GPX-Dateien, GSAK und Mehrsprachigkeit

Groundspeak hat kürzlich an den GPX-Dateien herumgespielt. Es waren nur Kleinigkeiten, die aber große Wirkung bei Drittanwendungen wie z.B. GSAK zeigten. So führte die Änderung des Logtyps von „Found it“ zu „Found It“ dazu, dass Funde in GSAK nicht mehr richtig erkannt wurden. Clyde hat dafür aber mittlerweile ein Update zur Verfügung gestellt.
Wenn man Moun10Bike im blauen Forum glauben darf, wurde diese Änderung aber aufgrund dieser nicht erwarteten Probleme vorerst wieder rückgängig gemacht. Gleichzeitig gab es dort aber auch die Ankündigung, dass es in Kürze eine mehrsprachige Oberfläche geben wird. Spätestens in dem Zusammenhang muss man sich, wie Moun10Bike auch selbst schreibt, mit der Problematik befassen und wird den Logtyp auch als numerische Konstante in der GPX-Datei übermitteln, so dass eine Identifizierung unabhängig von Sprache oder Groß- und Kleinschreibung möglich ist. Wieso man es nicht von Anfang an so gelöst hat, wird mir wohl noch lange Zeit ein Rätsel bleiben.

10 Gedanken zu „GPX-Dateien, GSAK und Mehrsprachigkeit“

  1. Warum man das nicht von Anfang an gelöst hat? Weil es in der Programmierung immer wieder um Zeit geht. D.h. es findet sich einer der davon überzeugt ist das die Software nie Mehrsprachig sein wird und schon kann man viel Zeit einsparen indem man sie halt nicht darauf anlegt…

    Das klingt im ersten Moment als wenn da einer zu doof gewesen wäre, aber wenn man immer versuchen würde gleich die Eierlegende Wollmilchsau zu programmieren würde nie eine Software auch nur Version 1.0 erreichen…

    Bei gc war man halt dann tatsächlich etwas hohl, man hatte offensichtlich keinerlei Ahnung von Datenbanken, sonst wäre der Name auch nur eine ID und problemlos änderbar 😎 Aber wenn sowas erstmal im Programm ist bekommt man das auch nicht mal so eben heraus 8-(

    Ich spreche da durchaus aus beruflicher Erfahrung 😉

  2. Wie der „Hinweis“, das ein Log ein „Found It“ ist, hat nichts mit der Mehrsprachigkeit zu tun. Der Text „Found It“ oder „Found it“ oder… ist nur ein Stellvertreter für das Faktum, dass es sich um einen Fund handelt. Da könnte auch „ABC123“ stehen, solange das so definiert ist – für menschliche Augen ist Klartext eben leichter zu lesen.
    Die Anwendungssoftware muss das dann dementsprechend darstellen.
    Diesen Stellvertreten sprachabhängig zu verwenden wäre etwa so, als ob HTML sprachabhängig eingesetzt werden würde, und auf deutschen Websites dan anstelle von [body] dann [körper] stehen würde.

  3. naja, ob das hohl ist oder nicht stell ich mal in den raum…
    es gibt KEINEN allgemeinen standart. man ist bei der nutzung von datenbanken genauso frei wie in allen anderen projekt-entscheidungen. sicher hätte man eine id oder sonst einen nummerischen wert nehmen können…

    ich geh aber davon aus, dass man bei groundspeak niemals mit einem solchen erfolg gerechnet hat!
    außerdem wachsen solche plattformen in der regel nach und nach… und nicht hinter jedem erfolgreichen projekt steht von anfang an ein erfolgreiches unternehmen… oft sind es hobbyprogrammierer oder sonst irgendwelche leute die sich in ihrer freizeit mit dem thema beschäftigen und nicht auf höchstem niveau arbeiten. wozu auch?

    wenn ich etwas programmiere, dann so wie es mir aktuell am praktischsten erscheint, nicht wie es in 5 oder mehr jahren praktisch wäre, denn sind wir mal ehrlich, kein anderes medium ist so schnelllebig wie das internet. projekte werden heute geboren und morgen sterben sie schon wieder…
    warum also aus einer mücke einen grauhäuter machen wenn man noch nicht weiß, wohin die reise geht.

