USA Roadtrip – Tag 2 – San Francisco: Bike the Bridge

Dienstag, 07. Mai 2013

Der Fahrradverleih

Nachdem wir uns gut ausgeschlafen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Fahrradverleih, um uns die Fortbewegungsmittel für den heutigen Tag zu besorgen. Wenn man nach Fahrradverleihern in San Francisco sucht, wird man als allererstes Blazing Saddles finden, die mehrere Verleihstationen im Bereich des Fisherman’s Wharf haben. Es gibt aber auch verschiedene kleine Anbieter und wie der Zufall es wollte, fand ich einen davon direkt neben unserem Hotel, als ich mir gerade mit Google Streetview die Umgebung anschaute. New Holiday Adventure Sale & Rental hieß der kleine Laden, der von einem älteren chinesischen Ehepaar in Verbindung mit einer Reinigung betrieben wird. Für 22 Dollar pro Rad und Tag (bzw. 24h) bekamen wir hier schnell und unkompliziert unsere Räder inklusive Helm und Schloss. Nachdem ich noch schnell die Oregon-Halterung am Lenker montiert hatte, ging es los Richtung Golden Gate Bridge.

Presidio und Golden Gate

PresidioAuf dem Weg dorthin fuhren wir über das Gelände des Presidio, welches unter anderem aus dem gleichnamigen Film bekannt ist. Das Presidio ist ein ehemaliger Militärstützpunkt am Golden Gate, der seit 1994 einer zivilen Nutzung zugeführt wurde. Neben mehreren Unternehmen von George Lucas (Lucasfilm, LucasArt) haben hier jetzt diverse gemeinnützige Organisationen und Museen ein Zuhause gefunden. An die militärische Nutzung erinnern unter anderem noch die Kriegsgräberstätte „San Francisco National Cemetery“ (Bild links) und Fort Point, Golden Gate mit Fort Point welches direkt am Fuße der Golden Gate Bridge die Zufahrt zur San Francisco Bay überwachte. Der Weg vom Fort hoch zur Brücke hatte es dann in sich, wie man an den vielen geschobenen Fahrrädern sehen konnte. Von oben wird man dafür dann aber mit einem schönen Blick auf die Brücke mit dem darunterliegenden Fort belohnt (Bild rechts). Während wir langsam auf die Brücke zu radelten, konnte ich von den verschiedenen Infotafeln unterwegs noch die Lösungen für den ersten (Earth)Cache (GC3BKWC) des Urlaubs sammeln. Waren die Radwege bis jetzt schon nicht leer, so wurde es auf der Brücke richtig eng. Anfangs versuchten wir tatsächlich noch zu fahren, schließlich hieß das Tagesprogramm ja „Bike the Bridge“, aber das stellte sich recht schnell als hoffnungsloses Unterfangen heraus. Es gibt nur einen kombinierten Fuß- und Radweg für beide Richtungen auf der Brücke und der ist noch nicht mal besonders breit, dafür sind die Touristen, ob mit Rad oder zu Fuß, aber um so zahlreicher. Da auch wir alle paar Meter zum Fotografieren stehenblieben, war es somit einfacher, zu Fuß zu gehen und die Räder zu schieben. Ab Mitte der Brücke wurde es dann aber wieder leerer, da die meisten Fußtouristen hier umdrehten und zurückgingen. Ab jetzt konnte also wieder etwas gefahren werden, genug Fotos von der Brücke aus hatten wir ja mittlerweile auch. Auf der anderen Seite machten wir dann eine kurze Pause am „H. Dana Bowers Memorial“-Aussichtspunkt. Von hier hätte man einen guten BlickThe Lone Sailor über die Bay und nach San Francisco gehabt, wenn die Sicht besser gewesen wäre. Statt Ausblick gab es dann aber Infotafeln für den nächsten Earthcache und einen Virtual. Von Herrn Bowers, seines Zeichens leitender Landschaftsarchitekt bei der kalifornischen Verkehrsbehörde und Namensgeber für diesen Aussichtspunkt, findet man aber bis auf eine kleine Gedenkplakette keine Spur. Stattdessen steht in der Mitte zwischen den Parkplätzen eine Replik der Skulptur „The Lone Sailor“, dessen Original im United States Navy Memorial in Washington, D.C. steht.

