USA Roadtrip 2017 – Reservation madness

Flashback. May 1st, 2016, 3pm local time. I’m sitting at the phone booking the first accommodation for the 2017 trip. Or at least I’m trying to. For next year I didn’t want to settle for a day hike into Grand Canyon as we did last time with the hike to Plateau Point down the Bright Angel trail. So we need a place to sleep in the canyon and since we both dislike camping, there is only one chance: Phantom Ranch. If you google Phantom Ranch reservations, you’ll find one advice on each hit you get: Book early! Reservation opens on the first day of each month for the full month of the next year so you’ll be able to book up to 13 months in advance. This will change on January 1st 2018 when reservations will switch to a real lottery system. For me it was just the phone lottery. 7am mountain time sharp the phone lines at Xanterra’s reservation hotline opened and I started calling. And calling. And calling. In the end I was sitting there using the land line and two mobile phones simultaneously just trying to get a dialing tone. After about 90 minutes and 170 unsuccessful calls on all three phones I finally got through to an operator.
Phone log
The lady at the phone was very friendly but cut me off mid sentence after I said the magic words ‚Phantom Ranch‘ – for a good reason. She wanted to secure a date first before we talk about other details. My desired dates where May 18th to May 20th but for these dates all cabins were already fully booked. Since I expected this I asked her to look up the first available two consecutive nights after May 15th (the North Rim opening date). We were lucky there were still dates with two nights and so she reserved a cabin from May 29th to May 31st for us. After the dates were settled I could relax a little bit before we went on with the details: Dinner and breakfast reservations for the two of us. Stew & veggie dinner on arrival day, the late breakfast (6:30am) and another stew & veggie dinner for our rest day and finally early breakfast (5:00am) on departure day. After all info was double checked I hung up and couldn’t believe how lucky I was. I’m pretty sure I literally scored the last available cabin.
Since the dates were now a bit of from my already existing planning, I had to do a complete rescheduling. After some route shifting I came up with this first basic draft.

This draft marked only the main destinations of the upcoming trip. During the next two to three weeks it was refined to include all main and minor destinations and the number of nights we would spend at each stop. With this information finally available it was time to look for flights and start booking hotels for all nights. Booking way in advance (with option to cancel) worked good for us the last time so I didn’t see a reason to change that.

The final schedule

May 06th 2017: HAM – MUC – DEN – Fort Morgan, CO
May 07th 2017: Fort Morgan, CO – Rapid City, SD
May 10th 2017: Rapid City, SD – Miles City, MN
May 11th 2017: Miles City, MN – Gardiner, MN
May 15th 2017: Gardiner, MN – Kemmerer, WY
May 16th 2017: Kemmerer, WY – Vernal, UT
May 18th 2017: Vernal, UT – Moab, UT
May 22nd 2017: Moab, UT – Torrey, UT
May 23rd 2017: Torrey, UT – Springdale, UT
May 27th 2017: Springdale, UT – Grand Canyon Village, AZ
May 28th 2017: Grand Canyon Village – Grand Canyon North Rim
May 29th 2017: North Rim – Phantom Ranch
May 31st 2017: Phantom Ranch – Grand Canyon Village, AZ
June 02nd 2017: Grand Canyon Village, AZ – Mancos, CO
June 04th 2017: Mancos, CO – Pueblo, CO
June 05th 2017: Pueblo, CO – Estes Park, CO
June 09th 2017: Estes Park, CO – DEN – MUC – HAM

Blog posts covering the whole route will appear from time to time. So be sure to subscribe to one of the feeds.

Preisvergleich

Hotelpreisvergleich

Der Entwurf für diesen Artikel liegt tatsächlich schon seit vor dem Abflug auf Halde, daher gibt es zur Tour von 2013 jetzt noch einen kleinen Nachschlag. Ich wurde häufig dafür belächelt, dass ich alles so lange und detailliert im Voraus plane. Wenn ich mir die Zahlen anschaue, hat sich das aber durchaus ausgezahlt. Bei kurzfristiger Buchung (die Preise habe ich ca. einen Monat vor Abreise ermittelt) hätte ich für die Hotels insgesamt 30% zahlen müssen als bei der frühen Buchung. Um es vorweg zu nehmen: Beim Urlaub dieses Jahr waren es sogar noch deutlich mehr als 30%, dazu aber in späteren Artikeln mehr.

Preisunterschiede Frühbucher vs. Kurzentschlossen

Summe: 480€ Ersparnis

San Francisco Coventry Motor Inn, 3 Nächte
  Frühbucher: 256€,  Spontan: 287€
  Ersparnis: +31€

Tucson Hyatt Place, 3 Nächte
  Frühbucher: 250€,  Spontan: 253€
  Ersparnis: +3€

Flagstaff Hilton Garden Inn
  Frühbucher: 79€,  Spontan: 96€
  Ersparnis: +17€

Grand Canyon Best Western Premier, 2 Nächte
  Frühbucher: 172€,  Spontan: 364€
  Ersparnis: +192€

Mancos Mesa Verde Hotel, 1 Nacht
  Frühbucher: 79€,  Spontan: 79€
  Ersparnis: 0€

Blanding Super 8, 1 Nacht
  Frühbucher: 74€,  Spontan: 74€
  Ersparnis: 0€

Page Courtyard Marriott, 1 Nacht
  Frühbucher: 85€,  Spontan: 152€
  Ersparnis: +67€

