Eigentlich müsste das jetzt ja schon Teil 4 sein (oder der gestrige Beitrag müsste nachträglich noch ein “2a” im Untertitel bekommen). Wie bereits berichtet, habe ich den Bonus zur 12-Tausender-Reihe ja gestern schon gefunden.

Der Blick zurück nach unten - die andere Richtung sah nicht besser aus Heute standen dann, trotz des widrigen Wetters, die vier noch verbliebenen Tausender-Caches auf dem Programm, die ja eigentlich schon vor dem Bonus hätten gefunden werden sollen. Da wir uns bei dem Schiet-Wetter den Aufstieg ersparen wollten, musste die Gondelbahn herhalten. Normalerweise kann man auf der Fahrt sicher schon eine schöne Aussicht genießen, aber natürlich nicht heute. Oben angekommen konnten wir wenigstens auf dem Bild sehen, wie die Aussicht theoretisch bei optimalen Bedingungen aussehen könnte. Man beachte das tatsächliche Panorama im Hintergrund ;)

Theorie und Praxis

Zum Aufwärmen gab es direkt am Großen Arber gleich die erste Dose: Am Dach des Bayerwalds GC1H50Z. Die gehörte zwar nicht zur 12-Tausender-Tour, aber wer kann zu einem schnellen Fund am Wegesrand schon Nein sagen ;) Danach ging es dann auf die Tour über den Kleinen Arber. Unterwegs ein kleiner Zwischenstopp im Tal an Vrahoks End GCM37F, bevor es an den Aufstieg ging. Auf dem Gipfel des Kleinen Arber angekommen, kam tatsächlich für einen kurzen Moment die Sonne heraus. Meine Frau hat geistesgegenwärtig ein Beweisfoto gemacht. Ich war nämlich gerade mit Little Brother GCQ9J6 beschäftigt.

Sonne!

Nach kurzem Kriegsrat (schaffen wir es noch bis 16:30 Uhr zurück zur Gondelbahn, wenn wir weiter zum Enzian wandern?) ging es weiter. Sonne und die kleinen Lücken in der Wolkendecke hatten sich wieder verzogen und wir kämpften uns durch echte Sumpflandschaften Richtung Enzian. Teilweise fühlten wir uns in Tolkiens “Herr der Ringe” versetzt, als wir so durch die öde Landschaft zogen. Rechts und links Felsbrocken, tote Bäume und Wasserlöcher, dazu tief hängende Wolken, die teilweise in Bodenhöhe über den Weg zogen. Es fehlten nur noch Gollum und die Ringgeister.

Mittelerde

Der Weg hoch zum Enzian GCQ9J5 war dann einfach nur noch nass. Von oben wie von unten. Daher wurden oben nur schnell die “Formalitäten” erledigt, bevor wir uns direkt wieder auf den Rückweg zum Großen Arber machten. Dort angekommen machten wir erst noch kurz einen Abstecher zum Gipfel, der gerade mal nicht komplett in den Wolken verschwunden war. Die Kalibrierung des Höhenmessers stimmte noch, aber dazu gleich noch mehr.

Gipfelkreuz Großer ArberDamit neigte sich die Tour auch ihrem Ende zu. Bevor wir uns wieder in unsere Gondel Richtung Talstation setzten, wurde auch noch dem letzten ausstehenden Cache der 12-Tausender-Reihe die Aufwartung gemacht. Erliorts High Arber Cache GCKF48 ist ja eigentlich ein Multi, der an der Talstation beginnt und seine Stationen auf dem Weg nach oben hat. Da wir aber jetzt ja im Besitz aller Bonuszahlen waren und – wie schon erwähnt – die Formel im Little Brother gefunden hatten, konnten wir uns den Aufstieg sparen und den Final direkt ausrechnen. Hier zeigte sich, wie auch bei allen anderen Caches des heutigen Tages, das schlechtes Wetter doch zu etwas gut sein kann: Es gab so gut wie keine Muggel, was die Suche und das Loggen erheblich vereinfachte. Ich möchte mir nicht vorstellen, was für ein Touri-Auflauf bei gutem Wetter auf dem Berg herrscht.

Zum Abschluss – wie immer – das Höhenprofil des Tages mit Beginn und Ende jeweils an der Bergstation. Ich hatte leider vergessen, den Höhenmesser zu kalibrieren, daher sind die Angaben auf den ersten 4km nicht ganz richtig. Um genau zu sein, sind sie 53m zu hoch. Bei dem scharfen Absatz bei 4km sind wir auch nicht in eine Felsspalte gefallen, sondern ich habe am kleinen Arber eine Kalibrierung durchgeführt. Wer eine Möglichkeit kennt, wie ich die Höhe der Wegpunkte der ersten 4km per Massenupdate ändern kann, darf mir gerne Tipps geben. Mit MapSource scheint es ja nicht möglich zu sein.

Höhenprofil