  4. „Die Anwendungssoftware muss das dann dementsprechend darstellen.“

    Richtig. Wenn man der Anwendungssoftware aber keine andere Möglichkeit bietet, als den reinen Text auszuwerten, sind solche Probleme unabhängig von einer Mehrsprachigkeit vorprogrammiert.

    Das Problem hat übrigens überhaupt nichts mit der Datenbank zu tun. Ich bin überzeugt, dass auch bei Groundspeak intern IDs für Logtypen, Cachetypen etc. benutzt werden. Der Fehler liegt momentan nur darin, diese IDs im offiziellen Datenaustauschformat nicht als Attribut zu mitzuliefern, sondern dort ausschließlich einen sich ändernden Klartext zu verwenden.

  5. mag vielleicht kein allgmeiner Standard sein, aber wer heute professionell programmiert wird mit IDs arbeiten, bisher habe ich das bei jedem großen Softwarehaus erleben dürfen und das wird seit zig Jahren so gemacht und sich auch in 5 oder mehr Jahren kaum ändern weil es schlicht und einfach sinnvoll ist…

    selbst Hobbyprogrammierer machen das zum großen Teil so, d.h. bei der Entwicklung der Software von GC war man an der Stelle tatsächlich etwas hohl wenn man nicht mal darüber nachgedacht hat das jemand mal seinen Namen ändern möchte… Noch hohler ist man sogar wenn man heute noch rumzickt wenn jemand eine Namensänderung haben möchte da man ja den Namen als eindeutigen Identifier hat. D.h. man bräuchte sich nur einen festen SQL-String bauen dem man „Name neu“ und „Name alt“ übergibt und der das dann Datenbankweit kurz ändert… solche Fehler haben dann auch nix mehr mit hohem Niveau zu tun sondern eher mit absolut fehlendem Niveau, selbst im Hobbybereich… Wobei es den eigentlichen Verursacher wahrscheinlich gar nicht mehr geben wird…

    @Nordhesse: nee, wahrlich nicht 😎

  6. @Stuttgarter (wenn du dich gerade so nennen willst, bitte. Ich kenne deinen richtigen Nick auch so): Wenn du schon so einen dämlichen Off-Topic-Kommentar zu einem Rechtschreibfehler postest, dann bitte mit richtigem Nick und Mailadresse. Man sollte wenigstens zu seinem eigenen Niveau stehen. Bis dahin geht der Kommentar in die Tonne.

  7. @D-Buddi: Ach, ich dachte nur wegen der beruflichen Erfahrung im Umgang mit deppigen Datenbankprogrammieren… 🙂

    BTW: ich habe zwar nur rudimentäre Programmiererkenntnisse, aber dass die GC Datenbank Rotz ist, habe sogar ich gemerkt. Andere Communities verwalten sicherlich eine größere Anzahl an Nutzern und Daten und sind nicht so restriktiv im Umgang mit Änderungen etc.

    Allerdings ist der beschriebene GSAK „Fehler“ an mir vorbei gegangen.

  8. Ich weiß ja nicht, ob ich mich freuen soll, daß GC nun mehrsprachig wird.
    Bisher war das so eine nette Hemmschwelle…

    Hoffentlich kann man diesen „Service“ auswählen.
    Bei allen Geräten hab ich lieber die Englische Version, die Übersetzungen sind meist derart grottenschlecht, daß ich gar nicht weiß, was es bedeuten soll.

    Wär ja mein Albtraum, wenn dann wegen meiner Heimatkoordinaten dann plötzlich alles auf Pseudodeutsch da steht.

    Gruß, Elli

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