Kanab Treasure Trail Motel, 1 Nacht
  Frühbucher: 77€,  Spontan: 77€
  Ersparnis: 0€

Bryce Canyon Best Western Ruby’s Inn, 2 Nächte
  Frühbucher: 204€,  Spontan: 261€
  Ersparnis: +55€

Las Vegas Monte Carlo (Suite), 2 Nächte
  Frühbucher: 212€,  Spontan: 293€
  Ersparnis: +71€

Ridgecrest Hampton Inn, 1 Nacht
  Frühbucher: 78€,  Spontan: 122€
  Ersparnis: +44€

USA Roadtrip 2013 – Tag 26 – Rückflug

Freitag, 31. Mai 2013

Rückflug

So schnell gehen dreieinhalb Wochen Urlaub vorbei. Heute endet das Abenteuer USA und es geht wieder nach Hause. Unser „Gastvater“ brachte uns schon gegen Mittag zum Flughafen in Los Angeles. Da unser Flug erst um 15:45 Uhr abheben sollte und wir mit deutlich mehr Verkehr gerechnet hatten, als dann tatsächlich auf der Straße war, hatten wir sehr viel Zeit, um am Gate auf unseren A380 zu warten.
Gate-DisplayIrgendwann war er dann endlich da. Leider war vom Gate aus kein besseres Foto möglich. So erkennt man nur an der hochgezogenen Stirn, dass der Flieger zwei Etagen hat. Wie auf dem Hinflug in der Boeing 777 hatten wir wieder einen Zweiersitz rechts außen. Auch im A380 gibt es davon ein paar in der Economy auf dem Oberdeck fast ganz hinten. Einziges Manko ist die dort nur eingeschränkt vorhandene Gepäckablage, da die Fächer kleiner als vorne sind. Trotzdem konnten wir alles gut verstauen.
A380 am GateDer Flug war dann ein Genuss. Auf einen unglaublich sanften Start folgte, abgesehen von ein paar minimalen Turbulenzen über der Grenze zwischen den USA und Kanada, ein ereignisloser Flug. Es ging ja in die Nacht und somit wurde nach dem Abendessen das Licht gedimmt und es wurde ruhig im Flieger. Was genau da als Abendessen serviert wurde, weiß ich gar nicht mehr. Da ich mich aber nicht negativ daran erinnere, kann es nicht so schlecht gewesen sein.
EssenNach der Zwischenlandung in Paris, wo wir einige Stunden hin und her durch den Flughafen liefen, um uns die Zeit zu vertreiben und die Beine nach dem langen Flug wieder in Schwung zu bringen, ging es am Nachmittag weiter nach Hamburg, wo unsere Reise dann endete. Kaum angekommen, begann ich im Kopf natürlich direkt, Ideen für eine nächste Tour zu spinnen.

Diesen letzten Blogbeitrag der Tour 2013 habe ich jetzt so lange vor mir hergeschoben, dass ich mittlerweile sagen kann: Dieses Jahr geht es wieder los! Fortsetzung folgt.

