Groundspeak ergänzt Guidelines für Chirp

Miss Jenn (Groundspeak-Mitarbeiterin, unter anderem verantwortlich für die Koordination der Reviewer) hat im blauen Forum soeben eine Guideline-Änderung bekanntgegeben. Der Veröffentlichung von Chirp-Caches auch ohne Alternativstation steht damit nichts mehr im Wege. Die Regelungen für Chirp-Caches lauten wie folgt:

1. Es wird in Kürze ein Attribut „Beacon Cache“ (Beacon = Boje/Leuchtfeuer) eingeführt, welches für Caches mit Chirp oder (zukünftigen) ähnlichen Mechanismen gesetzt werden soll.
2. Wenn Chirp in einem Cache genutzt wird und es eine alternative Möglichkeit gibt, den Cache ohne Chirp zu absolvieren, kann er ganz normal geändert werden (trotzdem soll das Attribut gesetzt werden).
3. Wenn der Owner keine Alternative für die Station(en) mit Chirp bereitstellt, muss der Cache als Mystery gelistet werden und das neue „Beacon“-Attribut erhalten.
4. Die Verwendung von Chirp darf im Listing erwähnt werden, sofern es nicht zur reinen Werbung für das Produkt verkommt (hier wird noch einmal auf die Commercial Guidelines verwiesen.
5. Es wird keinen eigenen Cachetyp für Chirp geben.

Es ist schön, dass damit jetzt Klarheit herrscht, was zukünftig erlaubt ist und was nicht. Nach diesem Statement werde ich mir dann wohl auch mal einen kleinen Zwitscherer bestellen und mir überlegen, was man damit so anstellen könnte. Dem Einsatz in einem Cache steht damit jetzt jedenfalls nichts mehr im Wege.

Edit: Streiche „in Kürze“, setze „Ab sofort“. Das neue Attribut ist bereits online.

Appell: Keine Caches an Bahnhöfen!

Karlsruhe ist gerade halb abgehakt, da trudelt schon die Meldung über den nächsten Bahnhofscache ein, der von der Polizei gefunden wurde. Dieses Mal hat es Hannover erwischt. Wenn es der Cache ist, den ich in Verdacht habe, hat der Owner die „gemuggelte“ Dose sogar schon wieder ersetzt. In meinen Augen eine vollkommene Fehlleistung.

Daher der eindringliche Appell an alle Owner (oder solche, die es werden wollen): Legt keine Caches auf Bahnhöfen! Man kann persönlich ja gerne auf dem Standpunkt stehen, dass das ganze Gerede von Terroranschlägen etc. nur Panikmache ist, das wird aber nichts an der Reaktion der Polizei auf potentiell erkannte Sicherheitsrisiken ändern. Man wird dort in sicherheitsrelevanten Bereichen (und dazu zählen Bahnhöfe) immer auf Nummer sicher gehen und das komplette Programm auffahren. Daher sollte man doch tunlichst darauf verzichten, solche Polizeieinsätze auch noch zu provozieren.

Und auch an die Reviewer möchte ich hier noch appellieren: Nutzt die Möglichkeiten, die die Guidelines hergeben, um zumindest neue Bahnhofscaches zu verhindern! Bahnhöfe sind Bahnanlagen und auf denen haben Caches nichts verloren. Daran hat sich auch durch die Änderung der Abstandsregel zu Bahnanlagen nichts geändert.

Ergänzung: Auch Geocaching-Nordfriesland greift das Thema auf.

Mysteries zu Tradis

Oder auch zu Multis, je nachdem. Freitag Abend hat MissJenn die Geocaching-Community im blauen Forum über eine Guideline-Änderung informiert, die über das Wochenende dort, sowie natürlich im grünen Forum und in diversen Blogs heiß diskutiert wurde. Ohne Internet zuhause ist man wirklich von der Außenwelt abgeschnitten (an dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an die beteiligten Telekommunikationsunternehmen), so dass ich erst jetzt ungewohnt spät dazu komme, auch meinen „Senf“ dazuzugeben.

Vor einiger Zeit wurden die Regeln für Logbedingungen ja schon mal geändert, so dass in Folge jeder Cache (auch ein einfacher Tradi) mit Logbedingung zu einem Mystery mutierte. Diese Vorgehensweise habe ich schon damals nicht verstanden, da sie die Anzahl an Mysteries künstlich in die Höhe getrieben hat und die Unterscheidung zwischen echten (mit Rätsel vorab) und falschen (mit Logbedingung nach dem Fund) Mysteries automatisiert (z.B. in PQs) nicht möglich war. Daher hier die gute Nachricht:

Es gibt keine verpflichtenden Logbedingungen mehr!

Und – ungewöhnlich bei Groundspeak – es gibt keinen Bestandsschutz, d.h. auch bei bestehenden Caches braucht der Sucher nicht mehr auf Logbedingungen Rücksicht zu nehmen. Die Zeiten, wo man sich zur Triebbefriedigung des Owners zum Affen machen musste (oder sich genötigt sah, die Ignoreliste zu verlängern), sind vorbei. Man kann also einfach wieder losziehen und suchen, was so da ist, ohne sich Gedanken um irgendwelche, häufig an den Haaren herbeigezogene Bedingungen zu machen. Quasi back to the basics: Dose suchen und finden, ins Logbuch eintragen, glücklich sein :)

Cacheowner sind angehalten, zukünftig Logs ohne Erfüllung der Logbedingung zu akzeptieren und ihre Listings dahingehend umzuarbeiten, dass klar daraus hervorgeht, dass es sich um eine rein freiwillige (optionale) Logbedingung handelt. In Folge dieser Änderung soll dann nach und nach durch die Reviewer auch wieder der ursprüngliche Cachetyp (Tradi/Multi) hergestellt werden, was ich nur begrüßen kann. Einige Cacher insbesondere aus der Hardcore-Fraktion scheinen damit so ihre Probleme zu haben, wie z.B. dieser Kommentar erahnen lässt. Hoffen wir, dass die Reviewer auch so verpackten Logbedingungen eine Abfuhr erteilen.

