Länderpunkt ohne Aussicht und ein verfrühter Bonus

Was macht man bei Scheiß-Wetter? Genau, cachen gehen. Wenn die verbleibenden Urlaubstage knapp werden, kann man ja nicht so einfach geplante Touren ins Wasser fallen lassen. Tagesziel war die Juranek Hütte GC1H9D9, die genau hinter der tschechischen Grenze liegt. Auf dem Weg zum Parkplatz kamen wir aber erst noch an einem normalerweise sehr schönen Aussichtspunkt, der Hindenburgkanzel GCQC04, vorbei. Von Aussicht war heute allerdings nicht viel zu sehen. Auf dem Weg war die Sicht teilweise so schlecht, dass die Nebelschlussleuchte zum Einsatz kam.

Da sollte der große Arber zu sehen sein

Also nur kurz geloggt und dann weiter nach Scheiben, von wo wir uns auf den Aufstieg Richtung Juranek Hütte machten. Auf dem Parkplatz herrschten Sichtweiten von unter 50 Meter und auch auf dem Weg nach oben wurde das nur unwesentlich besser.

Schlechte Sicht

So kämpften wir uns unseren „Weg“ den Berg hinauf, immer dem herabströmenden Wasser entgegen. Nach 2,4km, ca. 270 Höhenmetern (Höhenprofil) und fast exakt einer Stunde hatten wir es geschafft und ich machte mich auf die Suche nach der Dose. Ein Dosensonar wäre heute wirklich praktisch gewesen, ohne GPS hätte ich wahrscheinlich nicht mal zurück zum Weg gefunden. Aber auch Wasser auf der Brille konnte nicht verhindern, dass es nach kurzer Suche hieß: Czech Republic – One Point! Bergab ging es dann etwas schneller als bergauf (wir hätten auch ein Kajak nehmen können, genug Wasser war da) und als wir wieder am Parkplatz ankamen, konnte man zumindest wieder etwas weiter als bis auf die andere Straßenseite gucken.

Auf dem Rückweg Richtung Bodenmais kamen wir dann am Arbersee vorbei und entschlossen uns spontan, meine mit den Daten von 10 der 14 Tausender hochgerechneten Koordinaten für den 12-Tausender-Bonus GCQ9K0 auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. Vorher drehten wir aber erst noch eine Ehrenrunde um den See – natürlich im Regen.

Blick über den Arbersee

Danach ging es auf die Suche, die wir, wie man am Höhenprofil etwas sehen kann, wohl von der falschen Seite aus angingen. Rückblickend hätten wir gar nicht mehr über 1000m aufsteigen müssen. Aber nach den bereits absolvierten Tausendern kannten wir da nichts und wo kein Weg war, haben wir ihn uns gemacht. Die neuen Wanderstiefel haben hiermit definitiv ihre Tauglichkeit bewiesen. Die Dose war, ich sag mal, ungewöhnlich. Ich würde ja auch ein Foto zeigen, aber das wäre hier für meinen Geschmack doch zuviel Spoiler. Zum Öffnen musste ich tatsächlich einen Stein zur Hilfe nehmen, dann gab sie das Logbuch preis. Zurück zum Auto nahmen wir dann den einfachen Weg. Wieso mir der nicht vorher aufgefallen ist, bleibt ungeklärt. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass das Wetter Morgen oder Übermorgen eine Tour auf den Arber zulässt, damit ich auch die noch fehlenden Caches der Serie (Enzian GCQ9J5, Little Brother GCQ9J6, Vrahoks End GCM37F und Erliorts High Arber Cache GCKF48) suchen kann. Ordnung muss ja sein :)

3 Gedanken zu „Länderpunkt ohne Aussicht und ein verfrühter Bonus“

  1. So sehr ich Nebel zu Hause mag, so wenig mag ich ihn auf Autobahnen und in fremder Umgebung.
    Zuhause weiß man ja wie es aussieht….

    Da hast Du doch tatsächlich schon den Bonus gefunden? Tja, dann war der Aufstieg wohl die „Strafe“ für’s Reihenfolge durcheinander schmeißen… ;-)

    Gruß, ElliPirelli
    die ganz neidisch liest, trotz Deines Regens… Denn bei mir waren Überstunden ohne Ende angesagt… Grrrr!

  2. Es waren wahrscheinlich auch eher tiefhängende Wolken und kein Nebel. Kommt aber aufs selbe raus ;) Und der Aufstieg war gar nicht so das Problem, eher der darauf folgende Abstieg (der ziemlich steil war, wie man sehen kann).

  3. Moin Carsten,

    hab mit Interesse deine Erlebnisse „da unten“ gelesen. Das klingt wirklich sehr danach, dass ich da auch mal hin muss. Schöne Bilder, schöne Beschreibungen von wohl ebensolchen Caches.

    Ach ja, hier in HH ist das Wetter übrigens bombastisch ;-)

    Viel Spaß noch
    Annett

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