USA Roadtrip – Tag 25 – Disneyland

Donnerstag, 30. Mai 2013

Disneyland & California Adventure

An unserem letzten Tag in Los Angeles hatten wir noch mal viel vor. Ich hätte es nicht zwingend ein zweites Mal gebraucht, aber Frau Kescherbande war noch nicht in Disneyland und irgendwie muss man das schon mal gesehen haben. Das wir umsonst reinkonnten, machte uns die Entscheidung dann noch etwas einfacher. Bevor es in den Park ging, gaben wir aber erst mal unseren amerikanischen Mitsubishi bei der Autovermietung ab. Die hatten wir bei der Anmietung schon so gewählt, dass wir von dort nur ein paar Hundert Meter zu Fuß zum Disneyland Haupteingang zu gehen hatten. Das wir zu Fuß gehen wollten, konnte dort aber wohl niemand nachvollziehen, da man uns mehrfach ungläubig anbot, uns doch besser schnell hinzufahren. Wir blieben aber standhaft und lehnten dankend ab.
Disneyland - EingangsschildKurz nach 10 Uhr waren wir dann im Park und begaben uns im Uhrzeigersinn auf die Runde durch den ersten Parkteil: Disneyland. Es war einiges los und so schlenderten wir hauptsächlich durch die Gegend, weil wir keine Lust auf die langen Schlangen hatten. Einzige Ausnahme: Das Jungle Boat Adventure, eine Attraktion, die es seit Eröffnung des Parks 1955 gibt. Mit 10 Minuten war die Wartezeit hier noch akzeptabel kurz. Ganz anders zum Beispiel beim Indiana Jones Adventure nebenan. Hier lag die Wartezeit bereits bei stolzen 65 Minuten und das an einem Donnerstag Vormittag. Auch an den anderen Rides gab es schon überall Schlangen jenseits der 30 Minuten Wartezeit. Solche Disneyfans sind wir dann zum Glück nicht, dass wir uns da die Beine in den Bauch gestanden hätten. Zum Mittag gab es dann Hotdogs in Toon Town zum stolzen Preis von 6,75 Dollar pro Stück (plus Steuern), die dafür dann auch besonders tollarmselig waren. Für den Preis nur ein Würstchen im Pappbrötchen, ein Ketchuptütchen und sonst nichts zu bekommen, ist schon wirklich mager.
Disneyland - DisneystatueAm frühen Nachmittag wechselten wir dann gegen 14:30 Uhr den Park und begaben uns ins California Adventure. Dabei kamen wir an den Ticketbuden vorbei, die wir durch unsere Freikarten morgens auslassen konnten und bekamen erst mal einen Schock angesichts der Preise: 125 Dollar pro Nase für beide Parks. Wenn man beide Parkteile besuchen und tatsächlich auch mal ein paar der Fahrgeschäfte nutzen will, wird man vermutlich eher noch zum Zweitagespass für 200 Dollar greifen müssen.
Disneyland - PreistafelIm neuen Parkteil finden sich dann hauptsächlich Themenbereiche zu neueren Disneyfilmen. Ein Hollywoodteil, a Bugs Life, Cars, Pacific Wharf (in Anlehnung an den Fishermen’s Wharf in San Francisco), Bear Peak „National Park“ mit Wildwasserbahn und ein richtiger Vergnügungspark im Park mit „großer“ Achterbahn. Frau Kescherbande geht in sowas aber von Haus aus nicht rein und allein hatte ich auch keine Lust – bin halt auch keine 20 mehr (meine letzte Achterbahnfahrt war tatsächlich vor mittlerweile 19 Jahren in Knotts Berrys Farm).
California Adventure - Radiator SpringsCalifornia Adventure - ParadeNach der Parade machten wir uns langsam auf die Suche nach unserem Restaurant, denn für 19:30 Uhr war für uns ein Tisch inklusive Essen reserviert: 3 sehr leckere Gänge, denen definitiv ein seliges Fresskoma gefolgt wäre, wenn es nicht im Anschluss direkt zur „World of Color“ Wasser- und Lightshow gegangen wäre. Gegen 22 Uhr waren wir dann nach 12 Stunden mit ziemlich müden Füßen wieder aus dem Park raus.
California Adventure - World of Color (3)California Adventure - World of Color (4)California Adventure - World of Color (5)Auf dem Rückweg kamen wir mit unserem Gastgeber dann auch noch mal über die Eintrittspreise ins Gespräch. Der Tag hätte uns zu zweit inkl. Abendessen regulär ca. 350 Dollar gekostet. Man stelle sich das jetzt mal für eine Familie mit 2 oder 3 Kindern vor (Kinder ab 10 Jahre zahlen den vollen Preis und selbst 3-9 Jahre ist nur 6 Dollar günstiger). Da kann man locker mit 700-800 Dollar für den Tagesausflug rechnen. Ende der Fünfziger Jahre waren sie wohl mit der Familie inkl. Besuch im Park – für insgesamt 118 Dollar (auch inkl. Mittag- und Abendessen für alle). Klar, damals waren die Löhne auch noch niedriger und die Kaufkraft eine andere, trotzdem erscheint der Unterschied erst mal extrem.
„Mal eben“ kann man sich das heute wohl kaum noch leisten. Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn wir nicht mit Freikarten in den Park gekommen wären, hätten wir uns den Besuch angesichts der Preise sicher gespart. Es war zwar ein netter Tag, aber im Verhältnis zum Preis zu wenig, wenn man kein eingefleischter Disney- oder Vergnügungsparkfan ist. Ich denke, man merkt an diesem Artikel: Ich bin es nicht.