Aber: Keine Regel ohne Ausnahmen.

„Challenge caches“ heißt das neue Zauberwort. Hier darf es noch Logbedingungen geben, allerdings sollen diese vor dem Finden des Caches erfüllt sein und einen Bezug zum Geocachen haben. Project 81 oder die Deutschlandtour dürfen also bleiben.

Groundspeak erklärt die Guidelines

Im blauen Forum stellt MissJenn für die deutsche Geocaching-Community klar, wie Groundspeak Teile der Guidelines verstanden wissen möchte. vonRichthofen und Moenk haben in ihren Blogs schon darüber berichtet, ich möchte hier nochmal auf zwei Sätze zum Abstand zu Bahnlinien eingehen:

Original:

If your local area’s laws are less strict than the 46 m law in the United States, the reviewers may allow publication of a geocache in accordance with those rules. If an area is specifically designed for use by the public, such as a sidewalk or a park, a geocache may be published there.

Übersetzung:

Wenn deine lokalen Gesetze weniger strikt sind wie die 46m-Regel in den USA, können die Reviewer einen Geocache veröffentlichen, wenn er diese (lokalen) Gesetze einhält. Wenn ein Gebiet für die öffentliche Nutzung angelegt ist, wie z.B. ein (öffentlicher) Gehweg oder ein Park, so kann dort ein Geocache veröffentlicht werden.

Sehr schön, dass damit endlich wieder etwas mehr Klarheit darüber besteht, wo ein Geocache versteckt werden darf. Für Caches in der Nähe von Bahnanlagen gilt in Deutschland wie schon vermutet also §62 EBO (Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung). Die Definition, was unter Bahnanlagen zu verstehen ist, findet sich in §4 EBO. Grob zusammengefasst: Bahndamm und Gleiskörper sowie entsprechend als Bahngelände beschilderte Bereiche sind tabu.

Briefvorlage an appeals@groundspeak.com

Da mein Posting im Geoclub von einem übereifrigen RevModerator abgetrennt und in Quarantäne verschoben wurde, veröffentliche ich es einfach hier noch mal. Ob das jetzt dazu führt, dass es von weniger Leuten gelesen wird, wage ich aber doch zu bezweifeln. Zum Verständnis der Hintergründe bitte auch den zugehörigen Thread von Anfang an lesen.

== START FORUM POSTING ==

So, wie angekündigt kommt hier ein kleiner Formbrief für diejenigen, die des Englischen nicht so mächtig sind. Nur noch den Namen des Reviewers und den eigenen Namen einsetzen und dann ab damit an appeals@groundspeak.com ;)

Subject: Reviewer demission

Dear Groundspeak lackeys,

I am one of many German users, who is not satisfied with the way ReviewerXYZ is doing his reviewer job. His decisions for publishing or rejecting a cache seem mostly arbitrary and if users question a decision, the reviewer often gets abusive instead of explaining, which guideline was violated. This behaviour is not tolerable!
Every now and then he is complaining about his reviewing job in the German forums. He was asked many times to quit his reviewer job, because he doesn’t longer has the support of a growing part of the local caching community. But instead of quitting he simply goes on complaining about the awful job a reviewer has to do.

I hope you might be able to influence him, because the way he acts now represents Groundspeak in a very bad manner.
Some users are starting to archive all their caches and leave Geocaching.com as a result of this ongoing conflict between reviewer and the community.
In my opinion it would be best to retire him and look for a new volunteer, who is willing to work *with* the local cacher community and not against them.

Greetings
xyz

Kurz auf deutsch:

Ich bin nicht zufrieden mit der Arbeit von ReviewerXYZ. Die Entscheidungen erscheinen häufig willkürlich und der Umgangston lässt zu wünschen übrig. Dadurch verliert er immer mehr Rückhalt in der lokalen Cacher-Community. Es wird gebeten, auf ihn einzuwirken, sein Verhalten zu ändern, weil er so ein schlechtes Licht auf Groundspeak wirft. Einige User haben deshalb sogar schon begonnen, Geocaching.com den Rücken zu kehren. Die beste Lösung wäre, ihn durch einen neuen Freiwilligen zu ersetzen, der bereit ist, *mit* der lokalen Community zusammenzuarbeiten und nicht gegen sie.

Also dann: Mal gucken, ob es was bewirkt.

== ENDE FORUM POSTING ==

Edit 22:30Uhr: Der abgetrennte Thread ist jetzt wieder öffentlich zugänglich. Danke Grisu!

Think like a reviewer

Um den Cache „Reviewers Pein“ GC1KJYV von Mystphi zu lösen, muss man sich sehr genau mit der Arbeit der Reviewer beschäftigen. Hut ab vor dieser genialen Idee :)
Vielleicht sollte man einen erfolgreichen Fund bei diesem Cache voraussetzen, bevor man selbst Caches auslegen darf. Dann hätten die Reviewer nicht mehr so viel zu tun und es würde weniger Gemecker über lange Wartezeiten geben ;)

Aktualisierte Guideline-Übersetzung

Auf Die-Reviewer.info steht seit heute eine aktualisierte Übersetzung der englischsprachigen Guidelines von Groundspeak bereit. Es handelt sich hierbei aber wieder um eine Übersetzung sehr nah am Original, wodurch es wohl auch weiterhin Diskussionen über die Auslegung bzw. Anwendung bestimmter Passagen auf Caches in Deutschland geben wird. Lassen wir uns überraschen! :)