USA Roadtrip – Tag 17 – Las Vegas und Hoover Damm

Mittwoch, 22. Mai 2013

Las Vegas & Hoover Damm

Ausschlafen. In letzter Zeit hatten wir das vernachlässigt, aber heute ließen wir es uns mal gutgehen – der Wecker blieb aus. Las Vegas am Tag hat nicht viel zu bieten. Es ist dann einfach eine heiße, nicht besonders hübsche Großstadt. Aus diesem Grund machten wir uns im Laufe des Vormittags auf den Weg, um etwas außerhalb der Stadt den Hoover Damm anzuschauen. Da wir gerade in der passenden Fahrtrichtung dran vorbeikamen, legten wir unterwegs noch einen kurzen Fotostopp am bekannten Las-Vegas-Schild ein.
Las Vegas Sign
Nach ungefähr einer Stunde Fahrt standen wir dann mit dem Auto in der Schlange für den Sicherheitscheck. Offenbar sahen wir aber unverdächtig genug aus, um einfach durch gewunken zu werden. Den ersten Eindruck vom Damm bekamen wir bereits auf dem Weg zum Parkplatz, denn die Straße dorthin führt direkt über die Staumauer. Die ersten kostenpflichtigen Parkplätze ließen wir links liegen, nur ein paar Meter weiter kann man nämlich auch kostenfrei parken. Die Besichtigung des Staudamms war dann eher unspektakulär. Der ganze Bau ist schon imposant. Wenn man mal einen Blick über die Brüstung wirft und sieht, wie weit die Staumauer nach unten reicht, werden einem die Dimensionen erst richtig bewusst. Viel zu sehen gibt es aber trotzdem nicht. Der Hoover Damm ist am Ende eben doch nur ein besonders großer Betonklotz, den man aber dennoch mal gesehen haben muss (wenn man schon in der Gegend ist).
Hoover Damm
Auf dem Rückweg zum Hotel machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Ethel M Schokoladenfabrik. Dort kann man auf einem zwar kostenlosen, aber auch sehr kurzen Rundgang einen Blick in die Schokoladenproduktion werfen. Leider hatten wir Pech und es wurde gerade nicht gearbeitet, als wir dort waren. Im angeschlossenen Shop kann man sich nach dem Rundgang mit allerlei süßen Leckereien eindecken. Allerdings sind die Preise trotz des Werksverkaufs gesalzen. Im Außenbereich der Schokoladenfabrik gab es abschließend noch einen kleinen Kaktusgarten zu besichtigen, der aber nach unserem Besuch im Desert Museum in Tucson nichts neues mehr für uns bereit hielt.
Zurück im Hotel beschlossen wir, den Nachmittag in unserer klimatisierten Suite zu verbringen und einfach mal die Beine hochzulegen. Draußen war es einfach zu warm. Bei 34°C fühlte sich der kräftige Wind zwischen den Hochhäusern wie ein Fön im Gesicht an.
Abends stand der für Las Vegas obligatorische Rundgang über den Las Vegas Strip an. Einen ersten Eindruck hatten wir ja bereits gestern Abend bei der Anreise bekommen, heute stürzten wir uns zu Fuß ins Getümmel.
Blaue Stunde am Bellagio
Trotzdem überwanden wir uns und begaben uns ins Lichtermeer, denn auch hier gilt: Muss man halt mal gesehen haben. Und ein paar Fotos von Las Vegas bei Nacht sollten natürlich auch gemacht werden. Die Wasserspiele am Bellagio liefen zur schönsten blauen Stunde leider nicht, weil es zu windig war. Später bekamen wir sie dann aber doch noch zu sehen.
Bellagio mit Wasserspiel
Aber so schön und bunt auch alles war, unser Fazit bleibt: Wir werden mit Großstädten und den damit verbundenen Menschenmassen nicht wirklich warm. Die Tage vorher einsam in der Wüste waren für uns schöner. Man merkt das vielleicht auch daran, dass ich hier nicht mehr so richtig weiß, was ich noch zu dem Tag in Las Vegas schreiben soll. Oder waren wir doch in Paris? 🙂
Eifelturm Las Vegas