USA Roadtrip – Tag 24 – USS Midway

Mittwoch, 29. Mai 2013

USS Midway in San Diego

Am vorletzten Tag vor der Abreise machten wir heute einen Ausflug nach San Diego, um uns dort die USS Midway anzuschauen. Als großer Fan von Flugzeugen und allem, was dazu gehört, konnte ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.
Carpool LaneDie ungefähr zweistündige Fahrt begann direkt im morgendlichen Stau. Der dauerte für uns aber nur solange, wie wir brauchten, um uns über die fünf Spuren des Freeways bis ganz nach links zur Carpool-Lane durchzukämpfen. Danach hieß es nur noch Tempomat auf 65 Meilen pro Stunde und gemütlich nach rechts winken. Wir schienen in ganz Los Angeles mal wieder die einzigen zu sein, die zu zweit im Auto saßen.
USS Midway - EmblemDas Museum auf der Midway ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weil wir es morgens etwas ruhiger angingen ließen, waren wir aber erst um 11 Uhr da. Leider, wie ich als Fazit schon mal vorwegnehmen möchte. Wir holten uns also schnell die Erlaubnis, an Bord gehen zu dürfen (Zivilisten nennen es Eintrittskarte) und dann tauchten wir, bewaffnet mit einem Audioguide (erhältlich in diversen Sprachen), auch schon ab in die Welt der Navy.
USS Midway - Hangar DeckDer Rundgang begann für uns im Hangardeck. Hier waren verschiedene Flugzeuge, hauptsächlich aus dem zweiten Weltkrieg, ausgestellt. Per Audioguide gab es kurz und knapp Informationen zu den Flugzeugen und natürlich auch zu diesem Deck des Flugzeugträgers. Wenn man mehr als nur die kurze Erklärung haben wollte, gab es aber an fast jeder Station optional auch eine längere Erläuterung – ein Knopfdruck am Audioguide genügte.
USS Midway - WäschereiUSS Midway - Friseur So hangelten wir uns von Deck zu Deck. Es ging durch Mannschafts- und Offiziersmesse, Küche, Krankenstation, Wäscherei und Wohnquartiere. Alles war sehr schön ausstaffiert, man hätte überall denken können, die Besatzung mache nur gerade Pause und wäre jeden Moment zurück. Teilweise waren die einzelnen Szenen auch animiert, in der Wäscherei wurde tatsächlich Wäsche gemangelt und der Patient auf dem Zahnarztstuhl wackelte immer vor Angst mit den Beinen, wenn der Zahnarzt sich mit dem Bohrer über ihn beugte. An vielen Stationen gab es auf Schautafeln oder zusätzlich über den Audioguide kleine Anekdoten aus dem Schiffsleben von ehemaligen Besatzungsmitgliedern zu lesen bzw. zu hören. Alles in allem war der Rundgang sehr kurzweilig gestaltet und die Zeit verging wie im Flug. Als wir endlich wieder Tageslicht sahen, war es schon fast 15 Uhr.
USS Midway - Ready for takeoffWir mussten also schon etwas schneller gehen, um das fliegende Material aus dem Jet-Zeitalter, welches auf dem knapp 305 Meter langen Flugdeck ausgestellt war, zu besichtigen. Noch interessanter als die Flugzeuge war aber, was die Freiwilligen des Museums, fast ausnahmslos alte Navy-Veteranen, zu erzählen hatten. So verbrachten wir geraume Zeit bei den Tech-Talks der beiden Volunteers am Katapultstart und bei der Fanghakenlandung. Es war eine Freude, den beiden zuzuhören, wie sie einerseits die Technik mit den zugehörigen Arbeitsabläufen an Deck erklärten und das ganze immer wieder mit persönlichen Anekdoten aus ihrer Dienstzeit auflockerten.
USS Midway - ExpertenwissenUSS Midway - Die InselAuf dem Weg vom Bug zum Heck kommt man nicht umhin, auch einen Blick auf die „Insel“ zu werfen. Der markante Turm dient nicht nur als Kommandobrücke und Tower für die Flugoperationen, er beherbergt auch die Räumlichkeiten des kommandierenden Admirals des gesamten Flugzeugträgerverbandes. Auch hier waren wieder Freiwillige im Einsatz, die Führungen durch die Insel anboten. Unser Guide war früher selbst mal Pilot und Air Boss auf einem Flugzeugträger und hatte somit einiges zu erzählen.
USS Midway - BrückeUSS Midway - FlugdeckNach der Insel-Führung warfen wir noch einen Blick in die Einsatzbesprechungsräume der Flugzeugstaffeln, die auf der Midway stationiert waren. Leider ging uns jetzt langsam die Zeit aus, so dass wir uns hier etwas beeilen mussten. Es war schon kurz vor 17 Uhr und das Museum begann bereits, die Besucher mit Lautsprecherdurchsagen in Richtung Ausgang zu komplimentieren. Wir hatten gerade noch genug Zeit, kurz im Souvenirshop vorbeizuschauen, bevor wir von Bord mussten. Hier rächte sich jetzt, dass wir uns morgens zu viel Zeit gelassen hatten und erst eine Stunde nach Museumsöffnung hier waren. Wir hätten den Flugzeugträger auch gut noch eine Stunde oder länger erkunden können.
USS MidwayUSS Midway - Bob Hope MemorialBevor es wieder nach Los Angeles zurück ging, vertraten wir uns noch etwas die Füße, um eine Stelle zu finden, von der aus ich den ganzen Pott noch mal in voller Länge fotografieren konnte. Gar nicht so einfach bei der Größe (und dem Sonnenstand). Es klappte aber so leidlich und ganz nebenbei konnten wir auch noch einem der großen Stars der Truppenbetreuung – Bob Hope – an seinem Denkmal gegenüber der Midway unsere Aufwartung machen.
Der Weg zurück auf dem Highway war ereignislos – wenn man von der Kontrolle der Border Patrol absieht. Für mich war das nicht die erste Kontrolle dieser Art, ich erinnere mich noch, dass wir auch 1997 auf dem Rückweg von San Diego kontrolliert wurden. Die Grenzpolizei hält hier auf Grund der Nähe zur mexikanischen Grenze immer die Augen nach illegalen Einwanderern offen. Da wir aber nicht wie Mexikaner aussahen, winkte man uns auch dieses Mal einfach durch.
Border Control