USA Roadtrip – Tag 1 – San Francisco

Montag, 06. Mai 2013

San Francisco – Der Weg zum Hotel

Um kurz vor 14 Uhr hatten wir die Einwanderungs- und Zollprozeduren hinter uns gebracht und machten uns mit unserem Gepäck auf den Weg ins Hotel. Die BART-Station zu finden, war nicht allzu schwer. Die Bedienung des Fahrkartenautomaten war dafür etwas gewöhnungsbedürftig. Man kauft kein Ticket für eine bestimmte Fahrtstrecke oder Tarifzone, sondern für einen Betrag X. Wie hoch der ist, muss man vorher einer Tabelle neben dem Automaten entnehmen. Jede Station hat ihren eigenen Fahrpreis. Nach ein paar Minuten hatten wir das dann trotz Müdigkeit begriffen und hielten ein gültiges Ticket in der Hand, mit dem wir den gerade eingefahrenen Zug bestiegen. Vom Flughafen fährt nur eine Linie in eine Richtung, so dass wir zumindest hier nicht lange überlegen mussten.
Das Umsteigen von BART in einen der Muni-Busse gestaltete sich dann aber wieder etwas unorthodox. Wir waren uns noch nicht ganz sicher, ob wir die richtige Haltestelle gefunden hatten, als plötzlich ein Bus der gesuchten Linie 22 mitten auf der Straße hielt und der Fahrer fragte, ob wir seine Linie suchten. Das taten wir, die Haltestelle wäre aber wohl schon auf der anderen Seite der Kreuzung gewesen, die wir gerade überquert hatten. Dank des netten Busfahrers saßen wir dann aber trotzdem im Bus. Um den Ausstieg nicht zu verpassen, versuchte ich unterwegs, unsere Fahrt auf dem iPhone mit City Maps 2go zu verfolgen. So stellte ich schnell fest, dass wir zwar in der richtigen Buslinie saßen, nur leider in der falschen Richtung. In der Hektik des Einsteigens hatte ich nicht mehr auf das angeschlagene Fahrtziel geachtet. Aber selbst das war kein Beinbruch, sind doch die Muni-Tickets in San Francisco 90 Minuten in alle Richtungen gültig. Wir stiegen also an der nächsten Haltestelle einfach in den Bus der Gegenrichtung um und kamen so um kurz vor 16 Uhr im Hotel an.

Das Hotel – Coventry Motor Inn

Coventry Motor InnUrsprünglich hatte ich uns eine Ferienwohnung über Wimdu.de gebucht, die Buchung dafür wurde aber ohne Angabe von Gründen wieder storniert. Zum Glück passierte das lange genug vor der Reise, um trotzdem noch halbwegs günstig eine andere Unterkunft zu finden. Von Wimdu war ich in dem Moment natürlich erst mal bedient, so dass ich die Idee mit der Ferienwohnung zu den Akten legte und auch für San Francisco ganz klassisch ein Hotel buchte. Über Tripadvisor fand ich so das Coventry Motor Inn und ich muss sagen, die Bewertungen haben nicht gelogen.
Das Hotel hat zwar schon einige Jahre auf dem Buckel, ist aber sehr gut gepflegt. Selbiges gilt auch für die Zimmer. Mit Ausnahme des großen Flachbildfernsehers ist die Ausstattung zwar etwas altbacken, aber in einem guten Zustand. Auch an der Sauberkeit gab es nichts zu meckern, der Zimmerservice leistet hier hervorragende Arbeit. Wir hatten ein Zimmer nach hinten heraus, wodurch wir zwar keinen Ausblick hatten, dafür aber auch keinen Straßenlärm – das Hotel liegt direkt an der Lombard Street, die in diesem Bereich noch die US 101 ist. Wer mit dem Auto in San Francisco ist, für den bietet das Hotel noch einen weiteren Vorteil: Das Auto kann man kostenlos direkt im Hotel abstellen. Das Erdgeschoss und eine weitere Ebene darunter sind Parkebenen, daher auch der Name „Motor Inn“.

Alcatraz – Abendtour

Alcatraz ZellentraktViel Zeit zum Ausruhen hatten wir allerdings nicht, da ja noch das Abendprogramm in Form einer Alcatraz Night Tour auf uns wartete. Also machten wir uns nur kurz frisch und begaben uns dann auf den Weg zur Pier 33. Nach dem langen Flug waren die 3km zu Fuß am Fisherman’s Wharf und den Piers entlang eine echte Wohltat. Wir waren so schnell unterwegs, dass wir sogar noch zu früh fürs Boarding der Fähre waren. Um 18:30 Uhr ging es dann aber endlich los. Angekommen auf „The Rock“ wurden wir in Gruppen aufgeteilt, die jeweils mit einem Guide den Weg hoch bis zum Zellenblock gingen. Unterwegs gab es immer wieder Hintergrundinformationen, auf die wir in unserem übermüdeten Zustand aber auch gerne verzichtet hätten. Eigentlich wollten wir uns ja nur auf eigene Faust etwas umschauen. Den Audioguide im Zellenblock haben wir dann auch nur in Empfang genommen, aber nicht wirklich genutzt. Stattdessen erkundeten wir die zugänglichen Bereiche auf eigene Faust, immer mit dem Ziel, möglichst nicht gerade in den überlaufenen Ecken zu sein – das Alcatraz - Hospitaltraktwar aber fast unmöglich. Trotzdem brachte die Nacht-Tour mit der passenden „Stimmungsbeleuchtung“ in den Zellen einen gewissen Reiz mit sich. Als Besonderheit bekommt man mit der Nacht-Tour auch teilweise Zugang zu Bereichen, die tagsüber gesperrt sind. Wir hatten so Gelegenheit, uns die Krankenstation samt OP und Röntgenraum anzuschauen. Weiterhin wurden auch diverse Vorträge und Vorführungen angeboten, unter anderem „Wie breche ich erfolgreich von Alcatraz aus?“. Da wir zu diesem Zeitpunkt aber bereits seit ungefähr 26 Stunden unterwegs waren, verzichteten wir auf einen Großteil der Vorträge und nahmen schon die erste Fähre zurück zu den Piers. Da es mittlerweile etwas aufgeklart hatte, hatten wir auf der Rückfahrt noch einen schönen Blick auf die nächtliche Skyline San Franciscos.
San Francisco – Night SkylineWährend der anschließenden Busfahrt zum Hotel – dieses Mal gleich mit der richtigen Linie in die richtige Richtung – freuten wir uns dann nur noch auf unser Bett, in welches wir auch kurz darauf erschöpft fielen.

