ePetition gegen Internet-Sperren

Das Thema hat mit meinen eigentlichen Blog-Themen zwar nichts zu tun, ist dafür aber um so wichtiger: Die von unserer Familienministerin geplante Kinderporno-Sperre. Auf Details möchte ich hier gar nicht eingehen, dazu gibt es an anderer Stelle genug zu lesen:

Um gegen die geplanten Sperren zu protestieren, gibt es eine ePetition, auf die ich jeden Leser mit diesem Artikel noch einmal aufmerksam machen will. Sollte es zu den geplanten Sperren kommen, steht jeder Internetnutzer quasi schon mit einem Bein im Knast. Nutzer von URL-Verkürzern (tinyurl etc.) eigentlich sogar mit beiden Beinen, weil sie nicht einmal wissen, wohin die Kurzl-URL tatsächlich verlinkt, die sie auf die Stopp!-Seite geleitet hat.

Als ich vor knapp 2 Tagen die Petition mitgezeichnet habe, waren es erst knapp 2000 Mitzeichner. Jetzt sind es bereits gut 30000. Damit sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages mit der Petition befassen muss, werden 50000 Unterschriften benötigt. Wer es nicht bereits getan hat, kann also noch seinen kleinen Teil dazu leisten, den Internetzugang in Deutschland weiterhin zensurfrei zu halten und einen schleichenden Einzug chinesischer Verhältnisse im Keim zu ersticken.

Petition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009

7 Gedanken zu „ePetition gegen Internet-Sperren“

  1. Hi Carsten,

    klasse, dass Du auf die Petition hinweist. Gerade nach Lektüre des Textes auf netzpolitik.org gestern Abend (Dein zweiter Link oben im Text) wurde noch mal so richtig klar, mit welchen absoluten Scheinargumenten und unbelegten Sachargumenten die Politik „Politik“ macht.

    Wollen wir hoffen, dass eine Petition mit Mitzeichnern in dieser Größenordnung unsere „Volksvertreter“ noch davon überzeugt, dass „das Volk“ mit den eingeleiteten Schritten in Richtung eines Total-Überwachungsstaates überhaupt nicht einverstanden ist!

    Viele Grüße
    Jörg

  2. Es scheint einer der wenigen laufenden ePetionen zu werden, die das Beteiligungsquorum erfüllen könnten.
    Die anderen dümpeln bei <500 Mitzeichnern rum

  3. bei dieser Petition sieht man auch die Macht von Blogs und Social Networks.

    Als ich die Petition das erste mal vor 2 Tagen bei Twitter entdeckte, waren es grad 50 Zeichner, nur wenige Minuten später, als ich mitzeichnete, waren es bereits 150 und dann ging es sehr schnell bergauf.

  4. Update: Die magische Marke von 50000 Mitzeichnern ist heute Nacht geknackt worden. Somit wird sich jetzt der Petitionsausschuss mit dem Anliegen beschäftigen müssen. Wer bis jetzt noch nicht mitgezeichnet hat, sollte das aber trotz Erreichen der Mindestanzahl noch tun. Je höher die Zahl der Unterzeichner am Ende ist (bis zum 16.06.2009 ist noch Zeit), desto offensichtlicher wird es hoffentlich auch dem unfähigsten Politiker, dass dieser Gesetzentwurf keine Lösung darstellt.

  5. Übrigens gibt es jetzt eine Offline-Variante der Petition. Gute Idee!

    http://blog.fefe.de/?ts=b4fdd97e

    Ausdrucken, weiterverteilen, unterschreiben lassen, nach Berlin faxen. (und vielleicht an ein paar große Redaktionen…)

    Auf gehts, auch die Offline-Welt sollten wir „aktivieren“. Sogar meine Eltern haben schon mitgezeichnet (Sensation!).

    Jörg

  6. Solange die wenigen Leute, die noch zu Wahlen gehen weiterhin größtenteils Zensursulas Partei wählen wird die Demontage unseres Grundgesetzes ungebremst weitergehen.
    Mein Tip: denkt Mal darüber nach, ob für euch anstelle von einer Wahlverweigerung die Wahl der Piratenpartei eine Alternative wäre. Politik muss sich doch nicht weiter gegen die Grundrechte von uns Wählern richten; KLARMACHEN ZUM ÄNDERN!

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