USA Roadtrip – Tag 23 – Hollywood

Dienstag, 28. Mai 2013

Hollywood und Warner Brothers Studios

Nach ein paar ruhigen Tagen im Kreise der Familie entschieden wir uns spontan, doch noch mal einen Mietwagen für ein paar kleine Ausflüge zu holen. Ich wollte gerne einen Sportwagen, am liebsten einen Mustang, aber dafür war es dann doch zu spontan. Der erste Vermieter hätte erst ab Mittag wieder einen verfügbar gehabt, da wäre uns aber der halbe Tag verloren gegangen. Beim nächsten sah es dann erst besser aus, es stand ein Mustang vor der Tür. Als die nette Dame am Schalter mir den Mietvertrag gerade zum unterschreiben rüberschieben wollte, grätschte ihre Kollegin dazwischen, der Mustang wäre nicht zur Vermietung gedacht, der könnte nur gekauft werden. Da ein Kauf mein Kreditkartenlimit ein klein wenig überzogen hätte, war der Mustang also vom Tisch. Auf meine Frage nach einem anderen amerikanischen Auto bot man mir einen Mitsubishi Eclipse an. Auch auf Nachfrage beharrte man darauf, das Auto sei doch amerikanisch. Ich lasse es mal weiter unkommentiert so stehen. Um nicht noch weiter Zeit zu vergeuden, mieteten wir also den amerikanischen Mitsubishi und cruisten los Richtung Hollywood.
Warner Bros VIP Tour SignWir hatten für den späten Vormittag bereits eine Studiotour in den Warner Bros Studios gebucht. Alles andere als billig, aber laut Internetbewertungen absolut empfehlenswert. Leider scheint die Definition von empfehlenswert sehr subjektiv zu sein. Ich weiß nicht, ob wir einfach nur Pech hatten, es am unmotivierten Guide lag oder was auch immer.
Warner Bros VIP TourWir fuhren mit dem Tourwägelchen durch die Fake-Häuserzeilen, ab und zu bequemte sich der Guide dazu, in schneller Vorbeifahrt auf einen Drehort hinzuweisen, bevor wir auch schon wieder um die nächste Ecke gebogen waren. Das angebliche Highlight der Tour war eine Art Museumshalle, in der Requisiten – hauptsächlich Autos – diverser Filme und Serien ausgestellt waren.
Warner Bros TBBTDort konnten wir dann tatsächlich einen Blick auf Howards Raumkapsel aus The Big Bang Theory werfen. Viel mehr Interessantes fand sich dort aber zumindest für mich nicht. Danach gab es dann noch einen weiteren Halt, der wirklich zum Highlight hätte werden können: Das Big Bang Theory Studio. Leider war aber gerade Drehpause und es handelt sich um eine noch aktive Serie. Das bedeutete dann, dass die Besichtigung aus 2 Minuten auf der Zuschauertribüne bestand, von der aus man unter der komplett blickdichten Abdeckung das Set bestehend aus Pennys Wohnung, Flur und Sheldons Wohnung irgendwie erahnen konnte. Und da es sich um eine aktive Serie handelt, durfte man selbst von der Abdeckung keine Fotos machen.
Warner Bros BuildingImmerhin gelang mir auf dem Weg zurück zum Hauptgebäude noch ein Schnappschuss des vermutlich bekanntesten Warner Bros Gebäudes, welches man in jedem Vorspann von Warner Bros Filmen sehen kann. Nach knapp 90 Minuten war die Tour dann vorbei. Mein Fazit fällt, da muss man nicht lange zwischen den Zeilen lesen, eher schlecht aus. Für 62 Dollar pro Nase hätte ich einfach mehr erwartet.

Enttäuschend ging es dann weiter, als wir zum Hollywood-Boulevard fuhren. Solange man den Blick senkt und ihn nur auf die Sterne auf dem Walk of Fame richtet, geht es noch halbwegs.
Walk of FameSchaut man sich den Boulevard dann aber etwas näher an, wächst die Ernüchterung ziemlich schnell. Die Gebäude sind teilweise recht heruntergekommen, vom Glamour, den man im Allgemeinen mit Hollywood verbindet, sieht man nichts und schon in den nächsten Seitenstraßen möchte ich nicht im Dunkeln langgehen müssen. Wir waren jetzt halt mal da, müssen aber auch nicht noch einmal hin. Nachdem wir im Hollywood & Highland Center noch ein paar Souvenirs gekauft und dabei gleich unser Parkticket validiert hatten (so kostete das parken dort nur 2$ für 2 Stunden), ging es durch den dichten Verkehr wieder zurück Richtung Yorba Linda. Wir hatten noch eine Verabredung zum Taco Tuesday im Familienkreis, was dem Tag wenigstens noch zu einem versöhnlichen Abschluss verhalf 🙂
Los Angeles Traffic

