraktion, die es seit Eröffnung des Parks 1955 gibt. Mit 10 Minuten war die Wartezeit hier noch akzeptabel kurz. Ganz anders zum Beispiel beim Indiana Jones Adventure nebenan. Hier lag die Wartezeit bereits bei stolzen 65 Minuten und das an einem Donnerstag Vormittag. Auch an den anderen Rides gab es schon überall Schlangen jenseits der 30 Minuten Wartezeit. Solche Disneyfans sind wir dann zum Glück nicht, dass wir uns da die Beine in den Bauch gestanden hätten. Zum Mittag gab es dann Hotdogs in Toon Town zum stolzen Preis von 6,75 Dollar pro Stück (plus Steuern), die dafür dann auch besonders tollarmselig waren. Für den Preis nur ein Würstchen im Pappbrötchen, ein Ketchuptütchen und sonst nichts zu bekommen, ist schon wirklich mager.
Disneyland - DisneystatueAm frühen Nachmittag wechselten wir dann gegen 14:30 Uhr den Park und begaben uns ins California Adventure. Dabei kamen wir an den Ticketbuden vorbei, die wir durch unsere Freikarten morgens auslassen konnten und bekamen erst mal einen Schock angesichts der Preise: 125 Dollar pro Nase für beide Parks. Wenn man beide Parkteile besuchen und tatsächlich auch mal ein paar der Fahrgeschäfte nutzen will, wird man vermutlich eher noch zum Zweitagespass für 200 Dollar greifen müssen.
Disneyland - PreistafelIm neuen Parkteil finden sich dann hauptsächlich Themenbereiche zu neueren Disneyfilmen. Ein Hollywoodteil, a Bugs Life, Cars, Pacific Wharf (in Anlehnung an den Fishermen’s Wharf in San Francisco), Bear Peak „National Park“ mit Wildwasserbahn und ein richtiger Vergnügungspark im Park mit „großer“ Achterbahn. Frau Kescherbande geht in sowas aber von Haus aus nicht rein und allein hatte ich auch keine Lust – bin halt auch keine 20 mehr (meine letzte Achterbahnfahrt war tatsächlich vor mittlerweile 19 Jahren in Knotts Berrys Farm).
California Adventure - Radiator SpringsCalifornia Adventure - ParadeNach der Parade machten wir uns langsam auf die Suche nach unserem Restaurant, denn für 19:30 Uhr war für uns ein Tisch inklusive Essen reserviert: 3 sehr leckere Gänge, denen definitiv ein seliges Fresskoma gefolgt wäre, wenn es nicht im Anschluss direkt zur „World of Color“ Wasser- und Lightshow gegangen wäre. Gegen 22 Uhr waren wir dann nach 12 Stunden mit ziemlich müden Füßen wieder aus dem Park raus.
California Adventure - World of Color (3)California Adventure - World of Color (4)California Adventure - World of Color (5)Auf dem Rückweg kamen wir mit unserem Gastgeber dann auch noch mal über die Eintrittspreise ins Gespräch. Der Tag hätte uns zu zweit inkl. Abendessen regulär ca. 350 Dollar gekostet. Man stelle sich das jetzt mal für eine Familie mit 2 oder 3 Kindern vor (Kinder ab 10 Jahre zahlen den vollen Preis und selbst 3-9 Jahre ist nur 6 Dollar günstiger). Da kann man locker mit 700-800 Dollar für den Tagesausflug rechnen. Ende der Fünfziger Jahre waren sie wohl mit der Familie inkl. Besuch im Park – für insgesamt 118 Dollar (auch inkl. Mittag- und Abendessen für alle). Klar, damals waren die Löhne auch noch niedriger und die Kaufkraft eine andere, trotzdem erscheint der Unterschied erst mal extrem.
„Mal eben“ kann man sich das heute wohl kaum noch leisten. Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn wir nicht mit Freikarten in den Park gekommen wären, hätten wir uns den Besuch angesichts der Preise sicher gespart. Es war zwar ein netter Tag, aber im Verhältnis zum Preis zu wenig, wenn man kein eingefleischter Disney- oder Vergnügungsparkfan ist. Ich denke, man merkt an diesem Artikel: Ich bin es nicht.