USA Roadtrip – Tag 1 – Anreise

Montag, 06. Mai 2013

Hamburg

Nach langer Planung ging es heute endlich los. Um 4:30 Uhr stand unser „Taxi“ vor der Tür und brachte uns nach Hamburg zum Flughafen. Eingecheckt hatten wir bereits online, so dass wir nur noch schnell unser Gepäck aufgeben mussten. Auch wenn es heute mal eine kleine Schlange an der Sicherheitskontrolle gab, brachten wir auch diese schnell hinter uns. Bei der ganzen Technik im Handgepäck hatte ich eigentlich mal wieder eine gesonderte Kontrolle erwartet. So waren wir frühzeitig an Gate C07, an das gerade unser A321 geschoben wurde. Von Hamburg nach Paris ging es dann komplett planmäßig ohne Verspätung.

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Ein Plan entsteht (Teil 2)

Auf ein Neues. Ursprünglich hatte ich diesen Artikel schon einmal auf dem Rückflug geschrieben (der Urlaub wird also nicht mehr geplant, sondern ist bereits wieder vorbei), aber irgendwie hat mich die WordPress-App da wohl im Stich gelassen. Wieder im heimischen WLAN angekommen, war der bearbeitete Artikel wieder leer. Bad luck. Also sitze ich jetzt Zuhause und versuche erneut zusammenzufassen, wie es mit der Planung aus Teil 1 weiterging. Ein Plan entsteht (Teil 2) weiterlesen

Jurassic Coast: Tag 1 – Die Anreise

Die Südküste Englands geriet zum ersten Mal in meinen Fokus, als ich Anfang 2008 einen Artikel über die „Jurassic Coast“ im Spiegel (Spiegel 02/2008 – Das Grab Gottes) las. Auch wenn seitdem ein paar Jahre vergangen sind, blieb die Idee, dort mal Urlaub zu machen doch immer im Hinterkopf. Dieses Jahr sollte es dann soweit sein. Frau Kescherbande das Urlaubsziel schmackhaft zu machen, war nicht weiter schwer – Dinosaurier und sonstige Fossilien ziehen immer – und so wurde kurzerhand ein 8tägiger Kurzurlaub gebucht.

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Ein Plan entsteht (Teil 1)

Alles begann im Sommer 2011 mit einer Einladung nach Kalifornien für den Juni 2012. Anfangs war ich noch optimistisch, dass die Vorlaufzeit für die Planung ausreichen würde, musste aber bald feststellen, dass man nie früh genug anfangen kann. Eine erste schnelle Recherche ergab Flugpreise von ca. 800€ pro Person für die Verbindung FRA-LAX und zurück – machbar. Also wurden einige Ideen entwickelt, wie man die Urlaubszeit (mehr als 2,5 Wochen waren im angepeilten Zeitfenster leider nicht möglich) am Besten nutzen könnte. Ein Plan entsteht (Teil 1) weiterlesen

Versuch eines Neuanfangs

Da das Thema Geocaching bei mir in letzter Zeit doch sehr in den Hintergrund gerückt ist, war es auch hier im Blog recht ruhig. Und was hätte ich auch schreiben sollen, was nicht schon in mindestens 54 anderen Geocaching-Blogs geschrieben worden wäre? Die 15. Übersetzung von Change Logs von Firmwareupdates oder GC.com Release Notes braucht niemand.

Um dem Blog wieder etwas Leben einzuhauchen, versuche ich es also mal mit einer neuen Kategorie: Reisen. Die Kategorie bietet sich natürlich an, weil dieses Jahr noch ein etwas größerer Urlaub ansteht und ich so auch gleich für mich selbst ein paar Erinnerungen schriftlich festhalten kann. Auf die Idee dazu haben mich die Reiseberichte von ishtar und datenhamster gebracht, die ich besonders während ihrer Tour durch den Südwesten den USA sehr interessiert gelesen habe, um mir Tipps für meine eigene Planung zu holen. Zu der komme ich dann in einem der nächsten Artikel, sofern mir nicht vorher die Motivation zum Schreiben abhandenkommt. Ich bin das ja gar nicht mehr gewohnt 😉