Brevet – Frühjahrsbegegnung 2016

Das war sie also, meine erste Frühjahrsbegegnung. Letztes Jahr hatte mir noch eine starke Erkältung kurz vor dem Termin einen Strich durch die Rechnung gemacht, dieses Jahr hatte ich mehr Glück und hatte es trotz unzähliger angeschlagener Bürokollegen geschafft, mich nicht anstecken zu lassen. Für mich stand die Langstrecke auf dem Programm, schließlich wollte ich sehen, was mein Wintertraining auf der Rolle so gebracht hat.
Nach einer kurzen Ansprache von Michael, in der er auch noch mal an Helmut erinnerte und dass es ohne seine Beharrlichkeit wohl keine der beiden kürzeren Strecken gegeben hätte, setzten wir uns in Bewegung. Schon nach 3 Kilometern gab es für mich den ersten unplanmäßigen technischen Halt. Es war aber nicht der schleichende Plattfuß, den ich am Start vermutet hatte, da mir der Vorderreifen etwas schlapp vorkam. Ich hatte nur vergessen, das Smartphone zur Trackaufzeichnung von der Trikot- in die Satteltasche zu verfrachten. Das anschließende Aufschließen auf eine der vorderen Gruppen sorgte dann jedenfalls dafür, dass zumindest die Muskulatur nicht mehr kalt war.
Im Gegensatz zu meinem ersten Brevet, dem Herbsterlebnis 2014, war das Tempo am Anfang dieses Mal moderat und angenehm. In Bleckede schrumpfte das Fahrerfeld etwas, da die Teilnehmer an Helmuts Hunderter hier abbogen, um über die Elbe zu setzen. In kleinerer Gruppe ging es für den Rest weiter bis zur Fähre in Neu Darchau, wo wir unsererseits auf unsere Überfahrt warteten. Für das sonst in Neu Darchau fast obligatorische Eis zur Pause war es heute allerdings doch noch etwas kalt. Nur ein paar Grad weniger und wir hätten die Räder einfach zu Fuß ans andere Ufer schieben können. Während wir warteten drehte die Fähre noch einige Pirouetten auf der Elbe, Gerüchten zufolge zu Ehren eines 88jährigen Geburtstagskindes. Michael hatte die Bezahlung der Fähre bereits im Vorfeld organisiert, so dass wir theoretisch nur noch unsere Handzettel für die Kontrollstation abstempeln lassen mussten. Praktisch reichte es aber schon aus, in der Gruppe als Rennradfahrer unterwegs zu sein. Da ich keine Punkte sammle und mir die Kontrollen daher egal sind, habe ich nichts stempeln lassen, wurde aber auch nicht nach dem Zettel als Ticket gefragt.
Auf der anderen Elbseite teilte sich die Gruppe dann erneut. Die 150km-„Mini“-Runde bog Links ab und machte sich bereits wieder auf den Weg zurück. Wir fuhren auf der Langstrecke erst mal weiter mit leichtem Wind im Rücken elbaufwärts bis Strachau, wo wir unseren größeren Richtungswechsel vollzogen. Ab dort ging es grob Richtung Norden und Mecklenburg weiter. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke machten wir in Lübtheen eine Viertelstunde Mittagspause. Der Bäcker dort hatte nicht mehr viel in der Auslage, weil er in wenigen Minuten Feierabend machte. Zum Glück gab es im Supermarkt direkt daneben eine Backstation, die für mich ein frisches Käsebrötchen und eine Käselaugenstange bereithielt. Nach dem Mittag ging es weiter Richtung Wittenburg. Leider behielt der Wetterbericht recht und der Wind begann aufzufrischen. Anfangs war das noch nicht so schlimm, da er meistens nur von der Seite kam. Ab Wittenburg fuhren wir dann aber wieder mehr Richtung Nordwest und somit ziemlich genau gegen den Wind. Seit der Pause war unsere Gruppe auf 7 Fahrer geschrumpft und jeder brachte sich nach seinen Kräften vorne im Wind ein. Ich habe natürlich mal wieder vergessen, nach allen Namen zu fragen, aber vorne rechts fuhr die meiste Zeit Patrick, der meinte, das Training gebrauchen zu können. Dagegen hatte natürlich niemand etwas einzuwenden und so wechselten wir vorne häufig nur auf einer Position.
Nach 155km gab es in Dutzow, etwas nördlich vom Schaalsee, den letzten großen Richtungswechsel. Ab jetzt ging es grob Richtung West/Südwest und somit wieder zurück Richtung Aumühle. Bis hierhin lief es erstaunlich gut, aber auch bei mir begannen die Kräfte langsam etwas nachzulassen. Die wellige Landschaft Mecklenburgs forderte nun ihren Tribut. Ein Fahrer unserer Gruppe hatte bereits seit Lübtheen Probleme mit Krämpfen, so dass wir zwischendurch immer mal wieder kurze Pausen einlegten. Auch die 15 Minuten Pause bei der letzten Kontrolle in Mölln halfen ihm aber nicht und so entschloß er sich ca. 30km vor dem Ziel, alleine eine längere Pause zu machen. Von da an fuhren wir also zu sechst weiter und kamen in dieser Gruppe dann auch kurz nach 17 Uhr wieder in Aumühle an. Für mich ging es nach kurzer Verabschiedung direkt auf 4 Rädern weiter nach Hause. Wer wollte, konnte aber im Vereinsheim auch noch duschen und bekam ein Reis-Curry zur Stärkung.
Nachdem ich anfangs skeptisch war, ob ich mir so eine lange Strecke so früh in der Saison und bei so niedrigen Temperaturen antun will, muss ich im Rückblick sagen: Zum Glück habe ich es getan. Strecke und Wetter waren super, teilweise kam sogar die Sonne durch. Und so kalt wie befürchtet war es mit 5 Lagen Kleidung auch nicht. Nur für Hände und Füße muss ich mir noch etwas überlegen, die waren trotz Handschuhen und Schuhüberziehern am Ende doch recht durchgefroren. Was meine Fitness anging, war ich positiv überrascht, dass ich die ersten 150km problemlos durchfahren konnte. Auch zum Ende hin hatte ich keine Probleme mit Krämpfen wie bei meinen ersten Brevets. Es war sogar noch soviel Kraft da, um am kleinen Schlussanstieg in Friedrichsruh noch einmal richtig Gas zu geben. Das Wintertraining auf der Rolle scheint wohl doch nicht so schlecht gewesen zu sein, auch wenn da natürlich nie diese Distanzen zustande kommen.

