USA Roadtrip – Exkurs: Rabatte, Rabatte, Rabatte

WalgreensKundenbindung wird in den USA groß geschrieben. So hat hier fast jede Ladenkette ihre eigenen Bonussysteme. Schon bei unserem ersten Einkauf bei Walgreens, einer Drogeriekette, kam an der Kasse die unvermeidliche Frage: Haben Sie eine Kundenkarte? Hatten wir nicht. Ob wir denn eine haben wollten? Klar, wieso nicht. Ich dachte allerdings, dass man dafür eine US-Adresse angeben muss und die Karte dann zugeschickt bekommt, weshalb ich noch etwas skeptisch war. Aber die Kassiererin sagte, die Karte könnte ich sofort mitnehmen, sie bräuchte nur eine Telefonnummer und den Namen. Also wurde schnell die Nummer von unserem US-Prepaid-Handy herausgesucht und wir konnten unsere erste Kundenkarte in Empfang nehmen und alle Vorteile nutzen.
Bei unserem ersten Einkauf in einem Safeway war ich dann schon erfahren genug, direkt selbst zur Information zu gehen und nach einer Kundenkarte zu fragen. Auch hier lief es nach demselben Schema: Telefonnummer und Name gegen Karte. Mit meiner privaten Telefonnummer wäre ich nicht so freigiebig gewesen, aber da es sich in diesem Fall um eine Nummer handelt, die nach dem USA-Urlaub nie wieder benutzt wird, spielten Bedenken in Richtung Datensparsamkeit hier ausnahmsweise mal keine Rolle.

Safeway ClubIm Gegensatz zu Deutschland sind die Rabatte, die man damit erhält, meistens alles andere als Peanuts. Mit den bei uns weit verbreiteten Payback-Karten, erhält man durch das Sammeln der Punkte effektiv selten mehr als 1-2% Rabatt. Und diesen Rabatt gibt es dann nicht mal direkt, sondern nur über den Umweg von Prämien oder einer späteren Barauszahlung, sofern man genügend Punkte gesammelt hat. Bei Walgreens und Safeway hingegen erhält man die Rabatte direkt an der Kasse gutgeschrieben, weshalb die Kundenkarten auch für Touristen eine lohnende Sache sind. Bei unseren Einkäufen bei den beiden Ketten sparten wir auf der Reise so immerhin 38 Dollar. Dabei lag Safeway mit durchschnittlich 18% Rabatt deutlich vor Walgreens mit ca. 8,5%.

NPS Annula PassEine weitere Sparmöglichkeit hatte ich bereits im San Francisco-Artikel angesprochen: Die Jahreskarte für die Nationalparks. 80 Dollar scheinen auf den ersten Blick ein hoher Preis zu sein. Wenn man sich dann aber mal die Eintrittsgelder der verschiedenen Parks anschaut, sieht man schnell, dass sich die Jahreskarte auch für einen im Verhältnis eher kurzen Urlaub lohnen kann. Die National Monuments möchten meistens nur 3-5 Dollar pro Person haben, während die großen Nationalparks durchaus bis zu 25 Dollar pro Fahrzeug verlangen. Die Parks auf unserer Route nahmen die folgenden Eintrittsgelder:

– San Francisco Maritime National Historic Park: $5 pro Person
– Saguaro National Park: $10 pro Fahrzeug
– Montezuma Castle National Monument: $5 pro Person
– Grand Canyon National Park: $25 pro Fahrzeug
– Canyon de Chelly National Monument: Freier Eintritt
– Mesa Verde National Park: $10 pro Fahrzeug ($15 in der Hauptsaison)
– Natural Bridges National Monument: $3 pro Person
– Bryce Canyon National Park: $25 pro Fahrzeug
– Zion National Park: $25 pro Fahrzeug
– Death Valley National Park: $20 pro Fahrzeug

Bei den von uns besuchten Parks hätten wir zu zweit ohne die Jahreskarte also 141 Dollar bezahlt. Aber selbst wenn man nur 4 oder 5 Parks besucht (und die kommen schnell zusammen), kann es sich lohnen, das vorher mal durchzurechnen.