Ein Plan entsteht (Teil 1)

Alles begann im Sommer 2011 mit einer Einladung nach Kalifornien für den Juni 2012. Anfangs war ich noch optimistisch, dass die Vorlaufzeit für die Planung ausreichen würde, musste aber bald feststellen, dass man nie früh genug anfangen kann. Eine erste schnelle Recherche ergab Flugpreise von ca. 800€ pro Person für die Verbindung FRA-LAX und zurück – machbar. Also wurden einige Ideen entwickelt, wie man die Urlaubszeit (mehr als 2,5 Wochen waren im angepeilten Zeitfenster leider nicht möglich) am Besten nutzen könnte.

Eine Woche wollten wir bei der Verwandtschaft unterkommen, blieben also nur ca. 10 Tage für einen kleinen Roadtrip. Wer sich nur ein klein wenig in den USA auskennt weiß: 10 Tage sind nicht viel bei den enormen Entfernungen. Mir wurde das schnell wieder schmerzlich bewusst, als eine erste kurze Suche im Internet zu einer ganzen Liste von Orten führte, die wir gerne besuchen wollten. Start und Ende der Tour sollte zu diesem Zeitpunkt noch L.A. sein.

Dazu gesellten sich dann schnell noch die USS Midway in San Diego und, dank einer gerade gesehenen N24-Doku, auch das PIMA Air & Space Museum in Tucson. In eine halbwegs sinnvolle Reihenfolge gebracht sah das auf der Karte dann ungefähr so aus:


Größere Kartenansicht

Beim Anblick machte sich leichte Ernüchterung breit: Dieser erste Entwurf würde knapp 4600km Fahrtstrecke bedeuten. Für eine Tour von nur 10 Tagen definitiv zu viel. Ich wusste es natürlich schon vorher, wollte es nur nie wahr haben: Alles geht nicht und von einigen Zielen werden wir uns trennen müssen. San Francisco und Yosemite standen schnell ganz oben auf der Streichliste, da beide doch recht abseits vom Großteil der Ziele liegen. Schweren Herzens wurde auch noch Tucson und somit das Air & Space Museum gestrichen, wodurch die Strecke auf ca. 3300km schrumpfte. Die Karte zeigte aber auch, dass der Großteil der Ziele an einer Linie Richtung Landesinnere lag und wir alleine vom Petrified Forest zurück nach L.A. knapp 1000km ohne nennenswertes Zwischenziel zu fahren hätten. Wieso also nicht in L.A. starten und die Tour woanders beenden? Damit wir wieder nach Hause kommen, muss am Ende der Route allerdings ein Flughafen vorhanden sein – möglichst gleich International. Ein schneller Blick auf die Karte zeigt, dass Denver dafür wohl eine gute Wahl wäre. Es liegt mehr oder weniger in direkter Verlängerung der bisherigen Ziele, nicht zu weit entfernt und es gibt einen internationalen Flughafen. Der Petrified Forest liegt bei dieser Variante allerdings doch etwas zu weit ab, dafür wandert aber der Great Sand Dunes National Park mit auf die Liste. Insgesamt wären es gute 3000km, auf der Karte sieht es dann so aus:


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3000km sind zwar immer noch ziemlich viel Strecke für die Zeit, aber von einem Erholungsurlaub bin ich bei der Planung auch nie ausgegangen. Jetzt wo die Idee für Strecke und Zeitraum also feststand, wäre der nächste Schritt wohl die Flugbuchung. Mittlerweile ist etwas Zeit ins Land gegangen – es sind nur noch etwas mehr als 6 Monate bis zum geplanten Reisetermin – und hier endet die erste Planungsphase dann auch ziemlich abrupt. Das Abwarten und Planen rächt sich: Hätten wir bei einer Buchung im Sommer noch ca. 800€ pro Person gezahlt, sollen die Tickets jetzt um die 1100€ kosten. Ein Gabelflug FRA-LAX und DEN-FRA noch mal etwas mehr. Das ist uns für nur 2,5 Wochen dann doch etwas viel und so fällt schweren Herzens die Entscheidung, die Reise für 2012 abzusagen und das gesparte Geld lieber in eine zusätzliche Urlaubswoche zu einem späteren Termin zu investieren.

2 Gedanken zu „Ein Plan entsteht (Teil 1)“

  1. uhhh… den schönsten Teil Kaliforniens hast Du rausgestrichen… und auch bei Deiner ersten Planung… die Küste von Süden nach Norden… tssss… der Highway No. 1 bietet die bessere Aussicht, wenn man von Norden nach Süden fährt. San Francisco gilt nicht ohne Grund als eine der schönsten Städte der Welt – Las Vegas dagegen ist nichts anderes als ein Gebiet, so groß wie die Gegend zwischen Frankfurt und Kassel, vollgestopft mit einem Straßennetz mit Häusern dazwischen und hat außer Disney World, den Universal-Studios und dem Hollywood-Boulevard nicht viel zu bieten.
    Stattdessen willst Du 3000 km durch langweilige Wüste fahren, nur um 5 oder 6 andere Sehenswürdigkeiten zu besuchen?
    San Francisco, Las Vegas, San Diego und evtl. sogar Grand Canyon kann man in 10 Tagen locker schaffen. Natürlich ist das eine Menge Kilometer im Auto, aber einmal durch Los Angeles kostete Dich auch einen halben Tag. Aus meiner eigenen Erfahrung (und weil ich 2x da war) würd ich Los Angeles weglassen ;) aber es liegt ja irgendwie bei allen Varianten auf dem Weg… aber mach mal – so kannst Du San Francisco beim nächsten mal besuchen.

  2. Los Angeles kann ich schon alleine deshalb nicht streichen, weil die Verwandtschaft da wohnt, wegen der wir hinfliegen ;) Und ich kann dich beruhigen indem ich dem nächsten Teil etwas vorgreife: San Francisco ist wieder mit im Plan.

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