Strava - Frühjahrsbegegnung 2016

USA Roadtrip – Tag 19 – M*A*S*H

Freitag, 24. Mai 2013

Von Ridgecrest nach Los Angeles

Heute stand die letzte Etappe des eigentlichen Roadtrips an. Das Ziel hieß Los Angeles, genauer gesagt Yorba Linda, wo wir noch ein paar Tage mit der (entfernten) Verwandtschaft verbringen wollten. Eigentlich also eine kurze Fahrt, auf direktem Weg gerade mal 2,5 Stunden. Natürlich nahmen wir nicht den direkten Weg und so ging es nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel (aufmerksame Leser erinnern sich) zuerst von Ridgecrest zum Malibu Creek State Park.

Für uns hatte das ganze eher den Charakter einer Pilgerreise, denn wir sind beide große Fans der Fernsehserie M*A*S*H. Durch Zufall war ich schon vor mehreren Jahren auf einen Geocache gestoßen, der am ehemaligen Drehort versteckt war. Und der befindet sich in ebendiesem Park. Die Fahrt selbst war recht ereignislos. Spannend wurde es erst gegen Ende, denn je mehr wir uns dem Großraum L.A. näherten, desto breiter und voller wurden die Straßen. Das waren wir nach 2 Wochen in mehr oder weniger Einöde gar nicht mehr gewohnt. Trotz des vielen Verkehrs war das Fahren aber auch hier immer noch angenehmer als in einer durchschnittlichen deutschen Großstadt.
Malibu Creek State ParkAm Park angekommen entrichteten wir beim Park Ranger unsere 10 Dollar Eintrittsgeld (State Parks sind ja nicht in der National Park Jahreskarte enthalten) und versuchten, einen möglichst schattigen Parkplatz zu finden. Danach ging es zu Fuß auf die ungefähr 4km lange Wanderung zum Drehort. Anfangs waren die Wege noch gut gepflegt, später ging es dann aber teilweise auf echten Trampelpfaden entlang ausgetrockneter Flussbetten weiter.
MASH WegweiserMan fühlte sich direkt in einige Folgen der Serie hineinversetzt, die außerhalb des Camps spielten. Jeden Moment hätte ein Nordkoreaner hinter einem Baum hervorkommen können. Dank regelmäßiger Wegweiser war das ehemalige Camp aber trotzdem leicht zu finden und wir erreichten es kurze Zeit später ohne in einen Hinterhalt geraten zu sein.
MASH AmbulanzAls wir aus dem Wald auf die Lichtung kamen, wurden wir direkt von dieser erstaunlich gut erhaltenen Ambulanz begrüsst. Sie war zwar komplett entkernt, aber von außen noch gut erhalten. Gut möglich, dass die Fans, die sich für den Erhalt des Areals einsetzen, auch hier Hand angelegt haben. Ein Stück weiter stand eine weitere Ambulanz, die aber in einem ungleich schlechteren Zustand war.
MASH Ausgebrannte AmbulanzIm Hintergrund sieht man auch den rekonstruierten Wegweiser aus dem Camp, an dem jede Figur aus der Serie einen Pfeil mit dem Namen seines Heimatorts angebracht hatte, der nach Hause zeigte. Zur besseren Orientierung für den Besucher hatte man noch ein Schild mit einem Übersichtsplan aufgestellt und die Position der einzelnen Zelte abgesteckt. Es war interessant zu sehen, wie klein das gesamte Set doch eigentlich war. In der Serie erscheint es ja alles recht weitläufig.
MASH InformationsschildNach einer ausgiebigen Besichtigung und Foto-Session machten wir uns auf den Rückweg. Auch wenn wir uns mit Malibu ja schon mehr oder weniger in Los Angeles befanden, lagen noch ca. 130km Fahrt bis Yorba Linda vor uns, wo unsere Reise vorerst bei der Verwandtschaft enden sollte. Da wird einem dann noch mal bewusst, wie groß die USA tatsächlich sind. Zuhause in Deutschland müssen wir selten mehr als 100km fahren und selbst dabei durchqueren wir dann teilweise schon mehrere Bundesländer. Hier bewegten wir uns nur innerhalb einer Stadt. Wir hatten uns dafür natürlich auch die optimale Zeit ausgesucht. Es war Freitag Nachmittag vor dem Memorial Day Wochenende und die Straßen waren mehr als voll. Zu allem Überfluss wollte uns das Navi auch noch über den Hollywood Freeway durch Downtown L.A. lotsen. Eine telefonische Rücksprache mit der Verwandtschaft ergab, dass das eine ganz schlechte Idee wäre. So blieben wir einfach die ganze Zeit auf dem Ventura Freeway, der später in den Foothill Freeway übergeht, um schließlich auf den Orange Freeway Richtung Yorba Linda abzubiegen. Nach etwas mehr als 3 Stunden, die größtenteils aus Stop and Go bestanden, waren wir dann am Ziel und genossen ein Kaltgetränk auf der schattigen Terrasse.

Da wir ihn erst mal nicht brauchen würden, gaben wir am nächsten Morgen noch schnell den Mietwagen zurück. Die verwunderte Frage, durch welche Wüste wir denn gefahren wären, war angesichts des rot eingestaubten Wagens verständlich. Sie haben ihn aber trotzdem anstandslos zurückgenommen, ohne dass ich ihn noch waschen musste.

USA Roadtrip – Tag 18 – Death Valley

Donnerstag, 23. Mai 2013

Von Las Vegas nach Ridgecrest

Unsere Zeit in Las Vegas war vorbei und ich könnte nicht sagen, dass uns der Abschied besonders schwer fiel. Wie schon im letzten Artikel geschrieben sind wir beide keine Großstadtfreunde.
Unser heutiges Tagesziel war Ridgecrest. Da gibt es nichts besonderes zu sehen, aber es lag günstig an unserer geplanten Route nach Los Angeles, um dort noch mal eine Übernachtung einzulegen. Von Las Vegas nach Los Angeles hätte man ohne Umwege natürlich problemlos an einem Tag fahren können, aber wir wollten noch einen Abstecher ins Death Valley machen. Also ging es auf der Nevada State Route 160 erstmal Richtung Westen.

In Pahrump wurde noch einmal vollgetankt und dann bogen wir Richtung Shoshone ab, um von dort über die Jubilee Pass Road und später dann die Badwater Road von Süden in den Nationalpark zu fahren. Nicht weit hinter Pahrump war der Kamera dann mal wieder zu warm, so dass das oben eingebundene Video das einzige von der heutigen Etappe blieb. Kurz bevor wir mit Badwater Basin den tiefsten Punkt Nordamerikas erreichten, mussten wir noch einen unfreiwilligen Zwangsstop einlegen. Drei Kojoten trotteten in aller Seelenruhe über die Straße und ließen sich nicht von uns stören.
Badwater BasinWenig später waren wir dann aber 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel angekommen. Leider waren nicht nur wir hier, sondern auch Busladungen von Touristen, was uns nach dem obligatorischen Foto (oben) wiederum zu einer schnellen Weiterfahrt animierte. Der nächste Punkt an der Strecke war der Natural Bridge Canyon. Hier waren wir wieder herrlich allein, denn weder die Anfahrt zum Parkplatz auf einer extrem holprigen Straße noch die anschließende Wanderung vom Parkplatz zur Natural Bridge sind etwas für den durchschnittlichen Bustouristen. Erst als wir uns gerade wieder auf den Rückweg machten, kamen uns zwei andere Wanderer entgegen.
Natural Bridge CanyonAuf dem Weg Richtung Besucherzentrum machten wir noch einen kurzen weiteren Stopp am Devil’s Golfcourse. Hier kann man durch Wind und Wetter interessant geformte Salzformationen sehen.
Furnace Creek Visitor CenterIn Furnace Creek wartete dann eine willkommene Abkühlung auf uns. Draußen waren es ca. 35°C, drinnen im Besucherzentrum war es klimatisiert. Wir schauten uns also in Ruhe die dort ausgestellten Informationstafeln an, bevor wir unseren Weg fortsetzten.
BoraxUnser letzter Halt im Death Valley war am historischen Ort der Harmony Borax Works. Hier wurde Ende des 19. Jahrhunderts Borax – dem interessierten Leser besser bekannt als Dinatriumtetraborat-Decahydrat bekannt – abgebaut. Dieser Stoff wurde und wird in einer Vielzahl von Produkten, von Borsäure
über Seifen und Waschmitteln bis hin zum Lebensmittelzusatzstoff E285, verwendet. Schon auf dem kurzen Rundgang ließ einen die sengende Sonne wieder spüren, unter welch unwirtlichen Bedingungen hier damals gearbeitet wurde.
Death Valley NPFast schon traditionell fotografierten wir auf dem Weg aus dem Park heraus das Nationalpark-Schild. Bei der Einfahrt in den Park hatten wir es natürlich mal wieder vergessen. Nach weiteren 1,5 Stunden Fahrt durch die Wüste hatten wir dann unser Hotel erreicht. Das Hampton Inn & Suites in Ridgecrest war das letzte Hotel auf unserer Reise und hat sich definitiv einen Platz unter den Top 3 verdient. Das Zimmer war groß, hell und modern eingerichtet. Das Beste war aber das im Preis enthaltene, sehr reichhaltige Frühstücksbuffet am nächsten Morgen. So viel Auswahl hatten wir auf dieser Reise bisher nirgendwo vorgefunden und so schlemmten wir noch ausgiebig, bevor wir auscheckten und unsere letzte Etappe nach Los Angeles in Angriff nahmen.

(B)rocken-Benefiz-Sternfahrt

Ich hatte dieses Event schon Anfang des Jahres in der Terminübersicht bei Helmut auf den Fahrradseiten gesehen. Aber 200km fahren und dann zum Ende hin auch noch nur noch bergauf? Ich war mir ja nicht mal sicher, ob ich als Flachlandtiroler so einen Berg wie den Brocken ohne einen Marathon vorweg schaffe. Schließlich ist das Scharnebecker Schiffshebewerk – mit satten 20 Metern Höhenunterschied eine der höchsten Erhebungen hier in der näheren Umgebung – nicht wirklich vergleichbar. Vor der Anmeldung wollte ich also auf jeden Fall einmal den Brocken ohne Anlauf ausprobieren. Nicht ganz 2 Wochen vor der Sternfahrt ergab sich dann endlich die Gelegenheit zum Probelauf. Und der lief gut genug, dass ich die Anmeldung wagte. Es war zwar anstrengend, aber doch irgendwie zu schaffen, auch wenn ich mir an der einen oder anderen Stelle noch eine kleinere Übersetzung als 39-28 gewünscht hätte. (B)rocken-Benefiz-Sternfahrt weiterlesen